Rheinland-PfalzKlimaschutzkonzept wird ausgestaltet
Der Klimawandel ist längst in Rheinland-Pfalz angekommen. „Etwa zwei bis drei Millionen Bäume sind den Auswirkungen der Klimaerwärmung 2018 und 2019 zum Opfer gefallen, die Grundwasserneubildung ist in den vergangenen 15 Jahren um etwa zwölf Prozent zurückgegangen und die Jahresdurchschnittstemperatur in Rheinland-Pfalz ist bereits um 1,6 Grad Celsius gestiegen“, bilanziert die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen).
Auch deswegen wird das Landesklimaschutzkonzept fortgeschrieben. Online können sich alle Bürger des Bundeslandes ab 16 Jahren daran beteiligen – bis spätestens zum 27. September 2019. Sie können dabei eigene Maßnahmen vorschlagen oder schon bestehende bewerten. Aktuell werden 147 Maßnahmen in acht Sektoren vorgeschlagen. Auch nach Abschluss des Online-Dialogs soll der Beteiligungsprozess weitergehen.
Rheinland-Pfalz hat 2014 als drittes Bundesland ein Landesklimaschutzgesetz verabschiedet. Darin ist die weitgehende Klimaneutralität in Rheinland-Pfalz bis 2050 gesetzlich verankert. Das Landesklimaschutzkonzept, so Höfken, bilde dabei eine zentrale Grundlage für gesellschaftliche Aktivitäten zur CO2-Minderung.
Das Klimaschutzkonzept wird seit Ende 2015 mit 99 Maßnahmen umgesetzt. Für die Maßnahme „Wärmewende im Quartier“ wurden bei 74 Anträgen zur Erstellung von Quartierskonzepten und zur Einstellung von Sanierungsmanagern rund sieben Millionen Euro bewilligt. Zudem unterstützt das Land 16 kommunale Wärmenetze auf Basis von erneuerbaren Energien mit 16 Millionen Euro.
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