Freitag, 9. Januar 2026

Initiative evu+Stimme für „Energiewende von unten“

[16.04.2021] Kleine und mittlere Unternehmen im Energiemarkt sollen eine Stimme bei Politik, Behörden und anderen Verbänden finden. Dazu wurde unter dem Dach des edna die Initiative evu+ gegründet.

Um den kleinen und mittleren Unternehmen im Energiemarkt eine Stimme bei Politik, Behörden und anderen Verbänden zu verleihen, ist unter dem Dach des edna Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation jetzt die Initiative evu+ gegründet worden. Ihr Ziel ist laut edna, über alle Marktrollen hinweg das Funktionieren des Marktes zu sichern, ohne dabei die begrenzten Ressourcen der kleinen und mittleren Unternehmen aus den Augen zu verlieren. Die Initiative setze sich dafür ein, dass kleine und mittlere Unternehmen bei der Regelsetzung konsequent berücksichtigt und energiewirtschaftliche Prozesse verschlankt werden. Auf der Plattform der evu+ sollen die Entbürokratisierung der Regulierung beschleunigt, die erneuerbaren Energien und damit die Demokratisierung der Energiewirtschaft vorangetrieben und die Wertschöpfung vor Ort erhalten werden. Hierfür sind laut edna neue Technologien sowie eine weitgehende Digitalisierung der Marktprozesse notwendig. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Unternehmen wie die E-Werke Haniel Haimhausen, das Elektrizitätswerk Schweiger und die Elektrizitätsgenossenschaft Wolkersdorf. Auch edna-Mitglieder wie das Fraunhofer IOSB AST, DiCentral, phi Consulting oder Topcom arbeiten aktiv an der Positionierung der Initiative evu+ mit. Schon während der Gründungsphase im Jahr 2020 habe sich die Initiative unter anderem für eine de-minimis-Regelung bei Post-EEG PV-Anlagen stark gemacht.
Die Energiewende bringt die Abkehr von den klassischen zentralen Versorgungsstrukturen hin zu einer dezentral organisierten Stromwirtschaft mit sich. Die kleineren und mittleren Versorger und Netzbetreiber übernehmen in wachsendem Maße Verantwortung und gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig orientiert sich die Regulierung des Marktes laut edna nach wie vor an den großen Versorgungsunternehmen und ihren Strukturen, da diese in den Gremien und Verbänden einen überproportional großen Einfluss haben. „Viele Vorgaben belasten gerade die kleinen und mittleren Versorgungsunternehmen über die Maßen. Ihre Handlungsfähigkeit vor Ort wird durch die Regulierung und Gesetzgebung deutlich eingeschränkt und behindert“, beschreibt edna-Geschäftsführer Rüdiger Winkler einen der Auslöser für die Gründung der Initiative.



Stichwörter: Politik, edna, EVU


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