Donnerstag, 5. November 2026

TransnetBWTrasse auf der Kippe

[08.10.2013] Die umstrittene Höchstspannungsleitung, die von Schleswig-Holstein nach Goldshöfe in Baden-Württemberg führen soll, wird möglicherweise nicht genehmigt. Deshalb verschiebt der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW Start des Raumordnungsverfahrens bis zum Frühjahr 2014.
Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW verschiebt den Start des Raumordnungsverfahrens für das Projekt Bünzwangen-Goldshöfe.

Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW verschiebt den Start des Raumordnungsverfahrens für das Projekt Bünzwangen-Goldshöfe.

(Bildquelle: TransnetBW)

Das Unternehmen TransnetBW hat nach Rücksprache mit der Bundesnetzagentur (BNetzA) beschlossen, eine alternative Planung für die Weiterentwicklung der Netzinfrastruktur zu prüfen. Der baden-württembergische Übertragungsnetzbetreiber berücksichtigt damit nach eigenen Angaben den aktuellen Stand der Konsultation des Netzentwicklungsplans 2013 durch die BNetzA, nach dem verschiedene geplante Höchstspannungsleitungen, darunter auch die Höchstspannungsgleichstromverbindung (HGÜ) vom Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein nach Goldshöfe (Baden-Württemberg), möglicherweise nicht bestätigt werden. Rainer Joswig, Geschäftsführer der TransnetBW, sagte: „Sollte diese HGÜ-Verbindung aus dem Netzentwicklungsplan gestrichen werden, verändert sich eine wesentliche Eingangsgröße für die aktuelle Berechnung des weiteren Netzbedarfs in Baden-Württemberg. Unser vorrangiges Ziel war stets, die Versorgungssicherheit mit so wenig Netzausbau wie nötig sicherzustellen. Wir sehen daher zum jetzigen Zeitpunkt die Notwendigkeit, zunächst die Auswirkungen dieser Entscheidung auch auf das Projekt Bünzwangen-Goldshöfe zu klären.“ Mit dem Start des Raumordnungsverfahrens im Frühjahr 2014 komme TransnetBW auch dem Wunsch der Kommunen entgegen, die möglicherweise durch den Leitungsneubau Bünzwangen-Goldshöfe betroffen wären.
Auf einer Informationsveranstaltung im Landratsamt des Ostalbkreises, die von Landrat Klaus Pavel organisiert wurde, erklärte Joswig: „Unser oberstes Ziel bleibt auch jetzt der offene und transparente Dialog mit allen Beteiligten.“ Auf ausdrücklichen Wunsch der Kommunen, Abgeordneten und der Bürgerinitiativen der Region verzichte TransnetBW auf die angekündigten Veranstaltungen für Planungshinweise am 14. und 15. Oktober. Die Veranstaltungen waren ein weiteres Informationsangebot für die Öffentlichkeit gedacht, um diese im Rahmen des von TransnetBW initiierten Dialogverfahrens über den aktuellen Stand zu informieren.





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