Samstag, 17. Januar 2026

DIWWachstum durch Energieeffizienz

[23.01.2014] Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sieht weitere Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen als lohnend und notwendig an. Klima und Wirtschaft profitieren gleichermaßen.
Weitere Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen sind laut dem Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung absolut notwendig.

Weitere Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen sind laut dem Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung absolut notwendig.

(Bildquelle: bernhard_pixler / pixelio.de)

Um die Energiespar- und Emissionsziele der Bundesregierung zu erreichen, muss Energie effizienter genutzt werden. Zu diesem Schluss gelangen Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW). Demnach würden milliardenschweren Zusatzinvestitionen zu einer deutlichen Senkung der Energiekosten führen. Dies würde das Klima entlasten und das Bruttoinlandsprodukt erhöhen, so die Experten. Die Treibhausgasemissionen könnten den Berechnungen zufolge bis zum Jahr 2020 um 45 Millionen Tonnen und bis 2050 um 74 Millionen Tonnen sinken. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt könnte bei forcierten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Jahr 2020 rund ein halbes Prozent und im Jahr 2050 ein ganzes Prozent höher liegen. Bislang seien die politischen Weichen aber noch nicht gestellt. „Je länger man wartet, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, desto schwieriger wird es, die Modernisierungen im notwendigen Umfang in Gang zu bringen und die Ziele zu erreichen“, sagt Jürgen Blazejczak vom DIW.
Die energetische Sanierung von Wohngebäuden spielt bei der Umsetzung dieser Ziele eine entscheidende Rolle. Laut DIW müssten im Bereich der Wohngebäude rund 35 Millionen Quadratmeter pro Jahr mehr modernisiert werden als bisher. Im Jahr 2020 wären Energieeinsparungen im Wert von etwa 3,8 Milliarden Euro möglich, 2030 könnten sie bei rund 11,1 Milliarden Euro und im Jahr 2050 etwa 32 Milliarden liegen, schätzen die DIW-Experten.



Stichwörter: Energieeffizienz, DIW, Politik


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