Kreis SoestKlimaschutzkonzept 2.0 verabschiedet

Das Klimaschutzkonzept 2.0 des Landkreises Soest ist fertig.
(Bildquelle: Birgit Kalle/Kreis Soest)
Der nordrhein-westfälische Kreis Soest will bis zum Jahr 2024 Klimaneutralität erreichen. Was hierfür zu tun ist, beschreibt das 198 Seiten starke Klimaschutzkonzept 2.0, das der Kreistag jetzt verabschiedet hat. Um die bilanzielle Treibhausgasneutralität zu erreichen, muss die Pro-Kopf-Emission gegenüber dem Ist-Zustand allerdings um rund 94 Prozent sinken. Das Gutachterbüro energielenker, das mit der Konzepterstellung beauftragt war, hält das ambitionierte Ziel jedoch für erreichbar: Das Potenzial, erneuerbare Energien zu nutzen, sei im Kreisgebiet hoch und noch längst nicht ausgeschöpft. Außerdem könnten noch unzählige Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt werden.
Eine konkrete Maßnahme ist nach Angaben der Kreisverwaltung die Weiterentwicklung des sehr erfolgreichen Projektes „Sanieren mit Zukunft im Kreis Soest“. Bürgerinnen und Bürger können sich dabei von einem neutralen Netzwerk aus Energieberatern, Planern, Architekten, Handwerkern, Sachverständigen, Gutachtern sowie Verbänden und Institutionen bei der energetischen Sanierung kompetente Hilfe holen.
Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen sollen weiterhin von der Beratung profitieren: So ist geplant, das Beratungsangebot auf die Förderung nachhaltiger Unternehmen auszuweiten. Fördermittelberatung und weitere Runden des Projektes ÖKOPROFIT sind zwei von mehreren Bausteinen, die helfen sollen, das Klima zu schützen und gleichzeitig Kosten zu senken.
Neben dem regelmäßigen Austausch der zuständigen Planungsämter im Kreis Soest und der Fortführung des bestehenden Arbeitskreises Klimamanagement sind energetische Quartierskonzepte, die Fortführung der Wasserstoffstrategie des Kreises Soest und die Wiedervernässung von Mooren und Aufforstungen Maßnahmen, die die Autoren des Klimaschutzkonzeptes benennen.
Der Konzern Kreis Soest will mit gutem Beispiel vorangehen, das hat der Kreistag bereits im Sommer 2020 beschlossen. Bis spätestens 2030 sollen die Bestandsgebäude und Neubauten des Kreises klimaneutral betrieben werden. Energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien wurden als Schlüssel zur Emissionsminderung identifiziert. Nächster Schritt hierfür ist eine Energieberatung, die der Kreis für jede Immobilie plant.
Klimaschutzmanager Frank Hockelmann: „Wir als Kreis Soest wollen unsere Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz weiter wahrnehmen. Neben den Stellschrauben, die wir an den kreiseigenen Gebäuden drehen können, werden wir weiter informieren, sensibilisieren und motivieren. Denn das große Ziel, im Jahr 2045 klimaneutral zu sein, können wir nur erreichen, wenn jeder einzelne mitmacht.“
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