Montag, 2. Februar 2026

EurosolarAlternative Wege zur Energiewende

[03.03.2015] Eurosolar spricht sich für eine neue Energiemarktordnung aus. In einer Stellungnahme zeigt die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien Alternativen zum bisher eingeschlagenen Weg der Energiewende auf.

Ein Memorandum zum Diskussionspapier des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Grünbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“) hat die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien (Eurosolar) vorgelegt. Mit dem Papier sollen Alternativen zum bisher eingeschlagenen Weg der Energiewende aufgezeigt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Axel Berg, Vorsitzender der deutschen Sektion von Eurosolar, sagt: „Wir haben die begründete Befürchtung, dass die Bundesregierung schon mit den bisherigen Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Energiewende abwürgt – und zwar weit über das von uns bereits kritisierte Maß hinaus.“ Das geplante Ausschreibungsmodell werde dies verschärfen. Die Energiewende werde dadurch teurer. Besonders die alleinige Fixierung auf den Strommarkt führe zu teuren Fehlentwicklungen.
„Wir brauchen daher statt eines reinen Strommarkt-Designs eine neue Energiemarktordnung, die die Konvergenz der Energiemärkte herstellt und dieser Konvergenz den Marktrahmen gibt“, erklärt Fabio Longo, einer der Autoren der Stellungnahme. Eurosolar ist der Überzeugung, dass der Strommarkt in einer Marktordnung mit erneuerbaren Energien nicht allein betrachtet werden darf. Das werde insbesondere bei der Entwicklung der Speichermöglichkeiten klar, da hier durch Power to Gas oder auch Power to Heat nicht nur der Strommarkt, sondern auch andere Energiemärkte betroffen seien. Einem Kapazitätsmarkt erteilen die Autoren des Memorandums eine Absage. Stattdessen soll unter anderem die Flexibilitätsprämie im EEG wieder gestärkt werden. Die Integration von Speichern in das Energiesystem ist für Eurosolar eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende.



Stichwörter: Politik, Eurosolar


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