Samstag, 13. Juni 2026

GutachtenEnergiewende bringt ökonomische Vorteile

[31.10.2012] Die Energiewende ist zwar mit volkswirtschaftlichen Mehraufwänden verbunden, hat insgesamt jedoch positive ökonomische Auswirkungen. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, ZSW.
Investitionen in erneuerbare Energien zahlen sich nicht erst für die nächste Generation aus.

Investitionen in erneuerbare Energien zahlen sich nicht erst für die nächste Generation aus.

(Bildquelle: creativ collection Verlag)

Eine erste Einschätzung, welche ökonomischen Auswirkungen die Umsetzung der Energie- und Klimaschutzpolitik mit sich bringt, hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, ZSW, vorgenommen. Basis der Untersuchung war das Energieszenario Baden-Württemberg 2050. Wie das baden-württembergische Umweltministerium mitteilt, kommt das Gutachten zu dem Schluss, dass die Energiewende dem Land ökonomische Vorteile verschafft. So werde die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien spätestens ab dem Jahr 2030 kostengünstiger sein, als die Erzeugung mithilfe konventioneller Energieträger und somit volkswirtschaftliche Einsparungen bringen. Die jährlichen volkswirtschaftlichen Mehrkosten durch Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor werden laut Gutachten bereits 2016 ihren Höhepunkt erreicht haben und ab da stetig sinken, bis sie vermutlich sogar noch vor 2030 kostengünstiger als die konventionelle Alternative sein werden. Im Bereich der Wärmebereitstellung aus regenerativen Energien wurde der Zenit der jährlichen Mehrkosten bereits 2009 überschritten. Das ZSW rechnet damit, dass die Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärmebereitstellung aufgrund steigender Brennstoffpreise für fossile Energieträger noch vor dem Jahr 2025 zu volkswirtschaftlichen Einsparungen führen wird. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die Steigerung der Energieeffizienz sind zwar heute mit höheren volkswirtschaftlichen und individuellen Kosten verbunden“, fasst Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller die Ergebnisse des Gutachtens zusammen. „Aber schon in weniger als 20 Jahren werden sich die Investitionen und Anstrengungen auszahlen.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik

BDEW Kongress 2026: Branche fordert Planungssicherheit

[11.06.2026] Die Energiebranche fordert von der Bundesregierung zügige Entscheidungen bei zentralen energiepolitischen Vorhaben. Beim BDEW Kongress 2026 warnten Verbandsvertreter vor Verzögerungen bei wichtigen Gesetzen und forderten mehr Planungssicherheit für Investitionen. mehr...

Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), spricht auf der Bühne des BDEW-Kongresses 2026 an einem Rednerpult. Hinter ihr ist das Kongresslogo auf einer großflächigen, violett beleuchteten Bühnenwand zu sehen. Im Vordergrund stehen die roten Buchstaben des BDEW-Logos. Die Aufnahme zeigt ihren Auftritt während der Eröffnung der Fachveranstaltung.

BDEW Kongress 2026: Verband drängt auf schnelle Beschlüsse

[11.06.2026] Der BDEW fordert von der Bundesregierung ein abgestimmtes Energiepaket für 2026. Nach Ansicht des Verbands müssen mehrere zentrale Gesetzesvorhaben zügig beschlossen werden, um Investitionen in die Energieinfrastruktur abzusichern. mehr...

Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche spricht auf dem BDEW-Kongress 2026 an einem Rednerpult vor einem großen Publikum. Hinter ihr zeigt eine überdimensionale Leinwand eine Nahaufnahme der Ministerin während ihrer Rede. Der Bühnenhintergrund ist in violetten und magentafarbenen Tönen gestaltet und trägt das Logo „BDEW Kongress 2026“.

BDEW Kongress 2026: Reiche wirbt für Energiekonsens

[11.06.2026] Auf dem BDEW Kongress setzte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ein Zeichen. Um Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit gleichermaßen zu gewährleisten, sei ein Energiekonsens zwischen Politik, Energiewirtschaft und Gesellschaft notwendig. Die Energiewende könne nur gelingen, wenn politische Ziele und energiewirtschaftliche Realität zusammengeführt würden. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Bürgerenergiegesetz überarbeitet

[11.06.2026] Nordrhein-Westfalen hat das Bürgerenergiegesetz für Windenergieprojekte überarbeitet und das Beteiligungsverfahren vereinfacht. Kommunen erhalten in bestimmten Fällen mehr Geld, während neue Regeln die Umsetzung von Projekten erleichtern. mehr...

Mehrere Photovoltaikmodule sind auf dem geneigten Ziegeldach eines Wohnhauses installiert. Die Solaranlage wird von Sonnenlicht angestrahlt, während im Hintergrund unscharf Bäume und ein blauer Himmel zu sehen sind. Das Bild symbolisiert die dezentrale Erzeugung von Solarstrom und die Nutzung erneuerbarer Energien im privaten Haushalt.
bericht

Energy Sharing: Solarstrom teilen

[03.06.2026] Seit diesem Monat können die Bürger selbst erzeugten Solarstrom untereinander teilen. Das sogenannte Energy Sharing soll für beide Seiten Vorteile bringen. Doch es gibt noch Hürden für die Stromgemeinschaften. mehr...

Titelbild des „Fortschrittsmonitors 2026 Energiewende“ von EY und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Zu sehen ist eine Person mit Schutzhelm und Sicherheitsgeschirr, die auf dem Maschinenhaus einer Windenergieanlage sitzt und über eine hügelige Landschaft mit zahlreichen Windrädern blickt. Links im Bild steht der Schriftzug „Fortschrittsmonitor 2026 Energiewende“ in einem farbigen Rahmen. Unten rechts sind die Logos von EY und BDEW platziert. Die Szene vermittelt den Ausbau erneuerbarer Energien und die Energiewende in Deutschland.

BDEW/EY: Fortschritte bei der Energiewende

[02.06.2026] Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Elektrifizierung sind in Deutschland 2025 weiter vorangekommen. Das geht aus dem aktuellen Fortschrittsmonitor Energiewende von BDEW und EY hervor. Gleichzeitig sehen die Herausgeber erheblichen Handlungsbedarf, um die Klimaziele bis 2030 zu erreichen. mehr...

EEG-Novelle: Bayern und Baden-Württemberg fordern Änderungen

[02.06.2026] Baden-Württemberg und Bayern fordern im Bundesrat Änderungen an der geplanten EEG-Novelle, um den Ausbau der Windenergie an Land zu beschleunigen. Die Länder wollen mehr Ausschreibungsvolumen und bessere Bedingungen für Projekte im Süden, um Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu stärken. mehr...

Energieministerkonferenz: Geschlossenes Signal für die Energiewende

[27.05.2026] Die Energieministerkonferenz auf Norderney hat sich geschlossen für den weiteren Ausbau der Energiewende ausgesprochen und zugleich neue Maßnahmen für Versorgungssicherheit, Netzausbau und Kraftwerksplanung beschlossen. mehr...

GModG: BSW-Solar begrüßt Stärkung der Solarthermie

[19.05.2026] Das Bundeskabinett will Solarthermie im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz stärken und den Einsatz von Solarkollektoren beim Heizungstausch erleichtern. Der Bundesverband Solarwirtschaft erwartet dadurch neue Impulse für den Wärmemarkt, kritisiert aber zugleich die geplante Deckelung des CO₂-Preises. mehr...

VKU/BDEW: Stellungnahme zu neuen Gesetzentwürfen

[18.05.2026] Die Bundesregierung vergangenen Mittwoch die Entwürfe für das Gebäudemodernisierungsgesetz und das neue Kraftwerksgesetz beschlossen. Der VKU und BDEW begrüßen die Signale für Wärme- und Versorgungssicherheit, sehen aber große Risiken bei Infrastrukturplanung, Wettbewerb und Investitionsbedingungen. mehr...

Mehrstöckiges Wohnhaus mit Holzfassade und großer Photovoltaikanlage auf dem Dach in einem grünen Wohngebiet. Das Gebäude verfügt über Balkone, große Fenster und eine Terrasse mit Sitzmöbeln. Im Hintergrund sind weitere Häuser, Bäume und eine hügelige Landschaft zu sehen.

Baden-Württemberg: Energiebranche begrüßt Koalitionsvertrag

[07.05.2026] Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg sieht im neuen Koalitionsvertrag von Grünen und CDU eine Grundlage für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Der Verband fordert zugleich ein konsequentes Vorgehen der künftigen Landesregierung. mehr...

Netzausbau: Neue Stromleitungen geplant

[04.05.2026] Die Bundesregierung will den Ausbau der Stromnetze beschleunigen und neue Leitungen planen. Ein Gesetzentwurf sieht 45 zusätzliche Projekte vor. Ziel sind mehr Planungssicherheit und geringere Kosten im Energiesystem. mehr...

Arbeiter in Schutzkleidung und Helmen steigen an einem hohen Strommast aus Metall hinauf, während sie an Hochspannungsleitungen arbeiten; der Himmel ist blau mit wenigen Wolken.

Energiewende: Kommunen profitieren

[30.04.2026] Viele Städte und Gemeinden erzielen laut einer Umfrage zusätzliche Einnahmen durch erneuerbare Energien. Gleichzeitig bremsen nach Angaben der Kommunen vor allem fehlende Netze und knappe Haushaltsmittel den weiteren Ausbau. mehr...

DStGB: Forderung nach autonomen Bussen

[30.04.2026] Deutschlands Kommunen verlangen deutlich mehr Geld für den Nahverkehr und drängen zugleich auf autonome Busse im ländlichen Raum. Hintergrund sind Rekorddefizite in den Haushalten, drohende Angebotskürzungen im ÖPNV und die Frage, wie Mobilität außerhalb der Ballungszentren künftig gesichert werden kann. mehr...

Politik: Verbände positionieren sich zu aktuellen Gesetzentwürfen

[24.04.2026] Die Gesetzentwürfe zu StromVKG, EEG und Netzpaket stoßen in der Branche auf breite Zustimmung und scharfe Kritik zugleich. Verbände warnen vor Investitionsrisiken und Ausbauhemmnissen, während die Bundesregierung unter Zeitdruck zentrale Weichen stellt. mehr...