Donnerstag, 29. Januar 2026

Nordrhein-Westfalen200 Kommunen informieren über Klimaschutz

[28.04.2021] In Nordrhein-Westfalen starten nun kommunale Klimaschutzkampagnen, die über erneuerbare Energien, Gebäudesanierungen oder die Klimafolgenanpassung informieren. Insgesamt 200 Kommunen sind am Projekt der EnergieAgentur.NRW beteiligt.
Bereits seit April 2019 läuft die Klimakampagne OWL.

Bereits seit April 2019 läuft die Klimakampagne OWL.

(Bildquelle: Klimakampagne OWL)

Gemeinsam für mehr Klimaschutz: In den nordrhein-westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg und Münster starten nun insgesamt 134 Gemeinden und Kreise gleichzeitig mit Kommunikationskampagnen zum Klimaschutz. Sie wollen so möglichst viele Menschen über die Themen erneuerbare Energien, Gebäudesanierung, Nutzerverhalten, Mobilität und Klimafolgenanpassung informieren und zu eigenen Aktivitäten motivieren. Das teilt die EnergieAgentur.NRW mit. Veranstaltungen und viele lokale Aktionen sollen das Thema Klimaschutz auf der lokalen Ebene voranbringen und Wissen und Tipps für das eigene Handeln im Alltag vermitteln. Im Regierungsbezirk Detmold werde die Kampagne bereits seit zwei Jahren umgesetzt. Dort seien inzwischen sechs Kreise, die kreisfreie Stadt Bielefeld sowie 59 weitere Städte und Gemeinden aktiv.
Das Konzept und die dazugehörigen Informationsmittel für alle Kampagnen habe die EnergieAgentur.NRW im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums entwickelt. Das sind Medienpakete, Werbe- und Informationsmittel, die für die jeweiligen Orte angepasst werden können. Die EnergieAgentur.NRW koordiniere die Kampagnen vor Ort über ihre KlimaNetzwerker, die in den Regionen tätig sind, gemeinsam mit der Bezirksregierung Arnsberg, dem Verein Münsterland und der Region Ostwestfalen-Lippe.

Mehr klimaschonendes Verhalten

NRW-Wirtschafts- und Energieminister Andreas Pinkwart lobte in einer Video-Grußbotschaft das Engagement der teilnehmenden Kommunen: „Die Kommunen gehen in Nordrhein-Westfalen beim Klimaschutz voran: Sie erstellen Klimaschutzkonzepte, gehen Selbstverpflichtungen zur Minderung ihrer Treibhausgasemissionen ein und setzen Maßnahmen erfolgreich um. Klimaschutz wird hier längst als eine große Chance begriffen. Ich freue mich sehr, dass die Kommunen in den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster ihren Einsatz mit den Klimakampagnen zusätzlich bekräftigen und die Bürgerinnen und Bürger zu mehr klimaschonendem Verhalten anregen.“
Gute Erfahrungen mit der Klimakampagne gebe es seit zwei Jahren in der Region Ostwestfalen-Lippe – hier würden die Informationsmittel der Kampagne erstmals eingesetzt. Schirmherrin dieser bislang einmaligen Allianz für den Klimaschutz ist die Präsidentin der Bezirksregierung Detmold, Judith Pirscher. Umgesetzt werde die Kampagne mit Unterstützung der regionalen Klima.Netzwerkerin der EnergieAgentur.NRW im Regierungsbezirk, Petra Schepsmeier.

Erleichterung für die Kommunen

„Die Kampagne erleichtert den Kommunen die Arbeit enorm: Das Rad muss nicht überall neu erfunden werden, Themen werden über kommunale Grenzen hinweg sichtbar, die professionellen Medien sind schnell und bequem abrufbar“, sagt Petra Schepsmeier. „Ob als erste klimapolitische Aktivität oder als ergänzendes Instrument: Ganz Ostwestfalen-Lippe nutzt die Medien und die kostenlosen Verleihmaterialien im Rahmen von Stadtfesten, Vortragsreihen und Wettbewerben. Hier können wirklich alle mitmachen. Bei zwei Millionen Menschen summieren sich die täglichen Routinen zu einem enormen Beitrag für den Klimaschutz.“
Mit den nunmehr drei Rahmenkampagnen in den Regierungsbezirken, Arnsberg (circa 3,2 Millionen Einwohner), Münsterland (circa 1,6 Millionen Einwohner) und Ostwestfalen-Lippe (circa 2 Millionen Einwohner) sind in Summe 200 Kommunen mit Klimakampagnen der EnergieAgentur.NRW aktiv. Das Gebiet der Kampagnen umfasst insgesamt 6,7 Millionen Einwohner, so der Bericht aus Nordrhein-Westfalen. Projektleiter Jochem Pferdehirt von der EnergieAgentur.NRW sagt: „Mit dem Erfolg dieser Kampagnen sehen wir erneut, wie zentral und wichtig die Rolle der Kommunen beim Klimaschutz ist. Wir sind überwältigt von der Zahl von 200 aktiven Kommunen und Kreisen.“





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