Montag, 2. März 2026

KlimaschutzkonzepteKommunen brauchen Kümmerer

[01.08.2013] Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg berät Kommunen bei der Erstellung von Klimaschutzkonzepten. Eine Erfahrung: Die Maßnahmen sind erfolgreich, wenn das Thema zur Chefsache erklärt wird.

Rund 130 baden-württembergische Städte und Gemeinden haben bereits Klimaschutzkonzepte erstellt. Dies teilte die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) jetzt mit. Die Landesenergieagentur hat in den vergangenen Jahren viele Kommunen beraten. Die Erfahrungen zeigten, dass erfolgreiche Klimaschutzkonzepte alle Akteure bei der Umsetzung von Anfang an mit einbeziehen. Harald Bieber, Leiter Energie- und Klimaschutzkonzepte bei der KEA, erklärte: „Vor allem die Kommunen, in denen das Thema zur Chefsache erklärt worden ist, sind erfolgreich.“ Weiteres Erfolgsrezept: „Es braucht einen Kümmerer in der Kommune, der die Sache engagiert voranbringt und auch mit den erforderlichen Kompetenzen ausgestattet sein sollte“, so der KEA-Experte. Beispiele seien die Städte Aalen oder Offenburg. Wichtig sei auch die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. So habe Aalen beispielsweise eine erfolgreiche Dachmarke etabliert. Bieber: „Alles, was die Kommune nun im Bereich Klimaschutz unternimmt, wird unter der Marke Aalen schafft Klima kommuniziert. So entsteht ein hoher Wiedererkennungswert und eine Bindung zum Thema.“ Auch die badische Stadt Offenburg sei eine Paradekommune: Eine Aktion reihe sich an die nächste – nie jedoch ohne das Gesamtziel aus den Augen zu verlieren: Die Reduzierung der CO2-Emissionen um 80 Prozent bis 2050 auf nur noch zwei Tonnen pro Einwohner und Jahr. Das Fazit der Landesenergieagentur: Egal, ob große Städte wie Stuttgart und Karlsruhe, Kleinstädte wie Bad Schussenried und Altensteig oder Gemeinden wie Hüttlingen – wer die Energiewende nicht nur meistern, sondern aktiv gestalten möchte, brauche mehr als Einzelaktionen – ein Konzept könne der Fahrplan in eine energieeffiziente Zukunft sein.





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