Freitag, 9. Oktober 2026

Markt PfeffenhausenEnergie-Kommune des Monats

[05.08.2022] Die niederbayerische Marktgemeinde Pfeffenhausen wurde jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juli ausgezeichnet.
Die vier PV-Freiflächenanlagen in der Kommune produzieren insgesamt 25 Megawatt erneuerbaren Strom.

Die vier PV-Freiflächenanlagen in der Kommune produzieren insgesamt 25 Megawatt erneuerbaren Strom.

(Bildquelle: Markt Pfeffenhausen.)

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat jetzt die niederbayerische Marktgemeinde Pfeffenhausen als Energie-Kommune des Monats Juli ausgezeichnet. Wie die AEE mitteilt, hat sich Markt Pfeffenhausen 2021 erfolgreich als Standort für ein nationales Wasserstoffzentrum beworben. Damit verbunden sei eine Bundesförderung von 72,5 Millionen Euro. Mit weiteren 30 Millionen Euro werde das Projekt vom Freistaat Bayern unterstützt. Der Erfolg der Bewerbung sei eng mit der Energiestrategie der Kommune verbunden. Die Gemeinde mit knapp über 5.000 Einwohnern habe sich aufgrund bereits vorhandener Erzeugungskapazitäten und weiterer in Planung befindlicher Projekte (beispielsweise eine 14 Megawatt starke Photovoltaik-Freiflächenanlage) einer lokalen Bürger-Energiegenossenschaft als Standort angeboten.
Die Transformation des Energiesystems schaffe nicht nur Wertschöpfung vor Ort, sondern helfe auch, die Lücke der Stromerzeugung zu schließen, die durch das Abschalten des in der Nachbarkommune gelegenen Atommeilers Isar II im Dezember entstehen wird. Gleichzeitig beuge die Kopplung der Erneuerbaren-Energien-Anlagen an den geplanten Elektrolyseur der Abregelung der Anlagen vor, wenn das lokale Stromnetz an sonnen- oder windreichen Tagen keinen zusätzlichen Strom aufnehmen kann.
Den Grundstein für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Gemeinde habe – wie vielerorts – das Erneuerbare-Energien-Gesetz gelegt. Die attraktive Förderung habe viele Landwirte der Marktgemeinde früh überzeugt, ihre ausladenden Scheunendächer für die Stromerzeugung einzusetzen. Im Zusammenspiel mit einer progressiven Bauleitplanung durch den Gemeinderat sei in den Folgejahren neben dem Solarstrom auch stark in Biogasanlagen investiert worden, sodass der beschauliche Ort heute über eine installierte Leistung von 23 Megawatt (MW) durch PV-Freiflächenanlagen sowie 23 MW durch Biogasanlagen verfügt. Hinzu kämen 4,7 MW durch Windenergie sowie der durch PV erzeugte Strom auf den Dächern von privaten und kommunalen Gebäuden.
Aktuell nehme die Gemeinde verstärkt das Thema erneuerbare Wärme in den Fokus. In Zusammenarbeit mit dem Energieeffizienznetzwerk und der Hochschule Landshut seien die Möglichkeiten eines Nahwärmenetzes geprüft worden. Klares Ziel der Kommune sei, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen immer weiter zu reduzieren und auch langfristig die Wärmeversorgung möglichst klimaneutral zu gestalten.





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