DigitalisierungVersorger noch verhalten

Der Digitalisierungsgrad in Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung ist durchschnittlich, so das Ergebnis einer aktuellen Studie vom ZEW und TNS Infratest.
(Bildquelle: TNS Infratest)
Der Digitalisierungsgrad der Energie- und Wasserversorgung im Jahr 2015 ist mit 47 von 100 Indexpunkten durchschnittlich. Damit belegt die Branche Platz fünf von insgesamt elf untersuchten Branchen. Wie das Marktforschungsinstitut TNS Infratest mitteilt, werde der Wirtschaftsindex DIGITAL der Versorgungsunternehmen bis zum Jahr 2020 um zwölf auf 59 Punkte ansteigen. Trotz des steigenden Digitalisierungstempos werden die Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung im Jahr 2020 erneut nur durchschnittlich digitalisiert sein. Das sind die wesentlichen Erkenntnisse des Monitoring Report Wirtschaft DIGITAL 2015, den TNS Infratest und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellt haben. Insgesamt erreicht Deutschland beim Digitalisierungsgrad seiner gewerblichen Wirtschaft nur 49 von 100 möglichen Indexpunkten. Für 2020 prognostizieren die befragten Unternehmen einen verhaltenen Anstieg auf 56 Punkte. Laut TNS Infratest halten 59 Prozent der dienstleistenden Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung den Einfluss der Digitalisierung auf ihren Geschäftserfolg 2015 für gering. Nur 20 Prozent gehen von einer starken Einflussnahme aus. Sieben Prozent der Versorgungsunternehmen bieten keine Produkte und Services digital an. 26 Prozent haben dafür umfängliche digitalisierte Angebote in ihrem Portfolio. 87 Prozent der befragten Unternehmen sind zufrieden mit dem erreichten Digitalisierungsgrad. Ein Drittel der befragten Energie- und Wasserversorgungsunternehmen gaben an, ihre Prozesse in geringem Umfang digitalisiert zu haben. 33 Prozent haben bereits mehr als 60 Prozent ihrer Geschäftsprozesse digitalisiert. Eine starke Einbettung der Digitalisierung in die Unternehmensstrategie haben 57 Prozent vollzogen. Dieser Wert steigt nach eigenen Aussagen bis zum Jahr 2020 auf 64 Prozent an.
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