Freitag, 18. September 2026

EnergiebeschaffungFlexibilität sichern und Risiken minimieren

[12.03.2025] Stadtwerke stehen vor der Herausforderung, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Flexibilität in Einklang zu bringen. Bei der Energiebeschaffung bietet die Vollversorgung hierfür eine Lösung. Welche Vorteile bietet das Konzept?
Das Bild zeigt die oberirdischen Anlagen des Gasspeichers Etzel.

Gasspeicher Etzel: Durch Vollversorgung den Energiebedarf flexibel sichern.

(Bildquelle: Uniper SE)

Die Turbulenzen auf dem Erdgasmarkt im Jahr 2022 haben gezeigt, wie riskant eine unflexible Beschaffungsstrategie für Stadtwerke sein kann. Ob ein Winter mild oder kalt ausfällt, hat direkte finanzielle Auswirkungen: Entweder müssen kurzfristig teure Mengen nachgekauft oder mit Verlust weiterverkauft werden. Es stellt sich daher die Frage, wie Stadtwerke ihre Beschaffungsstrategie anpassen können, um Risiken zu minimieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Moderne Vollversorgung als Lösung

Eine innovative Lösung bietet die Vollversorgung, wie sie Energiehandelsunternehmen wie Uniper anbieten. Dieses Konzept hilft Stadtwerken, ihre Beschaffungsrisiken in einem volatilen Markt zu reduzieren. Die Liefermenge wird dynamisch an die tatsächlichen Temperaturen angepasst. Ein Toleranzband ermöglicht es, Abweichungen zwischen prognostiziertem und tatsächlichem Verbrauch abzubilden und fair abzurechnen. So können Stadtwerke ihren prognostizierten Jahresbedarf frühzeitig absichern und dennoch flexibel auf Marktveränderungen reagieren. Zudem können sie den Zeitpunkt der Preisfixierung selbst bestimmen, um eine optimale Kostenkontrolle zu erreichen.

Mehr Sicherheit, weniger Aufwand

Die Vollversorgung bietet laut Uniper eine Reihe von Vorteilen. Durch die Berücksichtigung von Temperatur- und Verbrauchsschwankungen kann der Energiebedarf flexibel gedeckt werden, wodurch Risiken minimiert werden. Stadtwerke profitieren zudem von einer Übernahme der Bilanzkreisführung durch den Lieferanten und müssen kein eigenes Bilanzkreismanagement betreiben. Dies reduziert den Personalaufwand erheblich, da weder ein eigenes Portfoliomanagement noch eine Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft erforderlich ist. 

Digitale Kundenportale sorgen für Transparenz und Kontrolle, indem sie jederzeit einen Überblick über Mengen und Vertragskonditionen bieten. Gleichzeitig erlaubt die Flexibilität der Bestellmengen eine Anpassung an Marktveränderungen oder Kundenverluste. Ergänzend dazu erhalten Stadtwerke durch persönliche Beratung eine individuelle Unterstützung bei der Optimierung der Beschaffungsstrategie.

Wirtschaftliche Flexibilität

Die moderne Vollversorgung bietet Stadtwerken die Möglichkeit, den Spagat zwischen Versorgungssicherheit und wirtschaftlicher Flexibilität zu meistern. Frühzeitige Bedarfssicherung, kalkulierbare Preise und die Möglichkeit, auf Nachfrageänderungen zu reagieren, minimieren das Beschaffungsrisiko. Angesichts der Unsicherheiten auf den Energiemärkten kann es für Stadtwerke sinnvoll sein, ihre Strategie zu überdenken und neue Beschaffungsmodelle in Betracht zu ziehen.





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