Stadtwerke Düsseldorf / EnBWKooperation für intelligente Stromnetze

Die Daten über den Smart Meter sind die Grundlage für das CLS-Management, um die Netzstabilität zu sichern.
(Bildquelle: Netze BW)
Im Bereich intelligenter Messsysteme erweitern die Stadtwerke Düsseldorf und EnBW Utility Services ihre bestehende Zusammenarbeit. Wie die Unternehmen mitteilen, umfasst die Kooperation künftig auch das CLS-Management. CLS steht für „Controllable Local Systems“ und bezeichnet steuerbare Anlagen und Geräte im Energiesystem. Mit der Vertragsunterzeichnung schaffen beide Unternehmen nach eigenen Angaben die Grundlage, weitere dezentrale Erzeugungsanlagen und Verbrauchseinrichtungen in das Stromnetz einzubinden. Dazu zählen beispielsweise Photovoltaikanlagen, Wallboxen und Wärmepumpen. Über intelligente Messsysteme sollen diese Anlagen gezielt angesteuert und netzdienlich betrieben werden können.
Anforderungen an die Netzsteuerung steigen
Hintergrund ist der zunehmende Ausbau erneuerbarer Energien. Immer mehr dezentrale Anlagen speisen Strom in die Verteilnetze ein. Gleichzeitig wächst die Zahl leistungsstarker Verbrauchseinrichtungen. Nach Angaben der Unternehmen steigen dadurch die Anforderungen an die Netzsteuerung, um das Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch aufrechtzuerhalten.
Das CLS-Management soll dabei helfen, Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen besser zu steuern. Dafür werden zusätzliche Steuereinheiten an intelligente Messsysteme angebunden. Die Unternehmen sehen darin einen Beitrag zur Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Verteilnetze.
Umfassende Expertise
„Als erfahrener Dienstleister im Bereich intelligenter Messsysteme bringen wir unsere umfassende Expertise und bewährten Prozesse in die Partnerschaft ein“, sagte Steffen Reitz, Leiter für Gateway-Administration, CLS und Meter Data Management bei EnBW Utility Services. Mit der Lösung für das CLS-Management wolle das Unternehmen Messstellenbetreiber bei den wachsenden Anforderungen an die Verteilnetze unterstützen.
Auch die Stadtwerke Düsseldorf bewerten die Ausweitung der Zusammenarbeit positiv. „Die Zusammenarbeit mit EnBW Utility Services hat sich für uns bereits im Bereich der Gateway-Administration als äußerst zuverlässig und effizient erwiesen – über 9.000 Gateways sind hier schon erfolgreich im Einsatz“, sagte Thomas Gollos, zuständig für das Energiedatenmanagement der Stadtwerke Düsseldorf. Mit dem CLS-Management werde die Digitalisierung der Netzinfrastruktur weiter vorangetrieben.
Roll-out wird schrittweise ausgeweitet
Der operative Start des CLS-Managements ist laut den Unternehmen für Mitte 2026 geplant. In einer ersten Phase sollen rund 500 Steuereinheiten installiert werden. Anschließend soll der Roll-out schrittweise ausgeweitet werden. Bis 2031 sind insgesamt rund 25.000 Steuereinheiten im Netzgebiet der Stadtwerke Düsseldorf vorgesehen.
Mitnetz Strom: Investitionen in das Stromnetz in Brandenburg
[03.08.2026] Mitnetz Strom investiert 2026 rund 119 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes in Brandenburg. Die Vorhaben sollen zusätzliche Netzkapazitäten für erneuerbare Energien schaffen und die Versorgungssicherheit in mehreren Regionen stärken. mehr...
Bundesnetzagentur: Karte zur Versorgungsqualität der Verteilernetzbetreiber veröffentlicht
[28.07.2026] Die Bundesnetzagentur hat eine Deutschlandkarte zur Versorgungsqualität der Stromverteilernetzbetreiber veröffentlicht. Sie macht Unterschiede bei Netzanschlüssen, Digitalisierung und Versorgungszuverlässigkeit sichtbar und soll den Wettbewerb um leistungsfähigere Netze fördern. mehr...
Hager: NH-Sicherungslastschaltleisten überarbeitet
[24.07.2026] Hager hat seine NH-Sicherungslastschaltleisten für 185-Millimeter-Sammelschienensysteme grundlegend überarbeitet. Die neue Baureihe soll die Sicherheit in Niederspannungsverteilungen erhöhen und zugleich Wartung, Überwachung und Montage erleichtern. mehr...
Stadtwerke Fellbach: Pilotprojekt zu dynamischen Zwillingen
[23.07.2026] Smight und retoflow entwickeln gemeinsam einen dynamischen Zwilling für Niederspannungsnetze. Das Pilotprojekt bei den Stadtwerken Fellbach zeigt, wie sich Mess- und Netzdaten innerhalb kurzer Zeit zu einem Modell für Planung und Netzbetrieb verknüpfen lassen. mehr...
Mitnetz Strom: Anschluss von Rechenzentrum
[21.07.2026] Mitnetz Strom schließt in Lübbenau das bislang größte Rechenzentrum seines Netzgebiets an das 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz an. Das Projekt steht für den stark wachsenden Strombedarf von Rechenzentren und zeigt, wie sich die Anforderungen an die Verteilnetze im Zuge der Energiewende verändern. mehr...
Berlin: Umspannwerke ohne Treibhausgas
[17.07.2026] Stromnetz Berlin lässt zwei neue 110-Kilovolt-Umspannwerke in Wittenau und Neukölln errichten. Dabei kommen dabei SF₆-freie gasisolierte Schaltanlagen zum Einsatz. Die Projekte sollen die Netzinfrastruktur der Hauptstadt modernisieren und die Stromversorgung absichern. mehr...
Wiesbaden: Umspannwerk für die City
[16.07.2026] Die Stadtwerke Wiesbaden Netz haben mit dem Bau eines neuen Umspannwerks begonnen. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben 39 Millionen Euro in das Projekt, das Anfang 2031 in Betrieb gehen soll. mehr...
TenneT: Ostbayernring vollständig in Betrieb
[15.07.2026] Die Höchstspannungsleitung Ostbayernring ist auf ihrer gesamten Länge von rund 185 Kilometern in Betrieb gegangen. Die Leitung erhöht die Transportkapazität für Strom und soll die Integration erneuerbarer Energien sowie die Versorgungssicherheit verbessern. mehr...
Thüga: Regler für mehr Solarstrom im Netz
[01.07.2026] Ein Pilotprojekt in Thüringen erprobt eine neue Technologie zur besseren Nutzung bestehender Stromnetze. Nach Angaben der Thüga kann ein neuer Mittelspannungslängsregler die Aufnahme von Photovoltaik-Strom deutlich erhöhen und so den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. mehr...
BDEW: Schnellere Genehmigungen für den Netzausbau
[19.06.2026] Der BDEW hat Vorschläge zur Beschleunigung des Stromnetzausbaus vorgelegt. Nach Angaben des Verbands könnten Änderungen im Energiewirtschaftsgesetz und im Infrastruktur-Zukunftsgesetz dazu beitragen, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu verkürzen. Im Fokus stehen Vereinfachungen bei der Modernisierung bestehender Netze und bei Genehmigungsprozessen. mehr...
bne: Studie verweist auf Rekordrenditen bei VNB
[18.06.2026] Eine Analyse des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft zeigt Rekordrenditen bei Deutschlands größten Verteilnetzbetreibern. Gleichzeitig verschärfen sich die Probleme beim Netzausbau und bei neuen Netzanschlüssen für die Energiewende. mehr...
TransnetBW/EWE Netz: Energiewende-App bald in Niedersachsen verfügbar
[18.06.2026] Die Energiewende-App StromGedacht wird künftig auch im Netzgebiet von EWE Netz in Niedersachsen verfügbar sein. Die Kooperation mit TransnetBW erweitert das Konzept netzdienlichen Verbrauchs erstmals auf ein großes Verteilnetz und soll Verbraucher stärker in die Netzstabilisierung einbinden. mehr...
Mitnetz Strom: Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Planung
[16.06.2026] Mitnetz Strom setzt beim Bau einer neuen Hochspannungsleitung auf einen frühen und intensiven Dialog mit den Bürgern. Der Netzbetreiber will Konflikte vermeiden, die Feinplanung verbessern und Akzeptanz für den Ausbau der Energieinfrastruktur schaffen. mehr...
Netzanschluss: Software beschleunigt Berechnungen
[12.06.2026] Das Kölner Unternehmen envelio hat nach eigenen Angaben eine neue Technologie für die Berechnung von Stromnetzen entwickelt. Die Lösung soll Netzsimulationen erheblich beschleunigen und damit Netzanschlüsse schneller ermöglichen. mehr...











