Mittwoch, 11. März 2026

Offshore-WindenergieAppell für sichere Investitionen

[18.07.2014] Die Offshore-Windenergie benötigt weiterhin verlässliche Rahmenbedingungen, ansonsten droht der Ausbau auf See zu stoppen, sagen Branchenvertreter. Im Rendsburger Appell geben sie 16 Empfehlungen an die Politik.
Windpark Baltic 1: Der Rendsburger Appell gibt an die Politik mehrere Empfehlungen

Windpark Baltic 1: Der Rendsburger Appell gibt an die Politik mehrere Empfehlungen, wie sich der Ausbau der Offshore-Windenergie voranbringen lässt.

(Bildquelle: EnBW / Mathias Ibeler)

Für die Branchenvertreter der Offshore-Windenergie hinterlässt das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einen gemischten Eindruck: Das neue EEG schaffe zwar Investitionssicherheit, aber höchstens für zwei Jahre. Schon ab 2016 sollen neue Marktregeln in einem überarbeiteten EEG festgelegt werden. Im Rendsburger Appell fordern sie daher ein Umdenken. Damit der Ausbau auf See nicht zum Erliegen kommt, solle die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für den Strom-Markt bis zum Ende dieses Jahres festlegen und die Branche in die Ausgestaltung einbinden. „So weiß jeder, was auf ihn zukommt und kann seine Projektplanungen und Investitionen entsprechend anpassen“, erklärt Renate Duggen, Vorstandsvorsitzende der Netzwerkagentur windcomm schleswig-holstein. windcomm hatte den Appell gemeinsam mit mehreren Partnern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft während der Offshore-Fachtagung OBMC Anfang Juli ausgearbeitet. Am Ende standen insgesamt 16 Empfehlungen zum Offshore-Ausbau, darunter auch zum Regelenergiemarkt: „Mit rund 8.000 Betriebsstunden im Jahr, kontinuierlicher Netzeinspeisung und guten Ertragsprognosen hat die Offshore-Windenergie das Potenzial zum Regelenergie-Lieferanten“, sagt Duggen. „Hier müssen langfristig entsprechende Vergütungs- und Anreizstrukturen durch die Bundesregierung geschaffen werden.“ Mit Blick auf die geplanten Ausschreibungsmodelle wird empfohlen, die feste Einspeisevergütung für Windstrom auch in der Offshore-Branche noch für eine Übergangszeit weiter zu gewährleisten. Die Ausschreibungsbedingungen müssten sorgfältig festgelegt und in der Praxis erprobt werden, „damit nicht an Sicherheit oder Qualität gespart und die Projekte auch wirklich realisiert werden“, so windcomm-Projektkoordinator Matthias Hüppauff. Zu den Unterzeichnern des Rendsburger Appells gehören neben windcomm unter anderem das Offshore-Forum-Windenergie (OFW) sowie die Unternehmen Wirtschaftsförderung Nordfriesland und Logistik Service Agentur (LSA).



Stichwörter: Politik, OFW, windcomm, Windenergie


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