Donnerstag, 26. Februar 2026

WürzburgEnergetische Sanierung öffentlicher Gebäude

[21.08.2025] Die Stadt Würzburg lässt ihre öffentlichen Gebäude systematisch energetisch sanieren. Der Fahrplan soll bis 2028 eine klimaneutrale Verwaltung ermöglichen und langfristig Energie- wie auch Kostenersparnisse sichern.

Die Stadt Würzburg lässt ihre öffentlichen Gebäude systematisch energetisch sanieren.

(Bildquelle: Stadt Würzburg)

In Würzburg startet die energetische Optimierung der kommunalen Liegenschaften. Wie das die Sanierung begleitende Beratungsunternehmen Drees & Sommer mitteilt, ist es das Ziel, die Stadtverwaltung bis 2028 klimaneutral aufzustellen und bis 2040 Klimaneutralität für die gesamte Stadt zu erreichen. Für die ersten 20 Gebäude hat das Unternehmen einen detaillierten Sanierungsfahrplan erstellt. Eine zentrale Rolle spielt die Sanierung des öffentlichen Gebäudebestands, den die Stadtverwaltung als Vorbild für Wirtschaft und Gesellschaft verstanden wissen will.

Die Analyse betrifft vor allem Bauten aus den 1960er- und 1970er-Jahren, die heute als besonders energieintensiv gelten. Der Plan umfasst rund 200 Maßnahmen, darunter den Einbau von Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern sowie Verbesserungen bei Dämmung, Dach- und Fassadenbegrünungen. Jede Maßnahme wurde nach Energie- und CO2-Einsparpotenzial, Investitionskosten und Amortisationszeit bewertet.

Die Investitionssumme für die untersuchten Gebäude liegt bei rund 33 Millionen Euro. Demgegenüber stehen mögliche Einsparungen von jährlich etwa einer Million Euro bei den Betriebskosten sowie eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um rund 900 Tonnen pro Jahr. Damit könnte sich die Investition in rund drei Jahrzehnten rechnen. Oberbürgermeister Martin Heilig (Bündnis 90/Die Grünen) betont, dass die Stadt ohne Sanierung weiter steigenden Energiekosten ausgesetzt wäre und verweist auf die Vorbildfunktion öffentlicher Gebäude für die Stadtgesellschaft.

Um eine wirtschaftlich sinnvolle Umsetzung sicherzustellen, enthält der Plan einen kapazitätsoptimierten Zeitrahmen, der finanzielle und personelle Ressourcen ebenso berücksichtigt wie die technische Lebensdauer von Gebäudekomponenten. Zudem weist er sogenannte Quick-Wins aus, mit denen kurzfristig Energie eingespart werden kann. Ergänzend sollen Förderprogramme und steuerliche Anreize helfen, die Anfangsinvestitionen abzufedern.

Die Stadtverwaltung versteht das Projekt als Baustein eines umfassenden Klimaschutzkonzepts. Laut Oberbürgermeister Heilig ist es notwendig, dass Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft gemeinsam an einer klimaneutralen Zukunft arbeiten. Der Würzburger Sanierungsfahrplan könne daher auch anderen Kommunen als Orientierung dienen.





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