Donnerstag, 22. Januar 2026

KlimaAgentur HammAuf vier weitere Jahre

[22.01.2026] Die KlimaAgentur Hamm wird für weitere vier Jahre beauftragt und setzt ihren Beratungs- und Unterstützungsauftrag für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen fort. Neue Schwerpunkte liegen auf sozialverträglicher Energiewende, klimaneutraler Mobilität und dem Ausbau des Beratungsangebots.

Die KlimaAgentur Hamm setzt ihre Arbeit für weitere vier Jahre fort.

(Bildquelle: Stadt Hamm)

Die Stadt Hamm setzt die Arbeit der KlimaAgentur Hamm für weitere vier Jahre fort und führt damit die zentrale Anlaufstelle für klimafreundliche Sanierungen, Förderberatung und nachhaltige Mobilitätsprojekte weiter. Wie die Stadt Hamm berichtet, stellten Oberbürgermeister Marc Herter (SPD), Stadtwerke-Geschäftsführer Reinhard Bartsch sowie die Geschäftsführer der KlimaAgentur, Manfred Rauschen und Johannes Auge, die inhaltlichen Schwerpunkte der kommenden Förderperiode vor.

Nach Angaben der Stadt soll die KlimaAgentur weiterhin Privatpersonen und Unternehmen bei ökologischen Sanierungsmaßnahmen unterstützen und Orientierung im komplexen System öffentlicher Förderprogramme bieten. Oberbürgermeister Herter betonte, die Agentur bleibe ein zentraler Ansprechpartner für den klimafreundlichen Umbau der Stadt und für sinnvolle energetische Aufwertungen von Gebäuden.

Erweiterung des Profils

Inhaltlich will die KlimaAgentur ihr Profil erweitern. Geschäftsführer Johannes Auge zufolge liegt ein besonderer Fokus künftig auf einkommensschwächeren Haushalten, um diesen den Zugang zu Maßnahmen der Energiewende und zu klimaneutraler Mobilität zu erleichtern. Ziel sei es, sozialverträgliche Konzepte zu entwickeln, die eine breite Teilhabe am Klimaschutz ermöglichen. Parallel dazu soll die Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft intensiviert werden. Geplant ist unter anderem ein sogenannter Klimapakt, in dem sich beteiligte Unternehmen und Institutionen zur Klimaneutralität bekennen und sich gegenseitig bei der Umsetzung unterstützen.

Weitere Schwerpunkte betreffen den Verkehrssektor und die energetische Gebäudesanierung. Laut Stadt Hamm soll der Masterplan Mobilität in den kommenden Jahren verstärkt umgesetzt werden. Zudem wird das Beratungsbüro der KlimaAgentur zu einem „One-Stop-Shop“ weiterentwickelt. In diesem Angebot sollen Bauherren und Eigentümer umfassend zu Finanzierung, technischer Verzahnung einzelner Maßnahmen sowie zur praktischen Umsetzung energetischer Sanierungen beraten werden.

Bilanz seit 2021

Reinhard Bartsch, Geschäftsführer der Stadtwerke Hamm, hob hervor, dass die KlimaAgentur weiterhin im Stadtwerkehaus angesiedelt bleibt und dort Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft bei der Umsetzung klimapositiver Projekte unterstützt. Die bisherige Bilanz weist laut Pressemitteilung seit 2021 mehr als 700 individuelle Beratungen aus. Darüber hinaus war die KlimaAgentur mit eigenen Informationsständen und Beratungsangeboten auf Messen und Veranstaltungen in Hamm vertreten.

Geschäftsführer Manfred Rauschen erklärte, die Agentur arbeite eng mit regionalen Fachbetrieben und Expertinnen und Experten zusammen und habe belastbare Netzwerke aufgebaut. Diese dienten dazu, gesetzliche Rahmenbedingungen und Förderprogramme kontinuierlich aktuell zu halten. Insgesamt organisierte die KlimaAgentur demnach 34 Netzwerkveranstaltungen sowie mehr als zehn öffentliche Veranstaltungen zu klimaschutzrelevanten Themen. Auch für die Stadt Hamm, die Stadtwerke und weitere städtische Gesellschaften fungiert die KlimaAgentur laut Mitteilung als Partner bei der Umsetzung eigener Klimaschutzmaßnahmen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Rhein-Lahn-Kreis: Klimaschutzportal bündelt Daten

[22.01.2026] Der Rhein-Lahn-Kreis stellt mit einem regionalen Klimaschutzportal eine zentrale Online-Plattform für klimarelevante Daten, Förderangebote und Aktivitäten bereit. Das Portal soll Transparenz schaffen, Information bündeln und perspektivisch mehr Beteiligung ermöglichen. mehr...

Verbandsgemeinde Schweich: Maßnahmenpaket für Energiewende

[21.01.2026] Die Verbandsgemeinde Schweich baut ihre Eigenstromerzeugung massiv aus und organisiert die Energiewende künftig über eine neue Anstalt des öffentlichen Rechts. Photovoltaik, Strombilanzkreis und geplante Wärmenetze sollen den Weg zur klimaneutralen kommunalen Energieversorgung beschleunigen. mehr...

Kreis Borken: Positive Bilanz zu Beratungsangeboten

[21.01.2026] Der Klimakreis Borken zieht für 2025 eine positive Bilanz seiner Informationsangebote zur energetischen Sanierung und kündigt für 2026 neue Beratungstage und Veranstaltungsformate an. Nach Angaben des Netzwerks stießen insbesondere Vorträge, Klimawochen und Energiechecks auf große Resonanz in der Bevölkerung. mehr...

Enzkreis: Bis 2040 treibhausgasneutral

[19.01.2026] Der Landkreis Enz setzt auf den Ausbau von Solar- und Windenergie sowie auf Beratung und Beteiligung. Dafür wurde er von der AEE zur Energie-Kommune des Monats gekürt. mehr...

Klimaaktive Kommune: Aufruf zur Teilnahme an Wettbewerb

[09.01.2026] Das Deutsche Institut für Urbanistik ruft Kommunen zur Teilnahme am Wettbewerb Klimaaktive Kommune 2026 auf. Ausgezeichnet werden erfolgreich umgesetzte Klimaschutzprojekte, die mit jeweils 40.000 Euro Preisgeld gefördert werden. mehr...

Sächsische Energieagentur: Energieportal erweitert

[06.01.2026] Das Energieportal Sachsen der Sächsischen Energieagentur wird um mehrere neue Kategorien erweitert. Ziel ist es, Kommunen, Unternehmen und Bürgern einen noch besseren Überblick über qualifizierte Akteure im Bereich Energie und Klimaschutz zu geben. mehr...

Stadtwerke Rostock: Waldaktie als Goodie

[12.12.2025] Die Stadtwerke Rostock verknüpfen ab 2026 neue Regionaltarife für Strom und Gas mit dem Erwerb der Waldaktie. Damit steigt nach Angaben des Klimaschutzministeriums die Nachfrage nach dem seit fast zwei Jahrzehnten erfolgreichen Ökowertpapier weiter. mehr...

BDEW/ZSW: Erneuerbare decken 2025 fast 56 Prozent des Stromverbrauchs

[11.12.2025] Erneuerbare Energien lieferten 2025 nach Berechnungen von ZSW und BDEW knapp 56 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Trotz schwachem Windjahr stützte vor allem der starke Photovoltaikzubau das Plus. mehr...

Stuttgart: Energiekommune dank Bildung und Sparen

[09.12.2025] Stuttgart will spätestens 2035 klimaneutral sein. Die Stadt arbeitet seit vielen Jahren an ihrem Energiemanagement und unterstützt auch Bürger beim Energiesparen. Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle. mehr...

AEE: Tool soll Klimaschutz und Energiewende vermitteln

[28.11.2025] Ein neues mehrsprachiges Online-Tool soll Kommunen und Institutionen helfen, Klimaschutz und Energiewende verständlich zu vermitteln. Entwickelt wurde das kostenlose Awareness Toolkit im Rahmen des vom Auswärtigen Amt geförderten Projekts Energiewende Partnerstadt 3.0. mehr...

Difu: Sechs klimaaktive Kommunen ausgezeichnet

[27.11.2025] Sechs Kommunen erhalten im Wettbewerb Klimaaktive Kommune 2025 jeweils 40.000 Euro für besonders gelungene Klimaschutzprojekte. Ziel des vom Deutschen Institut für Urbanistik ausgelobten Wettbewerbs ist es, wirksame lokale Maßnahmen sichtbar zu machen und Nachahmer zu finden. mehr...

Osnabrück: Erster Klima-Abend

[25.11.2025] In Osnabrück haben vergangene Woche rund 200 Gäste beim ersten Klima-Abend der Stadt über Wege zur Klimaneutralität 2040 diskutiert. Die Veranstaltung bot laut Stadt Einblicke in zentrale Handlungsfelder und viel Raum für direkten Austausch. mehr...

Difu: Auszeichnung von klimaaktiven Kommunen

[24.11.2025] Auf der Kommunalen Klimakonferenz in Berlin werden diese Woche am 25. November die sechs Preisträger des Bundeswettbewerbs „Klimaaktive Kommune 2025“ vorgestellt. Jede ausgezeichnete Kommune erhält 40.000 Euro, insgesamt stehen 240.000 Euro bereit. mehr...

Mainz: Fördermittel ausgeschöpft

[24.11.2025] Das Mainzer Förderprogramm für Photovoltaik-Speicher ist beendet, die Mittel aus dem kommunalen Investitionsprogramm KIPKI sind vollständig vergeben. Rund 500.000 Euro ermöglichten den Bau hunderter Anlagen mit großer Solar- und Speicherkapazität. mehr...