GutachtenEnergiewende bringt ökonomische Vorteile

Investitionen in erneuerbare Energien zahlen sich nicht erst für die nächste Generation aus.
(Bildquelle: creativ collection Verlag)
Eine erste Einschätzung, welche ökonomischen Auswirkungen die Umsetzung der Energie- und Klimaschutzpolitik mit sich bringt, hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, ZSW, vorgenommen. Basis der Untersuchung war das Energieszenario Baden-Württemberg 2050. Wie das baden-württembergische Umweltministerium mitteilt, kommt das Gutachten zu dem Schluss, dass die Energiewende dem Land ökonomische Vorteile verschafft. So werde die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien spätestens ab dem Jahr 2030 kostengünstiger sein, als die Erzeugung mithilfe konventioneller Energieträger und somit volkswirtschaftliche Einsparungen bringen. Die jährlichen volkswirtschaftlichen Mehrkosten durch Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor werden laut Gutachten bereits 2016 ihren Höhepunkt erreicht haben und ab da stetig sinken, bis sie vermutlich sogar noch vor 2030 kostengünstiger als die konventionelle Alternative sein werden. Im Bereich der Wärmebereitstellung aus regenerativen Energien wurde der Zenit der jährlichen Mehrkosten bereits 2009 überschritten. Das ZSW rechnet damit, dass die Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärmebereitstellung aufgrund steigender Brennstoffpreise für fossile Energieträger noch vor dem Jahr 2025 zu volkswirtschaftlichen Einsparungen führen wird. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die Steigerung der Energieeffizienz sind zwar heute mit höheren volkswirtschaftlichen und individuellen Kosten verbunden“, fasst Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller die Ergebnisse des Gutachtens zusammen. „Aber schon in weniger als 20 Jahren werden sich die Investitionen und Anstrengungen auszahlen.“
Das Kurzgutachten des ZSW zum Download (PDF, 2 MB)
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