Mittwoch, 28. Januar 2026

Stadtwerke SigmaringenReallabor der Energiewende

[03.07.2018] Ein energieautarkes Quartier soll auf dem Gelände der ehemaligen Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen entstehen. Die Stadtwerke Sigmaringen möchten gemeinsam mit ihren Partnern das EQSIG zum Modell für zukünftige Stadt- und Energieplanung machen.

Die Stadtwerke Sigmaringen investieren in ein energieautarkes Quartier. Auf dem Gelände der ehemaligen Graf-Stauffenberg-Kaserne in Baden-Württemberg entsteht in den kommenden Jahren das EQSIG, das zum Modell für zukünftige Stadt- und Energieplanung werden soll. Wie die Stadtwerke mitteilen, wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, von der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) und vom Projektträger Jülich (PTJ) gefördert.
Die Energie, die in dem Quartier verbraucht wird, soll zu 75 Prozent direkt vor Ort mit überwiegend regenerativen Energien erzeugt werden. Nach Angaben der Stadtwerke können damit rund 3.300 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr eingespart werden. Strom und Wärme sollen auf dem Gelände mit verschiedenen Energiequellen, wie Holzhackschnitzeln, Solarthermie und Photovoltaik erzeugt werden. Die dezentral auf dem Gelände verteilten Kleinkraftwerke bilden zusammen ein virtuelles Kraftwerk, das nach Faktoren wie Verbraucherverhalten, Bedarf, Tages- und Jahreszeiten sowie dem Wetter die Energieerzeugung effektiv steuert, melden die Stadtwerke. Gemeinsam mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und der Energieagentur Sigmaringen entstehe demnach auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne ein Reallabor der Energiewende. Das EQSIG sei kein starres Gebilde, so die Stadtwerke weiter. Zunächst werde die grundlegende Infrastruktur geschaffen. In den kommenden drei Jahren werden die Stadtwerke Sigmaringen 7,4 Millionen Euro investieren. Mit 5,3 Millionen Euro von der Nationalen Klimaschutzinitiative sind 80 Prozent der Investitionssumme über Fördermittel gedeckt. Der weitere Ausbau wird sich darüber hinaus kontinuierlich an die Nutzung der Konversionsflächen anpassen und auch die Energieversorgung für das interkommunale Gewerbegebiet sicherstellen.





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