PforzheimEnergiezentrale in Betrieb gegangen

Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale im Pforzheimer Stadtteil Huchenfeld.
v.l.: Dr. Aik Wirsbinna, SWP-Geschäftsführer; Ortsvorsteherin Melanie Kirchgessner; OB Peter Boch
(Bildquelle: Stadt Pforzheim)
Eine neue Energiezentrale soll die Wärmeversorgung im Pforzheimer Stadtteil Huchenfeld nachhaltiger und unabhängiger von fossilen Brennstoffen machen. Wie die Stadt Pforzheim mitteilt, ist die Anlage inzwischen fertiggestellt und offiziell in Betrieb genommen worden. Ziel des Projekts ist es, den Anteil erneuerbarer Energien in der lokalen Wärmeversorgung deutlich zu erhöhen und gleichzeitig Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Nach Angaben der Stadt basiert das technische Konzept auf einem Energiemix aus einer Luft-Wärmepumpe und einer Pelletheizung, die den Hauptanteil der Wärmeerzeugung übernehmen. Ergänzt wird das System durch einen Pufferspeicher, der Lastspitzen ausgleicht und eine effizientere Nutzung der erzeugten Wärme ermöglicht. Den Strom für den Betrieb der Wärmepumpe liefert zu großen Teilen eine Photovoltaikanlage auf dem Gelände der Energiezentrale. Für Redundanz und zur Abdeckung von Spitzenlasten ist zusätzlich ein Gaskessel installiert, der bei außergewöhnlich hoher Nachfrage oder extremen Witterungsbedingungen einspringen kann.
Oberbürgermeister Peter Boch (CDU), zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Pforzheim, bezeichnete das Projekt laut SWP als wichtigen Schritt für die klimafreundliche Entwicklung des Stadtteils. Die Anlage zeige, welchen Beitrag kommunale Energieversorger zur Umsetzung der Wärmewende leisten könnten. Auch SWP-Geschäftsführer Aik Wirsbinna sieht in der neuen Zentrale einen zentralen Baustein der langfristigen Wärmeversorgungsstrategie. Er betonte, dass die Kombination aus Wärmepumpe, Pelletheizung und Gasreserve sowohl ökologische Anforderungen als auch betriebliche Sicherheit berücksichtige.
Die Energiezentrale ist nach Angaben der Betreiber so ausgelegt, dass sie nicht nur das benachbarte Hallenbad und eine Schule versorgt, sondern perspektivisch auch ein erweitertes Nahwärmenetz speisen kann. In einem nächsten Schritt sollen umliegende Wohngebäude an das Netz angeschlossen werden. Je größer das versorgte Gebiet, desto effizienter lasse sich die Anlage betreiben, heißt es vonseiten der Stadt. Zudem verweist die Stadt darauf, dass ein Anschluss an das Nahwärmenetz die Vorgaben des aktuellen Gebäude-Energie-Gesetzes erfüllt.
Auch auf lokaler Ebene wird das Projekt positiv bewertet. Ortsvorsteherin Melanie Kirchgessner erklärte laut Mitteilung, die neue Energiezentrale verbinde innovative Technik mit nachhaltiger Versorgung und stärke die Vorreiterrolle Huchenfelds bei der kommunalen Wärmewende.
Frankfurt am Main: Wärmeplan laut Gutachten rechtswidrig
[21.09.2026] Ein vom Bündnis Wärmewende Frankfurt am Main beauftragtes Rechtsgutachten sieht rechtliche Mängel im kommunalen Wärmeplan der Stadt. Das Bündnis fordert deshalb Nachbesserungen vor der geplanten Beschlussfassung am 1. Oktober. mehr...
NRW.Energy4Climate: Wärmewende in Ostwestfalen-Lippe
[21.09.2026] Kommunen und Stadtwerke haben sich in Lemgo über Wege zu einer bezahlbaren und verlässlichen Wärmeversorgung ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die kommunale Wärmeplanung sowie Projekte aus Ostwestfalen-Lippe, die unterschiedliche Ansätze für die Wärmewende verfolgen. mehr...
VKU: Stadtwerke zweifeln an Wärmewende-Ziel für 2045
[17.09.2026] Eine Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) zeigt erhebliche Zweifel kommunaler Wärmeversorger am Zeitplan der Wärmewende. Drei Viertel der Befragten halten klimaneutrales Heizen bis 2045 unter den derzeitigen Rahmenbedingungen für unrealistisch. mehr...
Stadtwerke Buxtehude/enercity contracting: Wärmegesellschaft gegründet
[17.09.2026] Die Stadtwerke Buxtehude und enercity contracting wollen gemeinsam ein Wärmenetz im Nordwesten Buxtehudes entwickeln. Dafür haben die Unternehmen die Buxtehuder StadtWärme GmbH gegründet. Vorgesehen ist unter anderem der Einsatz von Großwärmepumpen. mehr...
Hamburg: Erneuerbare Wärme für Fischbeker Reethen
[16.09.2026] Das neue Wohnquartier Fischbeker Reethen im Hamburger Süden soll vollständig mit erneuerbarer Wärme versorgt werden. Ein eigenes Wärmenetz mit Großwärmepumpen und Wärmespeichern soll künftig die Wärme für Heizung und Warmwasser bereitstellen. Die Wärmekonzession hat die IBA Hamburg an die HEnW KommunalEnergie vergeben. mehr...
Georg Fischer/Jaske & Wolf: Kooperation bei Wärmelösungen
[16.09.2026] Georg Fischer und Jaske & Wolf Verfahrenstechnik bündeln ihre Kompetenzen für die Transformation des Wärmesektors. Im Fokus der strategischen Partnerschaft stehen Lösungen für Wärmeerzeugung, Wärmenetze und die Sektorkopplung. mehr...
Stadtwerke Neustadt in Holstein: Energiequelle Ostsee
[10.09.2026] In Neustadt in Holstein ist eine Meerwasser-Wärmepumpe für die Wärmeversorgung eines größeren Quartiers in Betrieb gegangen. Nach einem mehrmonatigen Probebetrieb liefert die Anlage nun regulär Wärme für das neue Hafenquartier. mehr...
evm/Iqony: Gemeinsames Wärmenetz geplant
[08.09.2026] Die Energieversorgung Mittelrhein und Iqony wollen bei der Wärmeversorgung im Koblenzer Stadtteil Rauental zusammenarbeiten. Die bislang getrennten Wärmenetze sollen zusammengeführt und künftig gemeinsam weiterentwickelt werden. mehr...
Sterr-Kölln & Partner: Drei Wärmenetze wechseln den Eigentümer
[31.08.2026] Drei mit erneuerbaren Energien betriebene Wärmenetze in Südbaden gehören seit April 2026 zu Elevion Energy Solutions. Die Anlagen in Kenzingen, Sasbach und Efringen-Kirchen versorgen rund 130 Kundinnen und Kunden und erreichen zusammen eine Wärmeleistung von etwa 5,5 Megawatt. mehr...
Wärmespeicher: Immer da, wenn man sie braucht
[27.08.2026] Anfang Juli wurde in Gelsenkirchen ein Großwärmespeicher eingeweiht. Das Projekt ist exemplarisch für die aktuelle Phase der Energiewende. In dieser Phase steht weniger die Erzeugung im Vordergrund, sondern die Frage, wie Energie verfügbar gemacht werden kann, wenn sie tatsächlich gebraucht wird. mehr...
Fraunhofer ISE/Öko-Institut: Auswertung der abgeschlossenen Wärmepläne
[27.08.2026] Wärmepumpen und Wärmenetze sollen bis 2045 den größten Teil der Wärmeversorgung in den ausgewerteten Kommunen übernehmen. Eine neue Auswertung von Fraunhofer ISE und Öko-Institut zeigt zugleich, wo Wärmepläne noch auf unsicheren Annahmen beruhen. mehr...
swb: Beratungstage zu Wärmepumpen, PV-Anlagen und Wallboxen
[27.08.2026] swb bietet im Herbst Beratungstage zu Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Wallboxen in Bremen und Bremerhaven an. Wer danach einen Vertrag abschließt, kann je nach Kombination von Bonus und Förderung bis zu 1.250 Euro erhalten. mehr...
EWE: Infoveranstaltung zur Wärmepumpen-Förderung
[25.08.2026] EWE informiert am 2. September über das Zusammenspiel von Wärmepumpe und Photovoltaik sowie aktuelle Förderbedingungen. Die Online-Veranstaltung greift auch anstehende Änderungen bei der Förderung und die Bedeutung der Einspeisevergütung für Investitionsentscheidungen auf. mehr...
KEA-BW: Musterverträge für Wärmenetze
[18.08.2026] Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg stellt Kommunen drei kostenlose Musterverträge für Wärmenetze zur Verfügung. Sie sollen Städten und Gemeinden die Gestaltung von Gestattungs- und Wärmeversorgungsverträgen erleichtern. mehr...
swb: Webinare rund um Wärme, Solarenergie und E-Mobilität
[14.08.2026] swb bietet im August und September kostenfreie Webinare zu Wärme, Solar und E-Mobilität an. Im Mittelpunkt stehen neue Förderbedingungen, technische Lösungen und Fragen, die für geplante Investitionen im Land Bremen relevant sind. mehr...














