Klimawandel-UmfrageKommunen im Ländle sehen Schäden
Die Kommunen in Baden-Württemberg beschäftigen sich aktiv mit den Auswirkungen des Klimawandels. Dies zeigt eine Umfrage der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg zu den Erfahrungen und Erwartungen der Kommunen und Kreise im Land. Die Rückmeldungen zeigen deutlich, dass sowohl kleine als auch große Kommunen nicht nur den Klimaschutz auf ihrer Agenda haben, sondern auch vielerorts bereits erste Anpassungsschritte unternommen haben. 250 Kommunen haben sich im Sommer 2019 an der Umfrage beteiligt, zu der nun der Bericht von der LUBW veröffentlich wurde.
Bereits über 95 Prozent der Kommunen stellen verschiedene Auswirkungen des Klimawandels fest und über 90 Prozent gehen künftig von weiteren Veränderungen aus. Die bisher am stärksten betroffenen Bereiche sind Wald und Forstwirtschaft, Wasserhaushalt und Landwirtschaft. Übergreifend sind Hitze und Trockenheit sowie starke und langanhaltende Niederschläge für die meisten Schäden verantwortlich. Die größten Sorgen bereiten den Kommunen die Schadensereignisse Schädlingsbefall, Sturmholz sowie überschwemmte Gebäude in Folge von Starkregen.
In fast allen Handlungsfeldern wird noch Anpassungsbedarf gesehen. Bereits 70 Prozent der Kommunen haben mit der Planung und Umsetzung erster Aktivitäten begonnen. Knapp 10 Prozent verfügen über ein umfassendes Konzept, inklusive Zustimmung des Gemeinderats und mehrerer umgesetzter Maßnahmen. Begrünung wurde als relevanteste und bereits am häufigsten umgesetzte Beispielmaßnahme genannt. Die Erkenntnisse aus der Umfrage fließen in die Aktivitäten des Landes im Bereich Klimawandel und Anpassung ein. Sie unterstützen unter anderem die Weiterentwicklung des Förderprogramms Klimopass sowie die Fortschreibung der Anpassungsstrategie (wir berichteten).
https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de
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