Mittwoch, 22. Juli 2026

BSINeue Marktanalyse zu Gateways

[16.11.2020] Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat seine Marktanalyse für intelligente Stromnetze aktualisiert. Derzeit gibt es vier zertifizierte Anbieter von Smart Meter Gateways. Eine erste Re-Zertifizierung wurde abgeschlossen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Marktanalyse nach dem Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen (MsbG) aktualisiert und veröffentlicht. Die Marktanalyse erfasst den Stand der Umsetzung der BSI-Standards sowie der eichrechtlichen Anforderungen über die Wertschöpfungskette Messeinrichtung, Smart Meter Gateway (SMGW), Gateway-Administrator und Back-End-Systeme im Markt zum Stichtag 30. Oktober 2020. Bereits mit der Marktanalyse vom 3. Februar 2020 hatte das BSI dargestellt, dass der verpflichtende Roll-out intelligenter Messsysteme im Bereich Smart Metering beginnen kann und die Freigabe in diesem Einsatzbereich durch die Feststellung der technischen Möglichkeit – Markterklärung genannt – erteilt. Nun hat das BSI seine Marktanalyse erneut aktualisiert.
Gegenüber der letzten Veröffentlichung haben sich unter anderem folgende Neuerungen ergeben: Mit der Theben AG hat der vierte Hersteller die Zertifizierung seines SMGW erfolgreich abgeschlossen (wir berichteten). Damit bieten nun insgesamt vier unabhängige Hersteller Smart Meter Gateways am Markt an. Die PPC AG hat am 30. Oktober 2020 erfolgreich die Re-Zertifizierung ihres SMGW durchgeführt und damit als erster Hersteller weitere Tarif-Anwendungsfälle (TAF 9, 10 und 14) implementiert. Das BSI legt dar, dass die Voraussetzungen für die Anbindung so genannter SLP-Gaszähler an das Smart Meter Gateway gegeben sind. Die Anzahl der eichrechtlich zugelassenen SMGW-Administrationssysteme wurde bei allen zertifizierten SMGW erweitert. „Strom-Netzbetreiber erhalten nun mithilfe intelligenter Messsysteme wichtige Informationen über die aktuelle Belastung ihres Netzes und können so mögliche Engpässe rechtzeitig erkennen und vorbeugen“, sagt BSI-Präsident Arne Schönbohm.





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