Sonntag, 7. Juni 2026

E.ONWärmepumpe spart Energiekosten

[13.05.2026] Eine Analyse von E.ON beziffert das Einsparpotenzial von Wärmepumpen in deutschen Einfamilienhäusern für die Heizsaison 2025/26 auf rund 2,28 Milliarden Euro. Zugleich zeigt die Berechnung, wie stark der Wechsel von Öl und Gas zu elektrischen Heizsystemen auch den CO2-Ausstoß senken könnte.

Wärmepumpen sparen Energiekosten.

(Bildquelle: brebca/123rf)

Der flächendeckende Einsatz von Wärmepumpen in selbst genutzten Einfamilienhäusern hätte den Deutschen in der vergangenen Heizperiode Energiekosten in Milliardenhöhe ersparen können. Das geht aus einer aktuellen Berechnung von E.ON hervor, die auf Daten des Statistischen Bundesamts, des Umweltbundesamts und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft basiert.

Dem Unternehmen zufolge hätten Besitzer von Einfamilienhäusern zwischen Oktober 2025 und März 2026 insgesamt rund 2,28 Milliarden Euro weniger für Energie ausgegeben, wenn sie statt mit Öl oder Gas mit Wärmepumpen geheizt hätten. Grundlage der Analyse sind rund 8,74 Millionen selbst genutzte Einfamilienhäuser in Deutschland, die bislang fossil beheizt werden.

Für die Berechnung setzte E.ON einen durchschnittlichen Wärmebedarf von knapp 14.000 Kilowattstunden pro Haus während der Heizperiode an. Der angenommene Jahresverbrauch liegt bei rund 18.000 Kilowattstunden bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von 133,2 Quadratmetern. Als Vergleichswerte dienten ein durchschnittlicher Erdgaspreis von elf Cent pro Kilowattstunde, ein Heizölpreis von 73,66 Euro pro Hektoliter sowie ein Wärmepumpenstromtarif mit 26 Cent pro Kilowattstunde.

Neben den wirtschaftlichen Effekten hebt E.ON auch die möglichen Klimavorteile hervor. Würden alle bislang fossil beheizten Einfamilienhäuser auf Wärmepumpen umstellen, ließen sich laut Berechnung in einer Heizsaison rund 14,1 Millionen Tonnen CO2 beim aktuellen Strommix einsparen. Bei Nutzung von Ökostrom steigt das theoretische Einsparpotenzial auf 27,3 Millionen Tonnen CO2. Bereits ein Umstieg der Hälfte aller betroffenen Haushalte würde den Ausstoß um mindestens 7,05 Millionen Tonnen CO2 senken.

Zusätzliche Einsparungen sieht E.ON in der intelligenten Steuerung von Wärmepumpen. Wird der Stromverbrauch flexibel in Zeiten niedriger Netzauslastung verschoben, sollen laut Unternehmen Boni von bis zu 60 Euro pro Jahr möglich sein. Hinzu kommen potenzielle Entlastungen bei den Netzentgelten nach § 14a EnWG von bis zu 190 Euro jährlich, sofern die regulatorischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Martin Endress, Chief Commercial Officer von E.ON Energie Deutschland, bezeichnet den Umstieg auf Wärmepumpen als langfristig wirtschaftlich sinnvoll. Zugleich könne eine stärkere Elektrifizierung des Wärmesektors die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren und die Energieversorgung robuster gegen geopolitische Krisen machen.





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