Sonntag, 21. Juni 2026

DresdenElbdüker für Fernwärme in Betrieb

[14.12.2020] Die DREWAG hat für ihre neue Fernwärmetrasse in Dresden einen Elbdüker verlegt. Dieser ist nun offiziell in Betrieb und ermöglicht eine zweite Elbquerung für die Fernwärme.
Vorstand und Geschäftsführer der DREWAG

Vorstand und Geschäftsführer der DREWAG, Frank Brinkmann (links) und Netzmeister DREWAG NETZ Jens Wünsch, bei der Inbetriebnahme des Dükers.

(Bildquelle: Oliver Killig)

Die neue Fernwärmetrasse der DREWAG im Elbdüker ist in Betrieb. Die 242 Meter lange Betonröhre verläuft nahe der Marienbrücke auf Altstädter und der Uferstraße auf der Neustädter Seite. Frank Brinkmann, Sprecher der Geschäftsführung der DREWAG, eröffnete die Fernwärmeleitung am 11. Dezember 2020 offiziell. „Rechtzeitig vor den winterlichen Außentemperaturen wurde die zweite Elbquerung fertig. Sie erhöht die Versorgungssicherheit deutlich und schafft gleichzeitig die Voraussetzung für den weiteren Ausbau nördlich der Elbe“, erklärte Brinkmann. Der Ausbau sei schon in vollem Gange und umfasse unter anderem den Anschluss der Heizkraftwerke Dresden-Trachau und Radebeuler Straße. Mit dem Ausbau der Fernwärmeleitungen in Richtung Elbepark werde auch für die großen Wohnungsbauvorhaben in Mickten rechtzeitig Fernwärme als kostengünstiger und ökologischer Energieträger zur Verfügung stehen.
Laut DREWAG konnte die Tunnelbohrung im August 2020 abgeschlossen werden. Daraufhin habe die Firma Eiffage und ihr Rohrbau-Nachauftragnehmer Mennicke Rohrbau Dresden die komplette Ausrüstung in der vorgesehenen kurzen Zeit und hohen Qualität ausgeführt. Die Errichtung des Elbdükers sei ein Kernpunkt des EFRE-Förderprojekts Dresden-Nordwest. Mit dem Förderprojekt soll vor allem mithilfe der Fernwärme ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen in der Leipziger Vorstadt und in Pieschen geleistet werden. Die ursprüngliche Zielstellung von etwa 3.200 Tonnen im Jahr ist laut DREWAG bereits deutlich überschritten worden. Bisher seien mit etwa 250 interessierten Gebäudeeigentümern Wärmelieferverträge abgeschlossen worden. Insgesamt seien mehr als zehn Kilometer neue Fernwärmeleitungen gebaut worden. Der Gesamtabschluss des Bauvorhabens Elbdüker sei für das Frühjahr 2021 geplant. Für das Vorhaben Dresden-Nordwest gibt die DREWAG laut eigenen Angaben etwa 45 Millionen Euro aus.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wärmeversorgung

DStGB/DGRV: Genossenschaften als Motor der kommunalen Wärmewende

[19.06.2026] Eine neue Publikation von DStGB und DGRV zeigt, wie Genossenschaften die kommunale Wärmewende voranbringen können. Anhand von Praxisbeispielen verdeutlicht sie, warum gerade Städte, Gemeinden und ländliche Regionen von diesem Modell profitieren. mehr...

Nürnberg: Spatenstich für neues Heizkraftwerk

[17.06.2026] N-ERGIE baut im Nürnberger Südwesten ein innovatives Heizkraftwerk für eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung. Die Anlage soll ein neues Stadtquartier und Teile des bestehenden Netzes versorgen und gilt als wichtiger Baustein der Wärmewende. mehr...

Koblenz: Konkretisierung der Wärmepläne

[15.06.2026] Koblenz treibt die kommunale Wärmeplanung voran und konkretisiert Projekte für Wärmenetze in mehreren Stadtteilen. Neue Bundesvorgaben verändern zwar den gesetzlichen Rahmen, doch für Eigentümer werden nun wichtige Weichen für die künftige Wärmeversorgung gestellt. mehr...

Krefeld/Kassel: Fortschritte bei der Wärmeplanung

[15.06.2026] Die Städte Krefeld und Kassel treiben ihre kommunale Wärmeplanung voran und schaffen damit strategische Grundlagen für die Wärmewende. Während Krefeld den politischen Fahrplan bereits beschlossen hat, hat Kassel die nächste Beschlussstufe erreicht und bereitet die verstärkte Umsetzung vor. mehr...

Stadtwerke Flensburg: Grundstein für Großwärmepumpe gelegt

[10.06.2026] Die Stadtwerke Flensburg haben den Grundstein für ihre erste Großwärmepumpe mit 60 MW thermischer Leistung gelegt. Das 70-Millionen-Euro-Projekt soll ab 2027 Wärme aus Fördewasser ins Fernwärmenetz einspeisen und ist ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. mehr...

Oldenburg: Rat hat Wärmeplanung beschlossen

[10.06.2026] Der Rat der Stadt Oldenburg hat den kommunalen Wärmeplan mit 18 Maßnahmen zur Wärmewende beschlossen. Nun startet die Umsetzung von Wärmenetzstudien, Beratungsangeboten und neuen Beteiligungsformaten, die den Umstieg auf klimafreundliche Wärmeversorgung voranbringen sollen. mehr...

bericht

Darmstadt: Fahrplan bis 2045 vorgestellt

[09.06.2026] Darmstadt hatte sich bereits 2022 zur Erarbeitung einer kommunalen Wärmeplanung entschlossen. Nach umfassender Datenerhebung liegen jetzt die Ergebnisse vor. Eine Erkenntnis: Wasserstoff ist für Darmstadt keine realistische Option zur flächendeckenden Wärmeversorgung. mehr...

Luftaufnahme eines Energie- und Fernwärmestandorts am Kölner Hafen. Die Anlage liegt auf einer Landzunge zwischen einem Hafenbecken und dem Rhein. Zu sehen sind mehrere Industriegebäude, ein großer Kühlturm, Schornsteine, Rohrleitungen sowie runde Speicher- und Tankanlagen. Im Hintergrund fließt der Rhein, dahinter erstrecken sich Grünflächen und Bäume. Das Bild zeigt die bestehende Infrastruktur des Standorts Köln-Niehl, an dem eine große Flusswasser-Wärmepumpe errichtet werden soll.

RheinEnergie: Bau einer Flusswasser-Wärmepumpe startet

[09.06.2026] In Köln hat die Hauptbauphase für eine der europaweit größten Flusswasser-Wärmepumpen begonnen. Das Unternehmen RheinEnergie investiert 280 Millionen Euro in das Projekt am Standort Köln-Niehl. Ab 2028 soll die Anlage Fernwärme für bis zu 50.000 Haushalte liefern. mehr...

Kiel: Förderung für Quartierswärmemanagement

[08.06.2026] Schleswig-Holstein fördert erstmals ein Quartierswärmemanagement zur Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung. Die Stadt Kiel erhält dafür rund 198.000 Euro und startet in zwei Quartieren mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten für die Wärmewende. mehr...

bericht

Kommunale Wärmeplanung: Fossile Energieträger dominieren

[03.06.2026] Eine aktuelle Studie zur kommunalen Wärmeplanung zeigt: Großstädte setzen auf den Ausbau der Fernwärme. In kleineren Kommunen werden dezentrale Strategien mit Wärmepumpen und biogenen Energieträgern verfolgt. mehr...

Bremen: Erster Klimaturm soll Quartier versorgen

[03.06.2026] Towergy nimmt Ende Juni in Bremen den ersten Klimaturm in Betrieb, eine kompakte Luft-Wasser-Großwärmepumpe für dicht bebaute Quartiere. Das System soll erneuerbare Wärme und Kälte platzsparend bereitstellen und könnte neue Möglichkeiten für die Wärmewende in Städten eröffnen. mehr...

Berlin: Wärme aus dem Rechenzentrum für Modell-Campus

[01.06.2026] Auf dem Modell-Campus ringberlin soll künftig Wärme aus einem benachbarten Rechenzentrum genutzt werden. Langfristig ist die Wärmeversorgung des gesamten Quartiers geplant. mehr...

Wärmewende: Austauschprojekt zwischen Städten gestartet

[29.05.2026] Stuttgart, Leipzig und Köln starten mit der Forschungsstelle für Energiewirtschaft das Projekt GLOW-Up zur kommunalen Wärmewende. Das Netzwerk soll Städten helfen, Wärmepläne schneller umzusetzen, Bürger früh einzubinden und praxistaugliche Lösungen für Finanzierung und Infrastruktur zu entwickeln. mehr...

Kaiserslautern: Quartier erhält Energiezentrale

[29.05.2026] Im Pfaff-Quartier in Kaiserslautern ist eine Energiezentrale für die klimaneutrale Wärmeversorgung des neuen Stadtviertels in Betrieb gegangen. Das Gebäude verbindet Niedertemperatur-Wärmenetz, Abwärmenutzung und Forschung zum bidirektionalen Laden von Elektrofahrzeugen und gilt als Kernstück des Projekts EnStadt. mehr...

Borken: Kaltes Nahwärmenetz geplant

[27.05.2026] Borken will ein kaltes Nahwärmenetz aufbauen, das Wärme aus gereinigtem Abwasser nutzt. Für das kommunale Modellprojekt stellen Bund und Kommune zusammen mehr als zehn Millionen Euro bereit – mit dem Ziel, öffentliche Gebäude weitgehend ohne fossile Energien zu beheizen. mehr...