Rheinland-PfalzEnergiewende fest im Blick
Die rheinland-pfälzische Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, Ulrike Höfken, hat beim 21. Energietag der Transferstelle Bingen (TSB) Ende vergangener Woche einen Überblick zum Stand der Energiewende in Rheinland-Pfalz gegeben. Wie das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten mitteilt, bietet der Energietag Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eine zentrale Plattform, um die Umsetzung der Energiewende im Land weiter voranzutreiben. „Rund 10.500 Menschen fanden in Rheinland-Pfalz im Jahr 2016 durch den Ausbau der erneuerbaren Energien Beschäftigung – und das vor allem in ländlich geprägten Regionen“, berichtete Höfken. „Die Energieerzeugung aus Sonne, Wind und Biomasse schafft jedoch nicht nur Arbeitsplätze sondern auch Wertschöpfung: Allein in Rheinland-Pfalz erwirtschafteten Anlagen- und Komponentenhersteller von erneuerbaren Energien sowie Betriebs- und Wartungsarbeiten an regenerativen Energieerzeugungsanlagen im Jahr 2015 rund 570 Millionen Euro. Den größten Beitrag leistete die Windenergie mit 270 Millionen Euro.“
Dezentrale Energieversorgung spart lange Transportwege
Rheinland-Pfalz befinde sich bei der Energiewende auf einem guten Weg, so die Ministerin weiter: „Strom und Wärme werden bereits heute zunehmend aus Wind, Sonne, Bioenergie und Erdwärme vor Ort erzeugt und verbraucht. Rund 48 Prozent der Bruttostromerzeugung geht mittlerweile auf die Erneuerbaren zurück, der Bundesdurchschnitt liegt bei etwa 29 Prozent. Der Vorteil: Die dezentrale und erneuerbare Energieversorgung erspart lange Transportwege und Kosten für importierte klimaschädliche fossile Energieträger“, führte Höfken aus.
Gerade zur Erreichung des Klimaschutzziels für Rheinland-Pfalz – weitgehende Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 – sei die Energiewende ein entscheidender Hebel und müsse zügig umgesetzt werden. Damit der Ausbau der erneuerbaren Energien im Land weiter erfolgreich fortführt werden könne, müsse der Bund dringend seine Hausaufgaben erledigen. „Wir brauchen umgehend eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes: Bei der Windenergie muss die Regionalisierungskomponente eingeführt werden, damit südliche Bundesländer im Ausschreibungsverfahren nicht das Schlusslicht bilden. Zudem ist eine deutliche Erhöhung des Ausbauvolumens für die regenerative Stromerzeugung notwendig, um die Klimaschutzziele zu erreichen“, forderte Höfken.
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