NürnbergTreibhausgasbilanz vorgestellt
In Nürnberg hat die Referentin für Umwelt und Gesundheit, Britta Walthelm (Bündnis 90/Die Grünen), im Umweltausschuss die Treibhausgasbilanz der Stadtverwaltung für das Jahr 2022 vorgestellt. Wie die Stadt Nürnberg mitteilt, hat sich die Menge der ausgestoßenen Treibhausgase bezogen auf die Werte von 2019 kaum verändert. Im Jahr 2022 habe die Stadtverwaltung insgesamt etwa 62 300 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) verursacht, im Jahr 2019 seien es etwa 62 100 Tonnen CO2 gewesen. Den größten Anteil hätten die Treibhausgasemissionen durch den Strom- und Wärmeverbrauch sowie den Kraftstoffverbrauch im städtischen Fuhrpark ausgemacht. Während die CO2-Emissionen 2022 beim Strom- und Wärmeverbrauch gegenüber 2019 jeweils um etwa ein Prozent zugenommen hätten, seien die Emissionen für den städtischen Fuhrpark um etwa vier Prozent zurückgegangen. Besonders deutlich sei der Rückgang der CO2-Emissionen bei den Dienstreisen der Beschäftigten der Stadtverwaltung gewesen. Im Vergleich zu 2019 hätten hier insgesamt über 80 Tonnen CO2 eingespart werden können. Erstmals sei für das Jahr 2022 auch berechnet worden, wie viel CO2 durch den Einkauf von IT-Ausstattung wie Laptops und Monitoren entsteht. Es waren 900 Tonnen CO2.
Zu den Ergebnissen der neuen Treibhausgasbilanzierung bemerkte Britta Walthelm: „Der Stadtrat hat in den vergangenen Jahren mehrere wichtige Beschlüsse für eine klimaneutrale Stadtverwaltung gefasst. Die beschlossenen Maßnahmen, beispielsweise für einen klimafreundlichen Gebäudebestand oder den Ausbau der Photovoltaik auf stadteigenen Dächern, werden sich allerdings erst allmählich in der Treibhausgasbilanz der Stadtverwaltung positiv widerspiegeln. Im Bereich Mobilität sehen wir hingegen schon erste Erfolge. Die aktuelle Bilanz zeigt uns nochmals deutlich auf, dass der Weg zur klimaneutralen Stadtverwaltung noch weit ist und wir unsere Anstrengungen unbedingt weiter verstärken müssen.“
Eigenen Auskünften zufolge wird die Stadt zukünftig alle zwei Jahre eine neue Treibhausgasbilanzierung der Stadtverwaltung vorlegen und damit aufzeigen, ob man auf dem richtigen Pfad zur Klimaneutralität ist. Außerdem identifiziere die Stadt laufend weitere Klimaschutzpotenziale. Neben den städtischen Gebäuden sollen beispielsweise auch beim eigenen Fuhrpark sowie beim Einkauf von Waren und Dienstleistungen die Weichen noch stärker auf Klimaschutz gestellt werden. Auch die städtischen Eigenbetriebe, wie zum Beispiel der Tiergarten oder die Stadtentwässerung, arbeiteten derzeit an eigenen Maßnahmen für einen möglichst klimafreundlichen Betrieb.
BDEW/VKU: Stellungnahme zum Brandanschlag
[02.09.2026] Nach dem Angriff auf ein Umspannwerk in Turnow-Preilack haben sich BDEW und VKU zum Schutz Kritischer Energie-Infrastruktur geäußert. Beide Verbände fordern Konsequenzen, unterscheiden sich aber in der Frage, welche Rolle Staat und Betreiber beim Schutz der Stromnetze übernehmen sollen. mehr...
Bundesregierung: Eckpunkte für ein Wärmenetzpaket beschlossen
[28.08.2026] Die Bundesregierung hat Eckpunkte für ein neues Wärmenetzpaket beschlossen. Der geplante Rechtsrahmen soll Investitionen erleichtern und zugleich Preise sowie Verbraucherrechte neu regeln. mehr...
RWE/Amprion: Stromanbieter kritisieren geplante Übernahme
[19.08.2026] Die geplante Übernahme von Amprion durch RWE stößt bei vier Ökostromanbietern auf Kritik. Sie fordern von der Bundesnetzagentur eine neue Prüfung, weil sie Risiken für Wettbewerb, Netzunabhängigkeit und den Zugang zu Flexibilitätsmärkten sehen. mehr...
Windenergie-auf-See-Gesetz: VKU fordert Ausbau mit Augenmaß
[19.08.2026] Der VKU fordert für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie mehr Wettbewerb und eine stärkere Orientierung am tatsächlichen Stromertrag. Zur Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes schlägt der Verband unter anderem ein niedrigeres Ausbauziel und kleinere Ausschreibungsflächen vor. mehr...
Interview: Schocks absorbieren
[10.08.2026] Die Energiebranche fordert klare Regeln für den Schutz Kritischer Infrastrukturen. stadt+werk sprach mit Kerstin Andreae, BDEW, und Ingbert Liebing, VKU, über die Bedrohungslage und mögliche Wege zu höherer Sicherheit. mehr...
Verband Region Stuttgart: Ausbau der Stromnetze beschleunigen
[06.08.2026] Der Verband Region Stuttgart und zahlreiche Partner wollen den Ausbau der Stromnetze in der Region beschleunigen. Eine gemeinsame Absichtserklärung soll Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen und die Zusammenarbeit von Kommunen, Netzbetreibern und Stadtwerken stärken. mehr...
Bundesregierung: StromVKG verabschiedet
[04.08.2026] Das neue Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz schafft den Rahmen für zusätzliche flexible Stromkapazitäten. Es soll die Versorgung auch bei wachsendem Anteil erneuerbarer Energien und dem Kohleausstieg absichern. mehr...
EEG-Novelle/Netzanschlusspaket: Stellungnahmen zu Reformschritten
[29.07.2026] Das Bundeskabinett hat heute die Entwürfe für die EEG-Novelle und das Netzanschlusspaket beschlossen. Energieverbände begrüßen den Reformkurs, verlangen im parlamentarischen Verfahren aber an zentralen Punkten Änderungen. mehr...
Thüringen: Energie-Anlagen schneller genehmigen
[28.07.2026] Thüringen will Genehmigungsverfahren für Industrie- und Energie-Anlagen weiter beschleunigen. Neue Vorgaben und organisatorische Maßnahmen sollen Investitionen sowie den Ausbau der Energie-Infrastruktur erleichtern, ohne den Umweltschutz zu schwächen. mehr...
Politik: Stellungnahmen zur EEG-Novelle und zum Netzanschlusspaket
[24.07.2026] Die Referentenentwürfe zur EEG-Novelle und zum Netzanschlusspaket stoßen bei Ländern und Verbänden auf ein geteiltes Echo. Während einige Akteure Nachbesserungen verlangen, sehen andere wichtige Fortschritte – fordern aber mehr Zeit und einen strukturierten Dialog vor dem Kabinettsbeschluss. mehr...
Sokratherm: Politische Entscheidungen verbessern Bedingungen für KWK
[22.07.2026] Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz und ein EuGH-Urteil stärken die Rahmenbedingungen für Kraft-Wärme-Kopplung. Beide Entscheidungen könnten den Einsatz von Blockheizkraftwerken erleichtern und die anstehende Reform des KWK-Gesetzes beeinflussen. mehr...
EEG-Novelle: Kritik aus der Biogasbranche
[22.07.2026] Ein Netzwerk der Biogasbranche kritisiert den Entwurf zur EEG-Novelle als existenzielle Bedrohung für bestehende Biogasanlagen. Nach Ansicht der Flexperten gefährden die geplanten Ausschreibungsregeln Versorgungssicherheit, Wärmewende und ländliche Wertschöpfung – und fordern deutliche Nachbesserungen. mehr...
Energiewende: Hybridlösungen statt neuer Lock-ins
[14.07.2026] Die Kraftwerksstrategie des Bundes setzt auf zentrale Großprojekte – doch die kommen zu spät und schaffen neue Abhängigkeiten. Kommunale Hybridlösungen aus KWK, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Speichern bieten einen schnelleren, resilienteren Weg. mehr...
Naturstrom: Weniger Negativpreise
[07.07.2026] An der Strombörse gab es im ersten Halbjahr 2026 deutlich weniger Stunden mit negativen Preisen als im Vorjahr. Eine Analyse zeigt, warum die Preise trotz der globalen Energiekrise insgesamt stabil blieben und welche Rolle erneuerbare Energien und Flexibilität dabei spielen. mehr...
TenneT: Bund steigt ein
[06.07.2026] Der Bund hat seine Beteiligung am Stromübertragungsnetzbetreiber TenneT Germany abgeschlossen. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hält der Staat nun 25,1 Prozent der Anteile. Nach Angaben der Bundesregierung soll damit der Ausbau des Stromübertragungsnetzes unterstützt werden. mehr...












