Dienstag, 22. September 2026

HamburgUnternehmenskonzept für Fernwärme

[22.08.2018] Ein Gutachten zur Entwicklung eines Unternehmenskonzepts für die städtische Fernwärme hat jetzt die Freie und Hansestadt Hamburg in Auftrag gegeben.

Der Hamburger Senat arbeitet weiter daran, die Verpflichtung des Volksentscheids zur Übernahme der Energienetze aus dem Jahr 2013 (wir berichteten) umzusetzen. Vor diesem Hintergrund hat die Hamburger Behörde für Umwelt und Energie laut eigenen Angaben jetzt ein Gutachten zur Entwicklung eines Unternehmenskonzepts in Auftrag gegeben. Das Gutachten soll darstellen, ob und wie die Fernwärme als städtisches Unternehmen unter anderen Bedingungen und Zielsetzungen agieren könnte. Ergänzend werde die Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement (HGV) unter Mitwirkung der Finanzbehörde den Gutachtenprozess begleiten. Durch einen weiteren externen Gutachter soll das Unternehmenskonzept plausibilisiert werden, um einen möglichen Unternehmenswert ableiten zu können und valide Grundlagen für die anstehenden Entscheidungen zu schaffen. Wie die Hamburger Energiebehörde mitteilt, wird dabei besonders betrachtet, wie sich die klima- und energiepolitischen Ziele der Stadt wirtschaftlich realisieren ließen. In die Untersuchung sollen alle betriebswirtschaftlichen Aspekte mit Einfluss auf Kosten und Nutzen einfließen, die sich bei einem Netz unter öffentlicher Führung ergeben. Dazu zählen die betriebswirtschaftlich relevanten Synergieeffekte, die entstehen, wenn alle drei Energienetze (Gas, Strom, Fernwärme) in öffentlicher Hand liegen und mit anderen öffentlichen Unternehmen wie Hamburg Wasser, Hamburg Energie und Stadtreinigung kooperieren. Gegenstand der Prüfung sei zudem die Möglichkeit, als städtisches Unternehmen auf günstigere Finanzierungen zugreifen zu können. Dieser Ansatz unterscheide sich von dem des Wertgutachtens, das im Zuge der Vertragsabwicklung zum Rückkauf (wir berichteten) erstellt wurde. Dieses berücksichtige in einem standardisierten Verfahren den unternehmerischen Wert ausschließlich auf der Grundlage der derzeitigen Unternehmensstruktur und der bestehenden Planungen von Vattenfall. Aus Käufersicht der Stadt können sich gegebenenfalls auch andere Wertpotenziale ergeben.





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