Mittwoch, 2. September 2026

EU-Projekt ODEONNachhaltige Energiesysteme im Fokus

[05.02.2024] Das Horizon Europe Projekt ODEON zur Gestaltung der digitalen Energiewende ist jetzt gestartet. Als Projektpartner trägt Fraunhofer FOKUS zum Aufbau eines Marktplatzes für Energiedaten auf Basis der Daten-Management-Software piveau bei.

In der vergangenen Woche ist das Horizon Europe-Projekt ODEON gestartet, in dem 34 Organisationen aus ganz Europa gemeinsam an der Entwicklung eines Ökosystems für die digitale Energiewende arbeiten. Wie das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS mitteilt, ist das Hauptziel des Projekts, einen fairen und sicheren Datenaustausch entlang der gesamten Energiewertschöpfungskette zu ermöglichen. Daraus sollen datenbasierte intelligente Energiedienstleistungen entstehen, die flexibel abrufbar sind.
Unter der Leitung des spanischen Unternehmens ETRA entstehe im Rahmen des Projekts ODEON eine Cloud-to-Edge-Plattform für Daten und intelligente Dienste sowie zugehörige Energiedatenräume. Die Projektpartner entwickelten Lösungen für das Management, die Bereitstellung, Aufbereitung und den sicheren Austausch von Energiedaten. Die Schaffung dezentraler und interoperabler Daten-Sandboxes ziele darauf ab, einen vertrauenswürdigen Datenaustausch zu ermöglichen, bei dem die Akteure die Kontrolle über ihre eigenen Daten behalten. Die ODEON-Technologien sollen Barrieren und Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Vertraulichkeit, Cyber-Sicherheit und Datensilos überwinden.

Twin Transition

Das Projekt reagiere auf das Zusammenspiel von Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die als Twin Transition bekannt ist. Die Europäische Union strebe danach, beide Transformationen voranzutreiben und Synergien zwischen ihnen zu schaffen. Dabei erfordere die Diversifizierung und Dezentralisierung von Energiequellen neue digitale Technologien und Komponenten, die durch ODEON entwickelt werden. Die Demokratisierung des Energiemarkts führe zu neuen Herausforderungen in Bezug auf Steuerbarkeit und Betriebskomplexität, insbesondere an den Rändern des Energiesystems.
ODEON lege besonderen Wert auf einen stabilen Netzbetrieb, effizientes Energie-Management und intelligente Services für die Verwaltung von Netzanlagen. Zusätzlich würden datenbasierte Dienste für Endverbraucher integriert, wie personalisierte Energieanalysen und Services zur Reduzierung des Energieverbrauchs im Smart Home oder zur Optimierung des bidirektionalen Ladens von Elektrofahrzeugen.
Ein zentraler Baustein des Projekts sei der Marktplatz für Energiedaten, der Anbieter und nachfragende Akteure miteinander verbindet. ODEON stelle technologische Mechanismen bereit, um passende Angebote zu finden, Verträge elektronisch abzuschließen und Daten auszutauschen. Der Geschäftsbereich Digital Public Services (DPS) von Fraunhofer FOKUS übernehme die Entwicklung des Marktplatzes auf Basis von piveau, einer Software für Daten-Management.
Die ODEON-Technologien werden in fünf Demonstratoren in Griechenland, Spanien, Frankreich, Dänemark und Irland unter realen Bedingungen überprüft und validiert. Diese Demonstratoren integrierten alle Schlüsselakteure der Energiewertschöpfungskette und verschiedene Anlagen in unterschiedlichen Marktumgebungen, um die Praxistauglichkeit der ODEON-Lösungen zu gewährleisten.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik
Illustration eines Laptops, aus dessen Bildschirm eine Rechnung in Papierform ausgegeben wird. Die Darstellung symbolisiert den digitalen Rechnungsversand.

E-Rechnung: Versandpflicht wird ausgeweitet

[26.08.2026] Für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Umsatz verschärfen sich zum Jahreswechsel die Vorgaben für elektronische Rechnungen. Ab Januar 2027 müssen sie E-Rechnungen nach der europäischen Norm EN 16931 versenden. Ein Jahr später gilt die Vorgabe für alle Unternehmen. mehr...

bericht

KRITIS-Schutz: Resilienz ist Pflicht

[18.08.2026] Mit dem KRITIS-Dachgesetz sind Städte und Gemeinden unter Zugzwang: Bis Mai 2027 müssen Schutzkonzepte stehen. Doch zwischen gesetzlicher Pflicht und gelebter Resilienz klafft häufig noch eine gefährliche Lücke. mehr...

Maingau: Portfoliomanagement in der Cloud

[14.08.2026] Maingau hat sein Portfolio-Management auf eine Cloud-Lösung von Kisters umgestellt. Damit will der Energieversorger Handelsprozesse stärker automatisieren und weitere Funktionen in die Systemlandschaft integrieren. mehr...

bericht

Kundenservice: Vom Antrag zur Lösung

[13.08.2026] Stadtwerke können ihre Kundenservices mit durchgängigen End-to-End-Prozessen effizienter gestalten. Standardisierte Abläufe, intelligentes Routing und KI sollen Bearbeitungszeiten verkürzen und Mitarbeitende entlasten – entscheidend bleibt dabei die Verbindung von Technik, Daten und Menschen. mehr...

kraftwerk Software Gruppe: Joules erhält KI-Funktionen

[13.08.2026] Die kraftwerk Software Gruppe hat die Software Joules erweitert. Das aktuelle Release bringt KI-gestützte Funktionen für verschiedene Arbeitsabläufe sowie ein neu aufgebautes Kunden-, Lead- und Servicemanagement. mehr...

bericht

IT-Infrastruktur: Vollumfassende Integration

[11.08.2026] Neue digitale Angebote und gesetzliche Anforderungen überfordern die IT-Landschaften der Stadtwerke zunehmend. Insbesondere bei systemübergreifenden Prozessen reichen punktuelle Integrationen nicht mehr aus. Gefragt sind vielmehr durchgängige Prozessketten, die verteilte Anwendungen zuverlässig verbinden. mehr...

cortility: EDM-Kooperation mit endica

[11.08.2026] Das Unternehmen cortility überträgt die bislang von endica eingesetzten Lösungen für das Energiedatenmanagement auf SAP S/4HANA Utilities. Damit soll das Energiedatenmanagement für Strom und Gas auch in der neuen Systemlandschaft von endica verfügbar sein. mehr...

Kraftwerk Software Gruppe: Neue KI-gestützte Wissensplattform vorgestellt

[24.07.2026] Die Kraftwerk Software Gruppe hat mit der Lösung kraftwerk.Knowledge eine KI-gestützte Wissensplattform für Versorgungsunternehmen vorgestellt. Sie soll Stadtwerke bei der Dokumentation, der Einhaltung regulatorischer Vorgaben und der schnellen Suche nach Fachinformationen unterstützen. mehr...

Civitas Connect: Offene digitale Basisinfrastrukturen

[20.07.2026] Ein offener Brief fordert, bestehende offene Daten- und Integrationsplattformen stärker in die föderalen Digitalstrukturen einzubinden. Laut Initiator Civitas Connect richtet sich die Initiative an Bund, Länder und weitere zuständige Gremien. Kommunen, öffentliche Unternehmen und andere Organisationen können sich der Erklärung bis Ende September anschließen. mehr...

cortility: SAP-Umstellung bleibt eine Herausforderung

[17.07.2026] Mit dem Ende des Supports für SAP R/3 Ende 2027 wächst der Zeitdruck für Energieversorger. Nach Einschätzung des IT-Dienstleisters cortility werden jedoch zahlreiche Unternehmen den Termin nicht einhalten können. mehr...

enercity: Test für KI-Energie-Assistenten

[16.07.2026] enercity hat die Testphase eines KI-Energie-Assistenten gestartet, der Kundinnen und Kunden die Verwaltung ihres Energievertrags direkt über ChatGPT ermöglichen soll. Nach Angaben des Unternehmens können unter anderem Vertragsdaten eingesehen, Rechnungen abgefragt und Zählerstände übermittelt werden. mehr...

Stadtwerke Baden-Baden: Neue GIS-Plattform für alle Versorgungssparten

[10.07.2026] Die Stadtwerke Baden-Baden stellen ihre Geoinformations- und Netzsysteme schrittweise auf eine neue webbasierte Plattform um. Nach Angaben von VertiGIS soll damit eine integrierte Arbeitsumgebung für die Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme entstehen. mehr...

bericht

Mahnwesen: Lücke im SAP-System

[09.07.2026] Stadtwerke, die SAP im Mahnwesen einsetzen, müssen Mahngebühren manuell verbuchen. Das kostet wertvolle Arbeitszeit und birgt die Gefahr von Fehlbuchungen und Compliance-Risiken. Eine SAP-basierte Erweiterung automatisiert den Prozess und beseitigt diese Schwachstelle. mehr...

cortility: Einfacher Lieferantenwechsel

[08.07.2026] Der IT-Dienstleister cortility hat eine Software vorgestellt, die Energieversorger beim seit 2025 geltenden 24-Stunden-Lieferantenwechsel unterstützen soll. mehr...

dena: Data Spaces für die Energiewende

[02.07.2026] Rund 50 Akteure aus der Energie- und Digitalwirtschaft sprechen sich für den Aufbau von Data Spaces aus. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (dena) sollen standardisierte Datenräume den sicheren Datenaustausch erleichtern, die Energiewende unterstützen und die digitale Souveränität in Deutschland und Europa stärken. mehr...