Stadtwerke AwardSechs Projekte nominiert

Die Preisträger des Stadtwerke Awards werden im August bekannt gegeben.
(Bildquelle: Trianel/VKU)
Die Organisatoren des Stadtwerke Awards, darunter der Stadtwerke-Verbund Trianel und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), haben am 1. Juli 2025 die sechs Finalisten bekannt gegeben. Noch nie zuvor gab es so viele Einreichungen für den Preis, der seit 2009 jährlich vergeben wird, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Veranstalter sehen darin ein Zeichen für die hohe Innovationsbereitschaft kommunaler Versorger.
Brancheninitiative GenAI Factory Netzbetreiber
Nominiert ist unter anderem die Brancheninitiative GenAI Factory Netzbetreiber, ein gemeinsames Projekt von neun Unternehmen, darunter SWKiel Netz, RheinNetze, Netze Duisburg und Energieversorgung Halle Netz. Ziel ist es, generative Künstliche Intelligenz (KI) im Netzbetrieb zu erproben – etwa für Stromlastprognosen, automatisierte Kundenanfragen oder die digitale Netzdokumentation. Die Unternehmen wollen Standards entwickeln, damit Stadtwerke KI-Anwendungen gemeinsam und effizient einsetzen können.
Ein weiteres Finalprojekt kommt von den Stadtwerken Essen. Mit ihrer Plattform KUBIKS sollen Eigentümerinnen und Verwalter von Mehrparteienhäusern bei der Abrechnung von Energie- und Betriebskosten unterstützt werden. Die Lösung integriert Zählerdaten, Heiztechnik, Photovoltaik, Lade-Infrastruktur und Submetering. Ziel ist eine einheitliche und digitale Abwicklung. Die Stadtwerke München setzen auf digitale Beratung. Ihre Plattform „Informations- & Vertriebsplattform Wärmewende“ bietet Haushalten Unterstützung bei der Umstellung auf klimafreundliche Wärme. Sie verknüpft digitale Gebäudedaten mit einem Produktberater, der passende Lösungen vorschlägt – von Fernwärme über Wärmepumpe bis zur Energieberatung.
Projekt Hyoneer von Wien Energie
Aus Österreich ist die Wien Energie nominiert. Das Projekt Hyoneer soll die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette digital abbilden. Die Plattform erfasst und analysiert Produktions- und Verbrauchsdaten und bereitet sie für Zertifikate und Managementprozesse auf. Ziel ist ein rechtskonformer und übertragbarer Standard für die Branche. Die Wuppertaler Stadtwerke sind mit ihrem Konzept Tal.Quartier vertreten. Es bündelt Photovoltaik, E-Mobilität und Wärmeversorgung in einem digitalen Gesamtsystem für Quartiere. Über eine App erhalten Nutzende Einblick in Verbrauch, Erzeugung und Kosten. Die Lösung soll Mieterstrom und Lade-Infrastruktur verbinden. Einen landwirtschaftlichen Ansatz verfolgt das Projekt „Agroforst für die Wärmewende“ der Wurzener Land-Werke. Gemeinsam mit der Agrargenossenschaft Böhlitz wird auf Ackerfläche ein Agroforstsystem angelegt. Die wachsende Biomasse soll künftig Nahwärmenetze versorgen. Die Initiatoren betonen den Mehrwert für Artenvielfalt, Bodenschutz und lokale Energieversorgung.
Die Preisträger werden im August 2025 bekannt gegeben. Die Auswahl erfolgt zu zwei Dritteln durch eine Fachjury, ein Drittel über ein Leservoting der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK).
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