Montag, 24. August 2026

50Hertz/MitnetzUmspannwerk Altdöbern am Netz

[09.06.2022] 50Hertz und Mitnetz Strom haben das Umspannwerk Altdöbern und eine 110 Kilovolt Anschlussleitung offiziell in Betrieb genommen.

Der Strom-Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und der Verteilnetzbetreiber Mitnetz Strom haben das neue Umspannwerk Altdöbern sowie die zugehörige 110-Kilovolt-Anschlussleitung vom Umspannwerk Großräschen in der Lausitz am 8. Juni 2022 offiziell in Betrieb genommen. Das teilen beide Unternehmen mit. Neben dem technischen Geschäftsführer von 50Hertz, Frank Golletz, und dem Vorstandsvorsitzenden der enviaM-Gruppe, Stephan Lowis, hat der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie von Brandenburg, Jörg Steinbach, an der Veranstaltung teilgenommen. Das Umspannwerk Altdöbern bildet die Schnittstelle zwischen dem 380-kV-Übertragungsnetz (Höchstspannung) von 50Hertz und dem 110-kV-Verteilnetz (Hochspannung), welches von Mitnetz Strom betrieben wird. Es ist nun über eine eigens errichtete Anschlussleitung mit dem in einigen Kilometer entfernten 110-kV-Umspannwerk der Mitnetz Strom in Großräschen verbunden. So kann die regional erzeugte Energie sicher und effektiv aufgenommen und über das Transportnetz zu den Verbrauchszentren transportiert werden. Das Umspannwerk von 50Hertz und die dazugehörige 110-kV-Anschlussleitung der Mitnetz Strom waren eines der wichtigsten Bauvorhaben in den vergangenen sieben Jahren. Insgesamt haben die Unternehmen rund 50 Millionen Euro investiert, davon entfallen über zwei Drittel der Investitionssumme auf 50Hertz für den Neubau des Umspannwerks.
„Für die Energiewende, aber auch für den Strukturwandel in der Lausitz brauchen wir Investitionen wie diese. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass sich hier Zukunftsindustrien ansiedeln, aber auch Dienstleistungen und Tourismus entfalten können. Und die Lausitz bleibt Energieregion. Wir sehen schon jetzt viele spannende Projekte in der Umsetzung und am Horizont, ob es sich um erneuerbare Energien auf Konversionsflächen handelt, um Großspeicher zur Stabilisierung des Stromnetzes oder um Elektrolyseure zur Erzeugung von Wasserstoff für die Industrie“, erklärt Minister Steinbach. Der Bau und Anschluss des Umspannwerks Altdöbern an die 110-kV-Leitung und damit an das Umspannwerk Großräschen ist ein essenzieller Schritt zur Erhöhung der Netzanschlusskapazitäten in der Region und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Brandenburg. Das Umspannwerk in Altdöbern umfasst zwei leistungsstarke 380/110-kV-Transformatoren und fünf Schaltfelder. Über zwei Sammelschienen wird der Strom auf die ankommenden 380-kV-Leitungen verteilt. Die neue Verbindungsleitung zwischen dem Umspannwerk Altdöbern und dem Umspannwerk Großräschen ist 4,3 Kilometer lang und enthält 15 Hochspannungsmaste. Um die notwendige Übertragungsfähigkeit zu erreichen, mussten Mastkonstruktionen und neue Armaturen in Verbindung mit Hochtemperaturleiterseilen neu aufeinander abgestimmt werden.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Netze | Smart Grid
bericht

Regulatorik: Hochspannung im System

[20.08.2026] Energieversorger müssen sich in den kommenden Jahren auf zahlreiche regulatorische Neuerungen einstellen. MaBiS-Hub, Lieferantenwechsel Gas in 24 Stunden, AgNeS, HEDWIG und MiSpeL bringen insbesondere für die IT-Infrastrukturen Herausforderungen mit sich. mehr...

Schleswig-Holstein: Suedlink-Tunnel fertiggestellt

[20.08.2026] Unter der Elbe ist der Tunnel für die Stromtrasse Suedlink fertig vorgetrieben. Das Bauwerk ElbX bringt den Netzausbau zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen einen entscheidenden Schritt voran und soll ab 2028 Windstrom in den Süden transportieren. mehr...

CLS-Management: Thüga SmartService startet Roll-out

[18.08.2026] Thüga SmartService hat bei fünf Messstellenbetreibern das CLS-Management in den produktiven Betrieb überführt. Bis Ende August sollen fünf weitere Kunden folgen. Für das Gesamtjahr sind 40 Produktivsetzungen geplant. mehr...

Bundesnetzagentur: Rückläufige Zahlen bei Netzengpassmanagement

[13.08.2026] Das Netzengpassmanagement ist im ersten Quartal 2026 deutlich zurückgegangen. Die Bundesnetzagentur verzeichnete weniger Maßnahmen und Kosten, zugleich verschieben sich die Engpässe zunehmend in die Verteilernetze. mehr...

Mitnetz Strom: Drohnen überwachen das Stromnetz

[10.08.2026] Mitnetz Strom setzt Drohnen flächendeckend für die Inspektion und Überwachung seines Stromnetzes ein. Die Technik soll den Netzbetrieb sicherer und effizienter machen und liefert zugleich Daten für KI-gestützte Zustandsanalysen. mehr...

evu+: Online-Karte bietet Überblick über Stromverteilnetze

[06.08.2026] Eine neue Online-Karte zeigt die Stromnetzbetreiber in Deutschland und ihre angeschlossenen Erzeugungsanlagen sowie Batteriespeicher. Die Übersicht soll die Rolle der Verteilnetzbetreiber für Energiewende und Versorgungssicherheit anhand öffentlicher Daten sichtbar machen. mehr...

Mitnetz Strom: Investitionen in das Stromnetz in Brandenburg

[03.08.2026] Mitnetz Strom investiert 2026 rund 119 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes in Brandenburg. Die Vorhaben sollen zusätzliche Netzkapazitäten für erneuerbare Energien schaffen und die Versorgungssicherheit in mehreren Regionen stärken. mehr...

Bundesnetzagentur: Kar­te zur Ver­sor­gungs­qua­li­tät der Verteilernetzbetreiber veröffentlicht

[28.07.2026] Die Bundesnetzagentur hat eine Deutschlandkarte zur Versorgungsqualität der Stromverteilernetzbetreiber veröffentlicht. Sie macht Unterschiede bei Netzanschlüssen, Digitalisierung und Versorgungszuverlässigkeit sichtbar und soll den Wettbewerb um leistungsfähigere Netze fördern. mehr...

Hager: NH-Sicherungslastschaltleisten überarbeitet

[24.07.2026] Hager hat seine NH-Sicherungslastschaltleisten für 185-Millimeter-Sammelschienensysteme grundlegend überarbeitet. Die neue Baureihe soll die Sicherheit in Niederspannungsverteilungen erhöhen und zugleich Wartung, Überwachung und Montage erleichtern. mehr...

Stadtwerke Fellbach: Pilotprojekt zu dynamischen Zwillingen

[23.07.2026] Smight und retoflow entwickeln gemeinsam einen dynamischen Zwilling für Niederspannungsnetze. Das Pilotprojekt bei den Stadtwerken Fellbach zeigt, wie sich Mess- und Netzdaten innerhalb kurzer Zeit zu einem Modell für Planung und Netzbetrieb verknüpfen lassen. mehr...

Mitnetz Strom: Anschluss von Rechenzentrum

[21.07.2026] Mitnetz Strom schließt in Lübbenau das bislang größte Rechenzentrum seines Netzgebiets an das 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz an. Das Projekt steht für den stark wachsenden Strombedarf von Rechenzentren und zeigt, wie sich die Anforderungen an die Verteilnetze im Zuge der Energiewende verändern. mehr...

Berlin: Umspannwerke ohne Treibhausgas

[17.07.2026] Stromnetz Berlin lässt zwei neue 110-Kilovolt-Umspannwerke in Wittenau und Neukölln errichten. Dabei kommen dabei SF₆-freie gasisolierte Schaltanlagen zum Einsatz. Die Projekte sollen die Netzinfrastruktur der Hauptstadt modernisieren und die Stromversorgung absichern. mehr...

Wiesbaden: Umspannwerk für die City

[16.07.2026] Die Stadtwerke Wiesbaden Netz haben mit dem Bau eines neuen Umspannwerks begonnen. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben 39 Millionen Euro in das Projekt, das Anfang 2031 in Betrieb gehen soll. mehr...

TenneT: Ostbayernring vollständig in Betrieb

[15.07.2026] Die Höchstspannungsleitung Ostbayernring ist auf ihrer gesamten Länge von rund 185 Kilometern in Betrieb gegangen. Die Leitung erhöht die Transportkapazität für Strom und soll die Integration erneuerbarer Energien sowie die Versorgungssicherheit verbessern. mehr...

Thüga: Regler für mehr Solarstrom im Netz

[01.07.2026] Ein Pilotprojekt in Thüringen erprobt eine neue Technologie zur besseren Nutzung bestehender Stromnetze. Nach Angaben der Thüga kann ein neuer Mittelspannungslängsregler die Aufnahme von Photovoltaik-Strom deutlich erhöhen und so den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. mehr...