Agentur für Erneuerbare EnergienHintergrundpapier bewertet Wärmewende

In einem neuen Hintergrundpapier bewertet die AEE den Zustand der Wärmeversorgung in den Ländern und die Dynamik der Wärmewende.
(Bildquelle: AEE/Bioenergie BGL)
Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) bewertet in einem neuen Hintergrundpapier den Zustand der Wärmeversorgung in den Ländern und die Dynamik der Wärmewende. Ihrem Bericht zufolge stammen bundesweit 18,1 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien. Die regionalen Unterschiede sind groß.
Bei der kommunalen Wärmeplanung liegt Baden-Württemberg vorne. Dort gilt seit 2020 eine Pflicht zur Aufstellung von Wärmeplänen, und 26 Prozent der Kommunen haben sie bereits vorgelegt. In Nordrhein-Westfalen sind es zwölf Prozent. Rheinland-Pfalz, das die meisten verpflichteten Kommunen hat, kommt auf sieben Prozent und entspricht damit dem Bundesdurchschnitt.
Der Bund strebt 2045 treibhausgasneutrale Wärme an. Laut AEE setzen drei Viertel der Kommunen frühere Zielmarken und peilen 2040 an, sieben Prozent sogar 2035. Wärmenetze decken derzeit rund neun Prozent des Wärmebedarfs. Nach den Plänen sollen sie auf 37 Prozent wachsen.
Die Möglichkeiten der Länder hängen stark von Lage, Geologie und Wirtschaftsstruktur ab. Biomasse prägt die erneuerbare Fernwärme, weshalb agrar- und waldreiche Länder besonders hohe Anteile erreichen. Bayern erzeugte 2022 mit 5,4 Milliarden Kilowattstunden die meiste erneuerbare Fernwärme, getragen von seiner dominierenden Geothermie-Leistung von 385 Megawatt. Das entspricht 33,7 Prozent des bundesweiten erneuerbaren Fernwärme-Aufkommens. Dahinter folgen Baden-Württemberg mit 27,2 Prozent und Rheinland-Pfalz mit 26,7 Prozent.
Die Wärmepumpe war 2024 das häufigste Heizsystem im Neubau. Sachsen-Anhalt und das Saarland führen mit Anteilen von 83 und 82 Prozent. In den Stadtstaaten sinken die Quoten unter 50 Prozent, weil dort Fernwärme in verdichteten Quartieren dominiert. Rechnet man den Gebäudebestand ein, weist Rheinland-Pfalz die meisten Wärmepumpen pro Kopf auf. Bei Wohngebäuden liegen Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vorn.
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