Montag, 12. Januar 2026

NiedersachsenTask Force schließt Arbeit ab

[26.09.2025] Die niedersächsische Task Force Energiewende hat ihre Arbeit nach rund zweieinhalb Jahren beendet. Laut Umweltministerium konnten Genehmigungen für Windräder beschleunigt und Photovoltaik-Zubau auf Rekordniveau gesteigert werden.

Die niedersächsische Task Force Energiewende hat jetzt ihre Arbeit abgeschlossen.

(Bildquelle: 123rf/uhland38)

Wie die niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz berichtet, hat die 2023 eingerichtete Task Force Energiewende ihre Arbeit erfolgreich abgeschlossen. Ziel war es, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und Hemmnisse beim Ausbau von Wind- und Solaranlagen abzubauen. Nach Angaben von Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), Energieminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) und Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Bündnis 90/Die Grünen) sind die Genehmigungs- und Zubauzahlen in den vergangenen zweieinhalb Jahren deutlich gestiegen. So sei die durchschnittliche Dauer von Genehmigungen für Windenergieanlagen auf 3,5 Monate gesunken – bundesweit liegt sie bei rund neun Monaten.

Zuwachs bei Photovoltaik

Auch bei der Photovoltaik habe Niedersachsen einen Sprung gemacht: 2024 wurden mehr als 1.600 Megawatt Leistung neu installiert, dreimal so viel wie zuvor. Insgesamt sind nun rund 10.000 Megawatt Photovoltaik-Leistung im Land installiert. Besonders stark wuchs der Bereich der Freiflächenanlagen, deren Ausbau sich seit 2022 vervierfacht hat. Beim Windenergie-Zubau stieg die Nettoleistung von 460 Megawatt im Jahr 2022 auf knapp 700 Megawatt im Jahr 2024. Die Zahl der genehmigten Windanlagen verdoppelte sich in diesem Zeitraum auf über 2.000 Megawatt. Damit verfügt Niedersachsen inzwischen über mehr als 13.000 Megawatt installierte Windkraftleistung.

Energie- und Klimaminister Meyer verwies darauf, dass der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch von 81,1 Prozent im Jahr 2021 auf 102,3 Prozent im Jahr 2024 gestiegen sei. Niedersachsen produziere damit erstmals mehr Strom aus Sonne, Wind und Biogas, als verbraucht werde. Raumordnungsministerin Staudte hob die Rolle der regionalen Landesentwicklung hervor, die Kommunen bei Flächenausweisungen für Wind- und Solarprojekte unterstütze.

Gesetzgeberische Initiativen

Zur Arbeit der Task Force gehörten auch gesetzgeberische Initiativen wie das niedersächsische Windgesetz und das Wind-/PV-Beteiligungsgesetz, die Überarbeitung von Leitfäden zum Artenschutz sowie die Einrichtung einer Servicestelle Erneuerbare Energien. Diese berät Genehmigungsbehörden und Projektierer, moderiert bei Konflikten und organisiert Fachveranstaltungen. Mit dem Personalverstärkungsprogramm „Verfahrensbeschleunigung Energiewende“ wurde zudem zusätzliches Fachpersonal für Planungs- und Genehmigungsbehörden bereitgestellt.

Ein Schwerpunkt lag darüber hinaus auf dem Netzausbau: Die Landesregierung weitete ihr Monitoring von Übertragungs- auf Verteilnetze aus und suchte den direkten Austausch mit Netzbetreibern, um Engpässe zu vermeiden. Dabei ging es auch um die Integration von Batteriespeichern und um technische Lösungen wie die Überbauung von Netzverknüpfungspunkten.

Die Landesregierung kündigte an, die begonnenen Prozesse in den bestehenden Strukturen fortzuführen. Ministerpräsident Lies erklärte: „Das Ziel steht: Wir werden für Niedersachsen eine unabhängige, sichere und klimaneutrale Energieversorgung aufbauen. Wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz gehen in Niedersachsen Hand in Hand.“





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