StuttgartEnergieverbrauch erneut gesenkt

Die Uhlandschule in Stuttgart-Rot wurde zur Plusenergieschule umgebaut – und erzeugt jetzt im Laufe eines Jahres mehr Energie als sie verbraucht.
(Bildquelle: Thomas Wagner/Stadt Stuttgart)
Die Folgen des Klimawandels sind auch in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart deutlich zu spüren: 2018 gab es so viele heiße Sommertage wie nie zuvor und kaum Regen. Diese Entwicklung bestärkt die Stadt in ihrem Ziel, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu sein. Dabei ist Stuttgart auf einem guten Weg, wie der aktuelle Energiebericht für das Jahr 2016 zeigt, den das Amt für Umweltschutz nun vorgestellt hat.
Der Primärenergieverbrauch ist demnach im Vergleich zum Vorjahr um rund drei Prozent gesunken. Gegenüber 1990 beträgt die Einsparung 25 Prozent. Zudem seien die CO2-Emissionen in den städtischen Liegenschaften gegenüber 1990 um zwei Drittel gesunken.
Wie die Stadt Stuttgart mitteilt, wurden die Einsparungen durch eine Vielzahl an Maßnahmen erreicht. Dazu zähle unter anderem die Sanierung der Uhlandschule in Stuttgart-Rot auf Plusenergie-Niveau. Auch bei der Planung neuer Stadtquartiere werde Wert auf nachhaltige Energiekonzepte gelegt. So wird aktuell im Neckarpark eine nachhaltige Wärmeversorgung umgesetzt, die Abwasser als Hauptwärmequelle nutzt. Dazu wird dem Abwasserkanal die Wärme entzogen.
Ein weiterer wichtiger Baustein des städtischen Energiekonzepts sei der Bau von Anlagen, die erneuerbare Energien liefern. Im Jahr 2016 hatte die Stadt eigenen Angaben zufolge 133 Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie in Betrieb; aktuell seien 141 Anlagen in städtischen Gebäuden installiert. Dies stelle nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz dar, die Stadt spare dadurch auch bares Geld: Im Jahr 2016 wurden für Energie und Wasser insgesamt 64 Millionen Euro aufgewendet. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Energiekosten somit um über zwei Millionen Euro reduziert werden.
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