Sonntag, 15. Februar 2026

Baden-WürttembergPotenziale zu Windenergie ermittelt

[26.09.2019] Nach neuen Berechnungen der Landesanstalt für Umwelt gibt es im Land Baden-Württemberg ein erheblich größeres Potenzial für die mögliche Nutzung der Windenergie als bisher angenommen.

Das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat Ende Mai dieses Jahres den neuen Windatlas für Baden-Württemberg veröffentlicht (wir berichteten). Auf der Grundlage der darin enthaltenen Daten und einem Kriterienkatalog zu Ausschluss- und Restriktionsflächen hat die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) das Potenzial für die mögliche Nutzung der Windenergie im Land neu berechnet und dabei deutlich größere Potenziale als bisher ermittelt. „Die Potenzialanalyse gibt einen strategischen Überblick über die Flächen, die über ein ausreichendes Windangebot verfügen und keinen Ausschlusskriterien unterliegen“, sagt Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen). Nach den neuen Berechnungen gäbe es im Land rund 12.000 geeignete Anlagenstandorte. Das bedeute einen möglichen Nettostromertrag von etwa 125.000 Gigawattstunden pro Jahr. Das sei erheblich mehr als bislang angenommen.
Nun gelte es, diese Flächen so weit wie möglich planerisch zu sichern und für den Ausbau der Windenergie nutzbar zu machen, erklärt Untersteller. „Mir ist klar, dass bei konkreten Planungsvorhaben in jedem Fall eine detaillierte Einzelfallprüfung erforderlich ist und wir aufgrund rechtlicher, technischer und infrastruktureller Belange nur einen Bruchteil des dargestellten Potenzials werden realisieren können. Unser Ziel aber muss es sein, auszuschöpfen was auszuschöpfen ist. Denn wir brauchen die Windkraft für den Klimaschutz und die Energiewende“, so der Minister. Die Ergebnisse der Potenzialanalyse sind im Energieatlas Baden-Württemberg der LUBW und des Umweltministeriums eingestellt. Dort sind auch die Daten für die einzelnen Regionen, die Stadt- und Landkreise sowie die Gemeinden dargestellt.





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