TelemaxXVerunsicherung bei Cyber-Sicherheit nimmt zu

Seit Inkrafttreten der NIS2-Richtlinie registriert der Rechenzentrumsbetreiber TelemaxX eine zunehmende Verunsicherung, auch von kommunalen Betrieben.
(Bildquelle: Adobestock)
Mit dem Inkrafttreten des NIS-2-Gesetzes sind die Anforderungen an Cyber-Sicherheit und IT-Governance für zahlreiche Unternehmen erheblich gestiegen, insbesondere für Organisationen mit Kritischer Infrastruktur. Wie der Rechenzentrumsbetreiber TelemaxX berichtet, hat sich seit der Verabschiedung des Gesetzes durch den Deutschen Bundestag Mitte November die Zahl der Anfragen von IT-Verantwortlichen zu NIS-2-Compliance und Cyber-Sicherheit verdoppelt.
Nach Angaben des Karlsruher Rechenzentrumsbetreibers ist die Unsicherheit vor allem im Mittelstand groß. Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen suchten verstärkt Orientierung bei der praktischen Umsetzung der europäischen Richtlinie in deutsches Recht. Dabei gehe es häufig um grundlegende Fragen zur bestehenden IT- und Netzwerkinfrastruktur, um Abhängigkeiten von Drittanbietern sowie um die Transparenz von Betriebs- und Datenflüssen. TelemaxX-Geschäftsführer Jan Lange wird mit den Worten zitiert: „Für viele Firmen bedeutet NIS-2 eine grundlegende Überprüfung ihrer IT- und Netzwerkinfrastruktur.“
Die Anfragen betreffen laut TelemaxX sowohl operative Themen wie Datenhosting, IT-Betrieb und Back-up-Konzepte als auch formale Nachweispflichten im Zusammenhang mit der neuen Regulierung. Neben mittelständischen Unternehmen wende sich zunehmend auch die öffentliche Hand an den Anbieter, insbesondere kommunale Betriebe.
Das NIS-2-Gesetz wurde im November 2025 vom Bundestag beschlossen, anschließend vom Bundesrat gebilligt und ist am 6. Dezember 2025 in Kraft getreten. Es verpflichtet betroffene Organisationen unter anderem zu systematischem Risikomanagement, zur Absicherung der Lieferkette, zu belastbaren Business-Continuity- und Notfallkonzepten sowie zu klar definierten Melde- und Dokumentationsprozessen bei Sicherheitsvorfällen.
TelemaxX zufolge empfiehlt es sich für Mittelstand und öffentliche Hand, IT-Prozesse stärker zu bündeln. Dazu zählten der Einsatz von Glasfasernetzen zur Erhöhung der Ausfallsicherheit sowie die Auslagerung von Daten und IT-Betrieb in Rechenzentren mit auditierbaren Prozessen und überprüfbaren Sicherheitsstandards. Zudem verweist das Unternehmen auf die Bedeutung souveräner Cloud-Plattformen mit transparenten Betriebsmodellen, um Sicherheitsarchitekturen kontrolliert aufzubauen und regulatorische Anforderungen nachvollziehbar umzusetzen. In dieser Kombination lasse sich NIS-2 nicht isoliert, sondern ganzheitlich erfüllen, wie Jan Lange betont.
The Green Bridge: Mit KI Netze schützen
[14.01.2026] Sabotageakte auf Strom- und Versorgungsnetze zeigen, wie verwundbar Städte sind. Ein KI-gestütztes Geo-Clustering soll helfen, kritische Knotenpunkte präzise zu erkennen, gezielt zu schützen und im Ernstfall schneller zu reagieren. mehr...
Heim-Energiemanagement: Den Einstieg erleichtern
[17.12.2025] Das Tochterunternehmen von MVV Energie, beegy, hat ein auf die Anforderungen von Stadtwerken zugeschnittenes Heim-Energiemanagementsystem (HEMS) entwickelt. stadt+werk sprach mit Geschäftsführer Carsten Bruns über die Eigenschaften und Vorzüge der White-Label-Lösung. mehr...
regiocom: Neue Cloud-Lösung für das Regulierungsmanagement
[17.12.2025] Eine neue Cloud-Plattform soll das Regulierungsmanagement in der Energiewirtschaft flexibler und modularer machen. Die RegMan-Plattform 1.0 ersetzt eine seit 20 Jahren genutzte Systemlösung und startet offiziell zur E-world 2026. mehr...
BSI: Analyse zu KRITIS-Angriffen
[15.12.2025] Prorussische Hacktivisten setzen laut einer neuen internationalen Analyse zunehmend auf einfache Angriffsmethoden, um Kritische Infrastrukturen zu stören. Die Gemeinschaftspublikation mehrerer Sicherheitsbehörden zeigt, wo Betreiber besonders wachsam sein müssen. mehr...
ITC: Neue Version der ITC PowerCommerce Suite im SAP Store
[15.12.2025] Das Unternehmen ITC hat seine jüngste Generation der Plattform PowerCommerce Suite im SAP Store bereitgestellt. Die vollständig in SAP BTP und SAP S/4HANA integrierte Lösung soll Energieunternehmen digitale Abläufe erleichtern und den Kundenservice beschleunigen. mehr...
JUWI: KRITIS-Re-Auditierung bestanden
[10.12.2025] JUWI hat die erneute KRITIS-Prüfung erfolgreich abgeschlossen und damit seine Schutzmaßnahmen für die kritische Energie-Infrastruktur bestätigt bekommen. Die Zertifizierung bescheinigt robuste Prozesse in IT-Sicherheit und Angriffserkennung. mehr...
Hamburger Energienetze: eRound bündelt drei digitale Lösungen
[05.12.2025] Die Hamburger Energienetze bündeln unter der Marke eRound drei digitale Lösungen für Lade-Infrastruktur, Verteilnetze und Smart-City-Anwendungen. Ziel ist eine effizientere Steuerung der Energiewende und ein transparenter Blick auf den Zustand kritischer Infrastruktur. mehr...
m3/Fraunhofer IPK: Studie zum KI-Einsatz bei Stadtwerken
[04.11.2025] Stadtwerke können laut einer neuen Studie der Unternehmensberatung m3 und des Fraunhofer IPK durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz ihre Kosten bis 2035 deutlich reduzieren. Besonders große Einsparpotenziale sehen die Autoren in Netzen und Erzeugung. mehr...
Wilken Software Group: Migration von 20 Kunden auf Kisters-Plattform
[03.11.2025] Die Wilken Software Group hat 20 Kunden auf die Redispatch-2.0-Plattform von Kisters migriert. Die Erweiterung der langjährigen Partnerschaft soll die Integration von Abrechnung und Redispatch-Prozessen in der Energiewirtschaft weiter vereinfachen. mehr...
Stadtwerke Herford: Modernisierung der IT
[27.10.2025] Die Stadtwerke Herford modernisieren ihre IT-Landschaft und setzen künftig auf die Komplettlösung kVASy von SIV.AG. Der Versorger entschied sich nach einer europaweiten Ausschreibung für das SaaS-System aus Roggentin, das sämtliche Sparten und Kundenprozesse abbilden soll. mehr...
Stadtwerke Wolfenbüttel: Rechenzentrum modernisiert
[09.10.2025] Die Stadtwerke Wolfenbüttel haben ihre Rechenzentren vollständig modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Damit stärken sie die digitale Infrastruktur für eine sichere, nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung in der Region. mehr...
ovag Netz: Vollständige Steuerungskette getestet
[23.09.2025] Gemeinsam mit smartOPTIMO und mehreren Partnern hat die ovag Netz in einer realen Umgebung erstmals ein Steuerbefehl vom Netzbetreiber bis zur Steuerbox im Feld vollständig ausgeführt. Auch die Rückmeldung durchlief die gesamte Kette. mehr...
Energieportal: Intensiver Datenaustausch
[22.09.2025] Ein neuer digitaler Service soll den Datentransfer zwischen Endkunden, Messstellenbetreibern und Energiedienstleistern vereinfachen. Zu diesem Zweck haben 50Hertz, Stromnetz Berlin und Mako356 das Portal for.Watt entwickelt. mehr...
beegy: White-Label-Lösung für Stadtwerke
[22.09.2025] Mit einem neuen Energiemanagementsystem will das Unternehmen beegy Stadtwerke dabei unterstützen, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Das System soll den Stromverbrauch und die -einspeisung intelligent steuern und sich einfach in bestehende Angebote integrieren lassen. mehr...














