Montag, 7. September 2026

Öko-InstitutHandlungsempfehlungen für E-Mobilität

[13.09.2016] Das Öko-Institut begleitet im Rahmen des Projekts ePowered Fleets Hamburg den Praxiseinsatz von knapp 500 E-Mobilen im gewerblichen Bereich. Die Zwischenergebnisse konnten nun als Handlungsempfehlungen veröffentlicht werden.
Das Öko-Institut begleitet in Hamburg die Einführung von knapp 500 Elektrofahrzeugen im gewerblichen Bereich.

Das Öko-Institut begleitet in Hamburg die Einführung von knapp 500 Elektrofahrzeugen im gewerblichen Bereich.

(Bildquelle: Öko-Institut e. V.)

Im Zuge des Projekts ePowered Fleets Hamburg ist ein Working Paper mit Handlungsempfehlungen für die E-Mobilität im gewerblichen Bereich entstanden. In dem Vorhaben ePowered Fleets Hamburg begleitet das Öko-Institut den Praxiseinsatz von knapp 500 E-Fahrzeugen in der Metropolregion Hamburg, an dem über 200 Unternehmen aus einem breiten Branchenspektrum mit unterschiedlich großen Fuhrparks beteiligt sind. Partner des Projekts sind der E-Mobilitätsspezialist hySOLUTIONS und das Leasing-Unternehmen Alphabet. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen des Programms Erneuerbar Mobil gefördert. Nach Ansicht des Öko-Instituts müssen Unternehmen, die verstärkt Elektrofahrzeuge nutzen, im Alltag konkrete Vorteile erleben. Neben steuerlichen Anreizen und einem weiteren Ausbau der Lade-Infrastruktur könnten dies etwa besondere Zufahrtsrechte und kostenlose Parkmöglichkeiten in Städten sein. Steuern und Abgaben für elektrisch betriebene Dienstwagen sollten so umgebaut werden, dass sich für die Nutzer beim Einsatz finanzielle Vorteile ergeben. Insbesondere seitens der Politik brauche es Anreize und Förderung. So könnte die Politik etwa rechtliche Hemmnisse ausräumen, zum Beispiel bei der Genehmigung von Lade-Infrastruktur und der Ausleihe von Poolfahrzeugen für private Zwecke. Denkbar wäre auch, die finanzielle Förderung der Elektromobilität an Standards wie ein effizientes Mobilitätsmanagement zu koppeln. Bislang haben 85 Prozent von 120 Hamburger Nutzern im Rahmen von ePowered Fleets Hamburg ihre Praxiserfahrungen positiv beurteilt. Dennoch haben laut den Forschern viele Unternehmen den Schritt zu einem überwiegenden Einsatz von E-Mobilen noch vor sich. So kommen die Unternehmen zwar schon auf acht Prozent elektrischen Anteil in ihren Fuhrparks und einige Vorreiter nutzten schon mehr als zehn E-Fahrzeuge, drei Viertel der Unternehmen verfügen aber erst über ein bis zwei Elektrofahrzeuge. „Jetzt kommt es darauf an, die nächsten Schritte hin zu weitgehend elektrischen Fuhrparks zu gehen“, fasst Lukas Minnich, Wissenschaftler am Öko-Institut mit Schwerpunkt Nachhaltige Mobilität zusammen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Elektromobilität

KVG: Betriebshof wird auf emissionsfreien Busverkehr umgestellt

[07.09.2026] Der Eigenbetrieb Beteiligungen der Landeshauptstadt Kiel modernisiert den KVG-Betriebshof in der Werftstraße für den weiteren Ausbau des Elektrobusverkehrs. Mit dem Abriss einer alten Wagenhalle entstehen Flächen für zusätzliche Fahrzeuge und Lade-Infrastruktur. mehr...

M3E: Aktualisiertes Whitepaper zur GEIG-Novelle

[24.08.2026] Die GEIG-Novelle verschärft die Vorgaben für Lade-Infrastruktur an Wohn- und Nichtwohngebäuden. M3E hat die neuen Pflichten und Fristen in einem aktualisierten Whitepaper zusammengefasst. mehr...

Hansen powercloud: Elli verlängert Vertrag für Abrechnungsplattform

[24.08.2026] Elli verlängert den Vertrag für die energiewirtschaftliche Abrechnungsplattform Hansen powercloud bis 2030. Die Plattform soll künftig auch neue Geschäftsmodelle und Vehicle-to-Grid-Anwendungen unterstützen. mehr...

Lichtblick: Schnellladestandorte erhalten Batteriespeicher

[18.08.2026] LichtBlick setzt erstmals Batteriespeicher ein, um Schnellladen auch bei begrenzter Netzanschlusskapazität zu ermöglichen. Zwei neue Standorte in Norddeutschland zeigen, wie Speicher hohe Ladeleistungen absichern und zugleich Lastspitzen abfangen können. mehr...

Würselen: Schnellladepark in Planung

[17.08.2026] EWV und Caritas planen in Würselen einen öffentlich zugänglichen Schnellladepark mit acht Ladepunkten und bis zu 400 Kilowatt Ladeleistung. Der Standort an der Krefelder Straße soll 2027 in Betrieb gehen und schnelles Laden mit Einkaufsmöglichkeiten verbinden. mehr...

swb: Webinare rund um Wärme, Solarenergie und E-Mobilität

[14.08.2026] swb bietet im August und September kostenfreie Webinare zu Wärme, Solar und E-Mobilität an. Im Mittelpunkt stehen neue Förderbedingungen, technische Lösungen und Fragen, die für geplante Investitionen im Land Bremen relevant sind. mehr...

Öffentliche Ladesäule der Stadtwerke Tübingen: Förderung durch den Bund ist laut BDEW zu bürokratisch.

E.ON-Umfrage: Zulassungsrekord von E-Autos

[12.08.2026] E-Autos erreichen 2026 einen neuen Zulassungsrekord, zugleich nennen Fahrer vor allem niedrigere Energiekosten und mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen als Kaufgründe. Eine E.ON-Umfrage zeigt, welche Faktoren den Umstieg prägen und wo vor allem beim Laden, bei der Reichweite und beim Fahrzeugwert noch Informationsbedarf besteht. mehr...

Karlsruhe: Lade-Infrastruktur wächst

[12.08.2026] Karlsruhe hat fünf weitere Schnellladestandorte für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen. Damit wächst das öffentliche Ladenetz auf rund 530 Ladepunkte, während die Stadt bereits weitere Standorte prüft. mehr...

BSI: Eckpunkte zur Cyber-Sicherheit von Ladesäulen

[03.08.2026] Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat ein Eckpunktepapier zur Cyber-Sicherheit öffentlicher Lade-Infrastruktur veröffentlicht. Es soll den Ausbau der Elektromobilität mit einheitlichen Sicherheitsmaßnahmen begleiten und den Schutz vor künftigen Cyber-Risiken verbessern. mehr...

Stadtwerke Stuttgart: Ausbau von digitaler Ladeplattform

[31.07.2026] Die Stadtwerke Stuttgart bauen ihre digitale Ladeplattform für Elektrofahrzeuge aus. Die neue Systemarchitektur soll neue Tarife, eine Fahrer-App und zusätzliche Angebote für Privat- und Geschäftskunden ermöglichen. mehr...

Lade-Infrastruktur: BDEW liefert neue Zahlen zum Ausbau

[28.07.2026] Die öffentliche Lade-Infrastruktur in Deutschland wächst weiter und umfasst inzwischen mehr als 204.000 Ladepunkte. Neue Zahlen des BDEW zeigen, dass der Ausbau dem Fahrzeugbestand deutlich vorausläuft und die Auslastung der Ladesäulen niedrig bleibt. mehr...

Wiesbaden: Ausbauziel der Lade-Infrastruktur übertroffen

[23.07.2026] Wiesbaden hat den ersten Ausbauschritt seiner öffentlichen Lade-Infrastruktur früher als geplant übertroffen. Mit 446 neuen Ladepunkten setzt die Stadt ihren Ausbaupfad bis 2030 fort und stärkt die Elektromobilität im öffentlichen Raum. mehr...

Abfallwirtschaft Stuttgart: Neue Betriebsstelle in Betrieb genommen

[30.06.2026] Abfallwirtschaft Stuttgart hat in Stuttgart-Wangen eine neue Betriebsstelle mit Lade-Infrastruktur für vollelektrische Müllfahrzeuge und großflächiger Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. mehr...

Karlsruhe: Entsorgungsbetrieb baut elektrische Flotte weiter aus

[30.06.2026] Das Team Sauberes Karlsruhe baut seine Flotte batterieelektrischer Abfallsammelfahrzeuge und die zugehörige Lade-Infrastruktur deutlich aus. Damit stärkt der kommunale Entsorger seine Vorreiterrolle in Baden-Württemberg und verfolgt das Ziel eines weitgehend emissionsfreien Fuhrparks bis 2035. mehr...

charGER: Einheitliche Genehmigungsfreiheit für Lade-Infrastruktur gefordert

[24.06.2026] Der Branchenverband charGER fordert eine bundesweit einheitliche Genehmigungsfreiheit für Lade-Infrastruktur und alle dazugehörigen technischen Anlagen. Hintergrund sind unterschiedliche Landesregelungen, die den Ausbau von Ladesäulen bremsen und Investitionen erschweren. mehr...