Region HannoverModerne Strukturen für Energiewende

Photovoltaikanlage auf dem Gesundheitsamt der Region Hannover.
(Bildquelle: Markus Glombik, Region Hannover)
Die 1,2 Millionen Einwohner zählende Gebietskörperschaft der Region Hannover möchte fossile Energieträger in den nächsten Jahren durch den Bau neuer Erneuerbare-Energien-Anlagen und eine Sensibilisierung der Bevölkerung stetig und konsequent aus ihrem Energie-Mix ausschließen. Ziel ist die Treibhausgasneutralität bis 2035. Daran arbeiten Klimaschutz-Netzwerke mit Akteuren aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
Um dem enormen administrativen Aufwand gerecht zu werden, bündelt und koordiniert die Regionsverwaltung mit ihren etwa 3.000 Mitarbeitenden ihre Klimaschutz- und Energiewende-Aktivitäten in dem seit Februar 2023 bestehenden Fachbereich Energie und Klima. Dieser vernetzt Kommunen untereinander und mit spezialisierten Institutionen, um zielgerichtete Maßnahmen möglichst effizient zu planen und zügig umzusetzen. Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) sieht in der Verwaltungsstruktur der Region Hannover Vorbildpotenzial für große und auch kleinere Kommunen: „Die Voraussetzung für eine gelingende Energiewende in Deutschland ist es, entsprechende Kompetenzen auf allen Ebenen der Administrative zu etablieren. Dabei ist es förderlich, Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Öffentlichkeit an den kommunalen Tisch zu bringen.“ Deswegen wurde die Region auch für den September 2023 als Energiekommune des Monats ausgezeichnet.
Klimaplan für Energie-, Wärme- und Verkehrswende
Als Vorreiterin im Klimaschutz unterstützt die Region Hannover ihre 21 Städte und Gemeinden, einschließlich der Landeshauptstadt Hannover, sowie regionale Organisationen und Privatpersonen bei erneuerbaren Vorhaben. Grundlage sind umfassende Energiewende-Programme, die unter anderem eine Dachdämmungs- und Solarförderung, die Renaturierung der Hannoverschen Moorgeest und einen ambitionierten Plan zur Verkehrswende beinhalten.
Letzterer setzt schwerpunktmäßig auf Elektromobilität und eine gerechtere Straßenaufteilung im Sinne des ÖPNV und Fahrradverkehrs. Zusammengefasst werden die dafür erforderliche Erstellung regionaler Szenarien sowie alle Sofort- und langfristig angelegten Klimaschutzmaßnahmen im aktuell entstehenden Klimaplan 2035. Jens Palandt, Dezernent für Umwelt, Klima, Planung und Bauen der Region Hannover, erklärt: „Treibhausgasneutralität kann nur gemeinsam gelingen. Als Region planen, unterstützen und vernetzen wir auf verschiedenen Ebenen und zu unterschiedlichen Themen. Wir setzen dabei auf sozial- und umweltverträgliche erneuerbare Energien, Effizienz und Einsparungen.“
Mit erneuerbaren Energien zur Netto-
Erneuerbare-Energien-Anlagen sind das Rückgrat der Energiewende in der gesamten Region Hannover. 265 Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von rund 448 Megawatt produzieren in der Region klimafreundlichen Strom. Nun sollen durch die Ausweisung von neuen Vorranggebieten im Regionalen Raumordnungsprogramm die Anzahl und Leistung steigen. Zudem soll mit einer Solaroffensive auch die Zahl der Photovoltaikanlagen auf allen infrage kommenden Dachflächen in der Region bis 2030 deutlich steigen. Über die Dach-Solar-Richtlinie werden beispielsweise Maßnahmen zur Dachdämmung gefördert, wenn gleichzeitig eine Solaranlage installiert wird.
https://www.unendlich-viel-energie.de
Görlitz: 2030 grenzüberschreitend klimaneutral
[13.07.2026] Görlitz will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Daraus ist ein langfristiger Umbau der Energieversorgung, der Stadtentwicklung und der Zusammenarbeit entstanden. Die Stadt arbeitet mit Partnern aus Deutschland und Polen zusammen. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als „Energie-Kommune des Monats Juli 2026” ausgezeichnet. mehr...
Hamburg: CO2-Bilanz vorgelegt
[08.07.2026] Hamburg hat erstmals eine CO2-Schätzbilanz bereits sechs Monate nach Ende des Bilanzjahres vorgelegt. Die vorläufigen Daten zeigen für 2025 einen Anstieg der Emissionen und sollen die Steuerung der Klimapolitik deutlich beschleunigen. mehr...
Bremen: Schornstein macht Platz für Neues
[08.07.2026] Auf dem Kraftwerksgelände der swb im Bremer Hafen beginnt der Rückbau der Schornsteine der ehemaligen Steinkohleblöcke 5 und 6. Mit dem Abriss verschwindet nicht nur das höchste Bauwerk Bremens, sondern es entstehen auch Flächen für den weiteren Umbau des Energiestandorts. mehr...
Konstanz: Neuer Klimaschutzbericht erschienen
[29.06.2026] Der 14. Klimaschutzbericht der Stadt Konstanz verweist auf eine wachsende Lücke zwischen Klimazielen und tatsächlicher Umsetzung. Zugleich nennt der Bericht konkrete Ansätze für schnellere Emissionsminderungen und eine wirksamere Finanzierung des kommunalen Klimaschutzes. mehr...
Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038
[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...
BEEKOMM: Thüringen erhält 1,6 Millionen Euro Förderung
[05.06.2026] Mit dem Projekt BEEKOMM unterstützt Thüringen Kommunen beim schnelleren Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik. Bund und Land stellen dafür Fördermittel bereit und finanzieren neue Beratungsangebote, die Planungsprozesse vor Ort beschleunigen sollen. mehr...
Netzwerk Altmühlfranken: Auszeichnung für Energie- und Wärmewendeprojekte erhalten
[03.06.2026] Das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken ist für seine interkommunale Zusammenarbeit bei Energie- und Wärmewendeprojekten ausgezeichnet worden. In drei Jahren entstanden 38 gemeinsame Konzepte und Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich vorangebracht haben. mehr...
eueco: Neue Leitfadenreihe zur Bürgerbeteiligung veröffentlicht
[28.05.2026] eueco hat eine neue Leitfadenreihe für Bürgerbeteiligung an Projekten mit erneuerbaren Energien veröffentlicht. Hintergrund sind strengere Vorgaben, wachsender Finanzierungsdruck und der steigende Bedarf an standardisierten Beteiligungsmodellen für Kommunen, Stadtwerke und Projektierer. mehr...
Oberpfalz: Kommunales Klimaschutz-Netzwerk gegründet
[26.05.2026] In der Oberpfalz hat ein kommunales Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau erneuerbarer Energien seine Arbeit aufgenommen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Städte und Gemeinden bei Speichertechnik, Netzausbau und Finanzierungsmodellen enger zusammenbringen. mehr...
Baden-Württemberg: Zum letzten Mal erhalten Kommunen den European Energy Award
[15.05.2026] Baden-Württemberg hat acht Kommunen mit dem European Energy Award ausgezeichnet, der in Deutschland nun ausläuft. Neue Klimaschutzmanagement-Systeme sollen den Übergang sichern und Kommunen beim Ausbau ihrer Klimaschutzmaßnahmen weiter unterstützen. mehr...
Bad Berleburg: Energie-Kommune mit Wind, PV und Verkehrswende
[13.05.2026] Die Stadt Bad Berleburg wurde von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zur „Energie-Kommune des Monats Mai 2026“ gekürt. Die nordrhein-westfälische Kommune setzt auf Windkraft, Photovoltaik und neue Mobilitätskonzepte. Ihr Ziel ist es, bis 2035 treibhausgasneutral zu sein. mehr...
Klimakommune Deutschland: Neues Programm für kommunalen Klimaschutz vorgestellt
[12.05.2026] Der Verein Klimakommune Deutschland hat ein neues Programm für kommunalen Klimaschutz und die Umsetzung der Energiewende vorgestellt. Nach dem Aus des European Energy Award sollen Städte, Gemeinden und Landkreise damit wieder ein strukturiertes Instrument für Klimastrategien und Emissionsminderung erhalten. mehr...
Bundeswirtschaftsministerium: Wettbewerb für klimafreundliche Quartiere
[06.05.2026] Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen neuen Innovationswettbewerb für Energiequartiere gestartet. Ziel ist es, bestehende Stadtteile effizienter, widerstandsfähiger und klimaverträglicher zu machen. Bewerbungen sind bis zum 2. Oktober 2026 möglich. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor
[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...
Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen
[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...















