Freitag, 30. Januar 2026

EnertragWasserstoff marsch

[15.12.2014] Die Power-to-Gas-Anlage von Enertrag in Prenzlau wurde an das Ontras-Gasnetz angeschlossen. Kunden der Energie-Genossenschaft Greenpeace Energy erhalten ab sofort auch mit Windkraft erzeugten Wasserstoff.
Wasserstoff marsch: Hybridkraftwerk von Enertrag wurde an das Ontras-Gasnetz angeschlossen.

Wasserstoff marsch: Hybridkraftwerk von Enertrag wurde an das Ontras-Gasnetz angeschlossen.

(Bildquelle: ENERTRAG Aktiengesellschaft)

Im brandenburgischen Prenzlau wurde vergangene Woche das Hybridkraftwerk des Windenergie-Unternehmens Enertrag an das Gasnetz des Betreibers Ontras angeschlossen. Die Power-to-Gas-Anlage erzeugt neben Strom und Wärme auch Wasserstoff (17344+wir berichteten). Enertrag-Chef Jörg Müller sagte: „Mit dem nun realisierten Wasserstoff-Gasnetzanschluss setzen wir einen weiteren Meilenstein für die deutsche Energiewende.“ Müller forderte die Politik auf, stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Power-to-Gas weiter an den Markt herangeführt werden könne. Ontras-Geschäftsführer Uwe Ringel wies darauf hin, dass die weitere Entwicklung der Technologie und ihre Systemintegration eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Zur Finanzierung müssten deshalb alle Energieverbraucher beitragen und nicht nur wie bisher die Gaskunden.
Als erster Energieversorger bietet Greenpeace Energy seit 2011 mit proWindgas einen Gastarif an, der die Windgas-Technologie fördert. Die Kunden haben bislang Erdgas erhalten und einen Förderbeitrag gezahlt, den Greenpeace Energy in die Windgas-Technologie investiert hat. Mit Beginn der Einspeisung in Prenzlau enthält der Gasmix von Greenpeace Energy nun einen ersten Anteil Wasserstoff, den das Unternehmen in den nächsten Jahren langsam erhöhen will. Sönke Tangermann, Vorstand von Greenpeace Energy, sagte: „Der Beginn der Einspeisung ist ein Meilenstein für unsere Genossenschaft und für die Energiewende, auf den wir lange hingearbeitet haben.“ Greenpeace Energy wolle die Entwicklung von Windgas weiter vorantreiben. Der Abnahmevertrag mit Enertrag sehe vor, dass in den kommenden zwei Jahren rund 800 Megawattstunden für die Gaskunden von Greenpeace Energy eingespeist werden. Danach soll die eingespeiste Menge auf eine Gigawattstunde steigen.





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