BurbachAuszeichnung als Energie-Kommune des Monats

Das Rathaus der Gemeinde Burbach wurde energetisch saniert.
(Bildquelle: Gemeinde Burbach)
Die Gemeinde Burbach im Kreis Siegen-Wittgenstein erhält im Mai die Auszeichnung als Energie-Kommune des Monats von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Wie die AEE mitteilt, wird damit ein langjähriges, konsequentes Engagement für den Klimaschutz gewürdigt, das sich durch praktische Maßnahmen ebenso auszeichnet wie durch strategische Planung und bürgerschaftliche Beteiligung.
Bereits seit über 15 Jahren verfolgt Burbach ein eigenes Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept. Die Gemeindeverwaltung bringt dieses nicht nur auf den Weg, sondern setzt es auch sichtbar um – etwa durch die energetische Sanierung des Rathauses und angrenzender Wohnquartiere. Parallel dazu unterstützt die Kommune ihre Bürgerinnen und Bürger durch Beratungsangebote und Formate wie das Klimaforum Burbach oder das Unternehmernetzwerk für Ressourceneffizienz (BUfRE).
Einen besonderen Stellenwert nimmt der Verkehr ein: 96 Prozent der Haushalte in Burbach verfügen über mindestens ein Auto, was die Gemeinde vor Herausforderungen stellt. Als Reaktion darauf wurde ein Mobilitätsmanager eingesetzt, zudem ist Burbach Teil des Zukunftsnetz Mobilität NRW. Die Maßnahmen reichen von Fahrdiensten und Carsharing-Modellen über eine dichtere Taktung im ÖPNV bis hin zu geplanten Verbesserungen in der Fahrradinfrastruktur.
Auch in der Wärmewende setzt die Kommune auf Wandel: Zwar nutzt rund die Hälfte der Haushalte nach wie vor Holz als Brennstoff, zunehmend aber in emissionsärmeren Anlagen mit Filtern. Solarthermie und Wärmepumpen gewinnen an Bedeutung – nicht zuletzt durch kommunale Förderprogramme für Photovoltaik und Batteriespeicher. Die Potenziale von Wind- und Sonnenenergie werden in Burbach unter Berücksichtigung ökologischer Kriterien erschlossen. Die Windkraftnutzung erfolgt dabei mit Rücksicht auf Natur- und Vogelschutzgebiete, was ein ausgewogenes Vorgehen erlaubt.
„In Burbach zeigt sich, wie politischer Wille und Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung Synergien bilden können“, erklärt AEE-Geschäftsführer Robert Brandt. Die Gemeinde liefere den Beweis, dass Energiewende, Naturschutz und private Interessen sich nicht ausschließen müssen.
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