Freitag, 10. April 2026

Stadtwerke LemgoWirtschaftsplan von rund 53 Millionen Euro

[08.01.2026] Der Wirtschaftsplan 2026 der Stadtwerke Lemgo sieht Investitionen von rund 53 Millionen Euro vor. Der Schwerpunkt liegt auf klimaneutraler Energieerzeugung, Netzausbau und der Sicherung zentraler Bereiche der Daseinsvorsorge.

Laut Wirtschaftsplan wollen die Stadtwerke Lemgo in diesem Jahr rund 53 Millionen Euro investieren.

(Bildquelle: Stadtwerke Lemgo)

Mit einem Investitionsvolumen von 52,9 Millionen Euro setzen die Stadtwerke Lemgo im Jahr 2026 einen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung einer klimaneutralen Energie- und Versorgungsinfrastruktur. Wie die Stadtwerke Lemgo berichten, ist der Wirtschaftsplan Teil einer langfristigen Strategie, bis 2035 einen dreistelligen Millionenbetrag in Strom- und Wärmeerzeugung, leistungsfähige Netze sowie eine sichere Versorgung für die Stadt zu investieren.
Mehr als 80 Prozent der für 2026 vorgesehenen Mittel fließen den Angaben zufolge in die Eigenerzeugung von Energie und in den Ausbau der Netzinfrastruktur. Vorgesehen sind unter anderem der Neubau eines Großwärmespeichers, der Anschluss eines neuen Holzheizwerks einschließlich der Erschließung des Industriegebiets Lieme sowie die Modernisierung bestehender Blockheizkraftwerke. Zusätzlich planen die Stadtwerke den Beitritt zu HW-OWL, deren Aufgabe die Errichtung und der Betrieb eines Holzheizwerks ist. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Anteil erneuerbarer Energien insbesondere in der Fernwärmeversorgung weiter zu erhöhen und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren.

Umsetzung von Klimaschutzkonzept

Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Sasse verweist darauf, dass mit den geplanten Investitionen zentrale Elemente des Lemgoer Klimaschutzkonzepts umgesetzt würden und zugleich Versorgungssicherheit sowie lokale Wertschöpfung gestärkt werden sollen. Der Ausbau und die weitere Verdichtung des Fernwärmenetzes sollen 2026 voranschreiten, während die Gasabsatzmengen perspektivisch sinken. Bürgermeister Markus Baier ordnet diese Entwicklung laut Stadtwerke Lemgo in den Kontext europäischer Klimaziele ein und betont den Beitrag der kommunalen Energieversorgung zur Erreichung dieser Vorgaben.
Neben der Energieversorgung spielt auch der Ressourcenschutz eine Rolle im Wirtschaftsplan. Die Stadtwerke verweisen auf die Wirkung ihrer Wassersparkampagne und gehen davon aus, dass ein gestiegenes Bewusstsein für den Wert von Trinkwasser auch 2026 zu weiteren Einsparungen beitragen wird. Dies soll die langfristige Sicherung der Wasserversorgung unterstützen.

Investition in kommunale Daseinsvorsorge

Darüber hinaus investieren die Stadtwerke in weitere Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge. Im Freizeitbad Eau-Le sind umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen vorgesehen. Auch die Sanierung der Parkpalette Bruchweg ist eingeplant. Im öffentlichen Nahverkehr soll der Stadtbus zum Jahreswechsel vollständig auf eine vollelektrische Flotte umgestellt werden, um lokal emissionsfreien Betrieb zu ermöglichen.
Trotz des hohen Investitionsvolumens rechnen die Stadtwerke Lemgo nach eigenen Angaben mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis. Der Stellenplan bleibt nahezu unverändert, rund 200 Beschäftigte tragen die Umsetzung der Projekte. Geschäftsführer Sasse führt die wirtschaftliche Stabilität auf die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens und eine hohe Kundentreue zurück, die gerade in unsicheren Zeiten eine verlässliche Versorgung zu fairen Preisen ermögliche.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen
bericht

Trianel: Beeindruckende Bilanz

[09.04.2026] Die Stadtwerke-Kooperation Trianel unterstützt mit ihren drei Gesellschaften Energieversorger und Kommunen in Deutschland bei der Umsetzung der Energiewende. Die Kooperation kann bereits auf beachtliche Erfolge zurückblicken. mehr...

enercity: Neuer CEO bei enercity Erneuerbare

[08.04.2026] Der Energiekonzern enercity besetzt die Spitze seiner Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien neu. Mit Jörg Kubitza übernimmt ein Branchenmanager die Leitung. Der bisherige CEO Ralf Nietiet scheidet auf eigenen Wunsch aus. mehr...

Jena: Baustart von Reallabor JenErgieReal

[02.04.2026] Das Reallabor JenErgieReal geht in Jena in die bauliche Umsetzung und vernetzt erstmals Speicher, Lade-Infrastruktur und Netze intelligent. Das Projekt zeigt, wie ein digitales Energiesystem im urbanen Raum praktisch funktioniert und welche Lösungen bis 2027 entstehen. mehr...

VNEW: Unter neuer Flagge unterwegs

[27.03.2026] Der Stadtwerkeverband VSHEW firmiert künftig als Verband der Norddeutschen Energie- und Wasserwirtschaft (VNEW). Hintergrund ist die Ausweitung auf weitere Bundesländer sowie der Anspruch, die Energiewende regional stärker zu bündeln. mehr...

JUWI: Strategische Neuausrichtung

[17.03.2026] Der Projektentwickler JUWI richtet seine Organisation neu aus und fokussiert sich stärker auf seine europäischen Kernmärkte im Wind- und Solarsektor. Hintergrund sind verschärfter Wettbewerb um Investoren, Netzanschlüsse und Ausschreibungen – mit der Neuausrichtung will das Unternehmen seine Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sichern. mehr...

Stadtwerke Essen: Ausweitung der Partnerschaft mit Iqony Fernwärme

[17.03.2026] Die Stadtwerke Essen und Iqony Fernwärme wollen ihre Wärmeinfrastrukturen künftig enger verzahnen. Eine neue Partnerschaftsvereinbarung soll Synergien beim Ausbau klimafreundlicher Netze heben und Optionen wie Netzkopplungen oder gemeinsame Erzeugungsanlagen prüfen. mehr...

Solarpark der Energieversorgung Mittelrhein (evm) in Görgeshausen mit mehreren Reihen von Photovoltaikmodulen auf einer Wiese.

evm: Nachhaltige Energiegewinnung

[13.03.2026] Die Wind- und Solarparks der Energieversorgung Mittelrhein (evm) haben im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Nun plant das Unternehmen die Errichtung weiterer Anlagen in der Region. mehr...

Stadtwerke Jena Netze: Relaunch der Webseite

[13.03.2026] Die Stadtwerke Jena Netze haben ihre Webseite vollständig überarbeitet und neu strukturiert. Der Relaunch soll Kundinnen und Kunden den Zugang zu Informationen rund um Netzanschlüsse, Photovoltaik, Wärmepumpen und aktuelle Baustellen deutlich erleichtern. mehr...

GISA/TMZ: Fortsetzung der Zusammenarbeit

[12.03.2026] GISA stellt Thüringer Mess- und Zählerwesen Service künftig auch das Management steuerbarer lokaler Systeme (CLS) vollständig als Software-as-a-Service bereit. Mit der Verlängerung ihrer Smart-Metering-Partnerschaft um fünf Jahre bauen beide Unternehmen ihre gemeinsame Plattform für Gateway-Administration und Messdatenmanagement weiter aus. mehr...

VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem

[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...

JUWI: Partnerschaft mit Vestas ausgebaut

[26.02.2026] Mit einer neuen Rahmenvereinbarung wollen zwei Windenergie-Unternehmen ihre Kooperation festigen. Das Ziel besteht darin, künftige Projekte in Deutschland effizienter umzusetzen. Beide Seiten verweisen auf ihre langjährige Zusammenarbeit. mehr...

Stadtwerke Herrenberg/Energie Calw: Gemeinsame Neugründung von Energie Herrenberg

[25.02.2026] Die Stadtwerke Herrenberg gründen gemeinsam mit Energie Calw die Gesellschaft Energie Herrenberg. Mit dem neuen kommunalen Versorger will die Stadt Herrenberg Vertrieb und Energiewende vor Ort neu organisieren und Wertschöpfung in der Region sichern. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: IT-Partnerschaft mit rku․it besiegelt

[23.02.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke bauen ihre IT mit der NextGen-Plattform von rku.it aus. Die strategische Partnerschaft soll Prozesse im SAP-Umfeld modernisieren und den kommunalen Versorger langfristig digital absichern. mehr...

dena: 100 vielversprechende Start-ups

[17.02.2026] Die Deutsche Energie-Agentur und die Start Up Energy Transition haben die SET100-Liste 2026 mit den weltweit vielversprechendsten Climate-Tech-Start-ups veröffentlicht. Die Auswahl zeigt, welche Technologien der Energiewende den Sprung aus der Pilotphase schaffen und sich im internationalen Wettbewerb behaupten. mehr...

Bilanz: E.ON steigert Gewinn und Investitionen

[16.02.2026] Der Energiekonzern E.ON hat im Jahr 2025 mehr verdient und mehr investiert. Vor allem das Netzgeschäft wuchs deutlich. Bis 2030 plant das Unternehmen Investitionen von rund 48 Milliarden Euro. mehr...