Eckernförder BuchtLBEG weist Erlaubnisfeld für Tiefengeothermie aus

Das Erlaubnisfeld Schwansen umfasst eine Fläche von knapp 66 Quadratkilometern und erstreckt sich von der Gemeinde Loose im Südwesten entlang der Eckernförder Bucht bis in die Nähe von Damp im Nordosten.
(Bildquelle: Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie)
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat ein neues Erlaubnisfeld zur Aufsuchung von Erdwärme an der Eckernförder Bucht vergeben. Wie das LBEG mitteilt, hat das Unternehmen Moin Moin! Innovativcluster Erdwärme mit Sitz in Osdorf bei Eckernförde zum 1. Januar 2026 die bergrechtliche Erlaubnis für das Feld Schwansen erhalten.
Das Erlaubnisfeld umfasst eine Fläche von knapp 66 Quadratkilometern und erstreckt sich von der Gemeinde Loose im Südwesten entlang der Eckernförder Bucht bis in die Nähe von Damp im Nordosten. Die Erlaubnis ist auf drei Jahre befristet und gilt bis zum 31. Dezember 2028. Sie verleiht dem Unternehmen das ausschließliche Recht, in diesem Gebiet Erdwärme aus Tiefen von mehr als 400 Metern aufzusuchen.
Dem Bescheid war ein Antragsverfahren vorausgegangen, das Moin Moin! Innovativcluster Erdwärme beim LBEG als zuständiger Bergbehörde eingeleitet hatte. Nach Angaben des Landesamts wurde der von der Fläche betroffene Kreis Rendsburg-Eckernförde im Rahmen des Verfahrens zur Stellungnahme aufgefordert. Mit der nun erteilten Erlaubnis sind jedoch noch keine konkreten Aufsuchungsarbeiten verbunden. Tatsächliche Maßnahmen dürfen erst nach der Zulassung bergrechtlicher Betriebspläne erfolgen, für die unter anderem ein gesondertes Beteiligungsverfahren vorgesehen ist.
Das Unternehmen sieht nach eigenen Angaben in dem Gebiet Potenzial für tiefengeothermische Projekte zur kommerziellen Wärmegewinnung. Erdwärme aus Tiefen von mehr als 400 Metern gilt rechtlich als bergfreier Bodenschatz und unterliegt dem Bundesbergrecht. Davon unberührt bleibt die oberflächennahe Geothermie bis zu einer Tiefe von 400 Metern.
Wie das LBEG weiter ausführt, handelt es sich bei einer bergrechtlichen Erlaubnis um das grundlegende Recht zur Aufsuchung eines bestimmten Rohstoffs in einem festgelegten Gebiet, ohne dass damit bereits technische Eingriffe zulässig sind. Ziel der Aufsuchung ist es, geeignete geologische Schichten für eine spätere Nutzung der Tiefengeothermie zu identifizieren. Das LBEG ist als Bergbehörde unter anderem für Schleswig-Holstein zuständig und hat in seinem gesamten Aufsichtsbezirk zum Jahresbeginn insgesamt 54 Erlaubnisse zur Aufsuchung von Erdwärme erteilt.
Fraunhofer IEG: Forschungsvorhaben zu Grubenwasser
[06.10.2026] Das Fraunhofer IEG und die Technische Hochschule Georg Agricola wollen die Nutzung von Grubenwasser für die Wärmeversorgung gemeinsam vorantreiben. Im Fokus stehen ehemalige Bergbauregionen, in denen bestehende Infrastrukturen als Wärmequellen oder -speicher dienen könnten. mehr...
Geothermiekonferenz: Fortschritte bei Wärmenutzung aus der Tiefe
[24.09.2026] Auf der 21. Geothermiekonferenz in Bochum haben Fachleute, Kommunen und Energieversorger über den Stand der Geothermienutzung in Nordrhein-Westfalen und aktuelle Projekte berichtet. Im Mittelpunkt standen Erkundungen für die tiefe Geothermie, konkrete Vorhaben von Versorgern sowie die Förder- und Unterstützungsangebote des Landes. mehr...
LIAG: Geothermie könnte Olympiastadion mit Wärme versorgen
[21.09.2026] Oberflächennahe Geothermie könnte den Wärmebedarf des Berliner Olympiastadions rechnerisch vollständig decken. Modellberechnungen zeigen zudem, welches Potenzial große Sportflächen für die Wärmewende in Städten bieten können. mehr...
Stadtwerke Weimar: Aufsuchungserlaubnis für Tiefengeothermie erhalten
[14.09.2026] Die Stadtwerke Weimar dürfen das Potenzial für Tiefengeothermie im Raum Weimar untersuchen. Eine bis Juni 2031 befristete Erlaubnis umfasst ein rund 495 Quadratkilometer großes Gebiet und ist Voraussetzung für weitere Erkundungen. mehr...
Stadtwerke Bernau: Tiefengeothermieprojekt pausiert
[11.09.2026] Die Stadtwerke Bernau haben die Planungen für eine Tiefengeothermiebohrung am Schönfelder Weg vorerst gestoppt. Nach einer erneuten Prüfung sei der Bau und Betrieb der geplanten Anlage derzeit wirtschaftlich nicht darstellbar. Der kommunale Versorger will nun alternative Lösungen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung untersuchen. mehr...
Geologischer Dienst NRW: Erkundungen im nördlichen Münsterland
[03.09.2026] Im nördlichen Münsterland untersucht der Geologische Dienst NRW das Potenzial für tiefe Erdwärme. Drei Seismik-Trassen sollen Kommunen und Stadtwerken zeigen, wo sich weitere Erkundungen für die Wärmeversorgung lohnen. mehr...
Münster: Hochschulstandort baut Geothermie-Anlage weiter aus
[02.09.2026] Die FH Münster baut ihre Geothermie-Anlage am Technologie-Campus Steinfurt für 18,8 Millionen Euro aus. Künftig soll Erdwärme rund 64 Prozent des Wärmebedarfs decken und zugleich als Reallabor für effizientere Wärmepumpen dienen. mehr...
Stadtwerke Munster-Bispingen: Heißes Wasser mit bis zu 154 Grad Celsius entdeckt
[28.08.2026] Die Stadtwerke Munster-Bispingen sehen nach ersten Arbeiten am Tiefengeothermie-Projekt in Munster gute Chancen für eine wirtschaftliche Wärmenutzung. In einem ertüchtigten Bohrloch stieß die Unternehmenstochter HeideGeo auf Wasser mit Temperaturen von bis zu 154 Grad Celsius. mehr...
München: Seismik-Messungen gestartet
[26.08.2026] Im Großraum München wird der tiefe Untergrund in den kommenden Monaten großflächig untersucht. Die Daten sollen ein dreidimensionales geologisches Modell ermöglichen und die Planung weiterer Geothermieprojekte unterstützen. Die Messungen sind Teil des Forschungsprojekts GIGA-M. mehr...
Fraunhofer IEG: Forschungsprojekt zu Kalkgestein in der Rhein-Ruhr-Region
[17.08.2026] Ein Forschungsprojekt entwickelt neue Werkzeuge für die Tiefengeothermie in der Rhein-Ruhr-Region. R3Chain soll das Potenzial von Kalkgestein genauer bestimmen und Stadtwerken sowie Energieversorgern frühere Planungssicherheit geben. mehr...
Fraunhofer IEG: EU-Projekt entwickelt neue Bohrtechnik
[13.08.2026] Das EU-Projekt UPLIFT entwickelt mit der MTD-Technologie eine Bohrtechnik, die bestehende Geothermiebohrungen durch seitliche Mikro-Bohrungen erweitern soll. Das Verfahren wird in einer drei Kilometer tiefen Bohrung in Tschechien getestet und soll höhere Wärmeleistungen bei geringerem Erschließungsrisiko ermöglichen. mehr...
Hamburg: Tiefengeothermie-Projekt steht kurz vor Inbetriebnahme
[10.08.2026] Hamburgs erstes Tiefengeothermie-Projekt steht vor der Inbetriebnahme. Noch 2026 soll Erdwärme aus mehr als 1.300 Metern Tiefe in das Fernwärmenetz von Wilhelmsburg eingespeist werden. mehr...
Badenova: Vorbereitung von Tiefbohrungen
[10.08.2026] Das Geothermieprojekt Erdwärme Breisgau hat die bergrechtliche Genehmigung für die nächste Projektphase erhalten. Badenova und Herrenknecht bereiten nun die Bohrungen vor und investieren gemeinsam in die Erschließung eines Tiefengeothermie-Reservoirs. mehr...
Rheinisches Revier: Vorbereitung zu seismischen Messungen
[27.07.2026] Fraunhofer IEG bereitet seismische Messungen zur Erkundung des geothermischen Potenzials im Rheinischen Revier vor. Die Untersuchungen sollen die Datengrundlage für kommunale Wärmeplanung und künftige Geothermieprojekte verbessern. mehr...
EWP Potsdam: Bohrstart für Tiefengeothermie
[17.07.2026] Die Energie und Wasser Potsdam hat am Heizkraftwerk Süd die Bohrungen zur Erschließung von Tiefengeothermie begonnen. Mit dem Projekt soll eine weitere erneuerbare Wärmequelle für die Fernwärmeversorgung der Landeshauptstadt erschlossen werden. mehr...














