enercityWachstum mit erneuerbaren Energien
Die erste Halbjahresbilanz fällt für den Hannoveraner Energieversorger enercity positiv aus. Nach Angaben des Unternehmens konnte es viele Neukunden sowohl im privaten als auch geschäftlichen Bereich gewinnen und den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro steigern.
Strom- und Gasabsatz lagen im ersten Halbjahr 2019 über Vorjahresniveau. Das EBIT fällt mit 91,8 Millionen Euro geringer aus als im ersten Halbjahr 2018. Dies lag nach Unternehmensangaben an außergewöhnlichen Sondereffekten im Vorjahr. enercity erwarte ein ähnlich gutes Ergebnis wie 2018. „Wir sind bei der Zielerreichung auf Kurs“, sagte Vorstandsvorsitzende Susanna Zapreva.
Die enercity-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2019 bundesweit zahlreiche neue Privat- und Geschäftskunden gewinnen können, darunter Sportartikelhersteller, Tourismusunternehmen und Universitätskliniken. Darüber hinaus hat das Unternehmen seine Marktposition bei Grünstrom gefestigt.
Der enercity-Stromabsatz lag im ersten Halbjahr 2019 mit 9.636 Gigawattstunden (GWh) um 57,7 Prozent signifikant über Vorjahresniveau. Der Gasabsatz ist mit 29.905 GWh um 21,9 Prozent gestiegen. Der Fernwärmeabsatz belief sich auf 1.177 GWh. Das entspricht einem witterungsbedingten leichten Rückgang um 2,1 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Halbjahr 2018. Der Wasserabsatz ist im ersten Halbjahr mit 21,6 Millionen Kubikmetern nahezu unverändert geblieben.
enercity baut die Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien weiter aus. Die erneuerbare Stromerzeugung stieg um 26,6 Prozent auf 1.181 GWh. Die erneuerbare Wärmeerzeugung legte um 27 Prozent auf 1.152 GWh zu. Bei der Stromerzeugung von insgesamt 3.212 GWh entfiel ein Anteil von 36,8 Prozent auf erneuerbare Energien (Vorjahr: 18,4 Prozent). Bei der dezentralen Wärmeerzeugung von insgesamt 1.876 GWh (Vorjahr: 1.916 GWh) beträgt der Anteil erneuerbarer Energien 29,9 Prozent (Vorjahr: 29,4 Prozent).
enercity hat Mitte August auch den Grundstein für den Windpark Klettwitz 2 in Brandenburg gelegt (wir berichteten). Das zweitgrößte Windprojekt des Unternehmens mit einer Leistung von 7,2 Megawatt (MW) ist in Jeetze, Sachsen-Anhalt, beheimatet. Weitere Projekte befinden sich im Genehmigungsprozess. Nach Abschluss der Bauphase ab 2020 soll die Stromerzeugung aus Windkraft um knapp 120 GWh auf 670 GWh steigen. Damit will enercity jährlich rund 268.000 Kunden mit Strom allein aus Windkraft versorgen.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats von enercity haben zudem am 12. September 2019 in ihrer turnusgemäßen Sitzung Axel von der Ohe, Kämmerer und Stadtrat für Ordnung und Sicherheit in der Landeshauptstadt Hannover, zum neuen Vorsitzenden gewählt.
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