Mittwoch, 15. Juli 2026

GeodatenVerbesserter Standard

[22.04.2015] Effektivere Einsatzmöglichkeiten für den Standard „Web Processing Services“ verfolgt das Projekt RichWPS. Das Unternehmen Disy Informationssysteme hat die Ergebnisse nun in einem Workshop präsentiert.
Das RichWPS-Projekt-Team beim WPS-Workshop in Karlsruhe.

Das RichWPS-Projekt-Team beim WPS-Workshop in Karlsruhe.

(Bildquelle: Disy)

Um die „Web Processing Services“ (WPS) für die verteilte Geodatenprozessierung effektiver einsetzen zu können, hat das Unternehmen Disy Informationssysteme gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Verwaltung das Projekt RichWPS gestartet. Die Ergebnisse wurden jetzt in einem öffentlichen Abschluss-Workshop in Karlsruhe präsentiert. Beim WPS handelt es sich um einen internationalen Standard, um räumliche Analysen von Geodaten durchzuführen. Das ist vor allem bei der Planung und beim Bau von Windenergieanlagen wichtig, bei dem viele Akteure beteiligt sind und die benötigten Daten an entsprechend vielen Stellen vorliegen. Der Standard wurde von der Organisation Open Geospatial Consortium (OGC) definiert. „Wie allgemein im Internet, ist auch im Umgang mit Geodaten und in Geodaten-Infrastrukturen der Übergang vom Daten-Web zum Dienste-Web der naheliegende nächste Evolutionsschritt“, sagt Disy-Geschäftsführer Claus Hofmann. Die Standards des OGC seien hier eine wichtige Grundlage für technische Interoperabilität. „Dennoch zeigen unsere praktischen Erfahrungen, dass die derzeit an einigen Stellen zu allgemein gehaltene Spezifikation von WPS einerseits zu unnötiger Komplexität führt und andererseits durch Spezifikationslücken die wirkliche Interoperabilität zwischen unabhängigen Systemen nicht fördert. Beides sind Hürden für die weitere Verbreitung und Nutzung in der Praxis. Diese Hürden möchte das Projekt RichWPS beseitigen oder zumindest reduzieren“, so Hofmann weiter. Die im Forschungsprojekt geschaffenen Konzepte wurden laut Disy am Beispiel von zwei Praxisszenarien entwickelt und getestet: Bei der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) wurden Modell- und Messdaten von Wasserständen verglichen. Beim Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN-SH) wurde ein Workflow zur Bewertung des ökologischen Zustands des Wasserkörpers im Wattenmeer mit WPS-Bausteinen realisiert. Die Werkzeuge aus RichWPS umfassen unter anderem ein grafisches Modellierungswerkzeug für verteilte Geodaten-Verarbeitungsprozesse mit Tests- und Optimierungsmöglichkeiten sowie einen transaktionalen WPS-Server zur Ausführung zusammengesetzter Prozesse. Auch client-seitige Module zum Umgang mit heterogenen Daten und zum mobilen Einsatz sowie eine Weiterentwicklung der WPS-Präsentationsdirektiven (WPS-PD) zur Steuerung der client-seitigen Darstellung von WPS-Ergebnissen sind enthalten.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

Stadtwerke Baden-Baden: Neue GIS-Plattform für alle Versorgungssparten

[10.07.2026] Die Stadtwerke Baden-Baden stellen ihre Geoinformations- und Netzsysteme schrittweise auf eine neue webbasierte Plattform um. Nach Angaben von VertiGIS soll damit eine integrierte Arbeitsumgebung für die Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme entstehen. mehr...

bericht

Mahnwesen: Lücke im SAP-System

[09.07.2026] Stadtwerke, die SAP im Mahnwesen einsetzen, müssen Mahngebühren manuell verbuchen. Das kostet wertvolle Arbeitszeit und birgt die Gefahr von Fehlbuchungen und Compliance-Risiken. Eine SAP-basierte Erweiterung automatisiert den Prozess und beseitigt diese Schwachstelle. mehr...

cortility: Einfacher Lieferantenwechsel

[08.07.2026] Der IT-Dienstleister cortility hat eine Software vorgestellt, die Energieversorger beim seit 2025 geltenden 24-Stunden-Lieferantenwechsel unterstützen soll. mehr...

dena: Data Spaces für die Energiewende

[02.07.2026] Rund 50 Akteure aus der Energie- und Digitalwirtschaft sprechen sich für den Aufbau von Data Spaces aus. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (dena) sollen standardisierte Datenräume den sicheren Datenaustausch erleichtern, die Energiewende unterstützen und die digitale Souveränität in Deutschland und Europa stärken. mehr...

Dresden: Energielotse überarbeitet

[30.06.2026] Dresden hat seinen Digitalen Energielotsen grundlegend überarbeitet und um neue Funktionen erweitert. Die Online-Plattform soll Bürgerinnen und Bürger bei Entscheidungen zu Heizung, Wärmeversorgung und Fördermitteln im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung unterstützen. mehr...

Mannheim: Kläranlage erhält digitales Prozessleitsystem

[26.06.2026] Die Mannheimer Kläranlage arbeitet künftig mit einem durchgängigen digitalen Prozessleitsystem. Die Modernisierung soll die Betriebssicherheit erhöhen, Ressourcen sparen und die Anlage auf strengere Vorgaben in der Wasserwirtschaft vorbereiten. mehr...

Advertorial: Das Zusammenspiel entscheidet

[25.06.2026] Stadtwerke stehen vor einer neuen Phase der Digitalisierung: Kundenerwartungen steigen, IT-Landschaften werden komplexer, Fachwissen geht verloren. Operative Handlungsfähigkeit zu erhalten und sich gleichzeitig zukunftsfähig aufzustellen, wird zur obersten Priorität. mehr...

deeeper.technology: Start von KI-Plattform

[24.06.2026] Das Unternehmen deeeper.technology hat mit den Deeeper Energy Maps eine KI-Plattform gestartet, die Energiedaten gebündelt auf einer interaktiven Karte darstellt. Die Lösung soll Projektentwicklern und Beratern die Standortbewertung deutlich erleichtern. mehr...

Kisters: Plattform für Steuerbarkeitstests

[23.06.2026] Netzbetreiber müssen jährlich die Steuerbarkeit von Erzeugungsanlagen prüfen und die Ergebnisse an die Übertragungsnetzbetreiber melden. Der Softwareanbieter Kisters hat seine Redispatch-2.0-Plattform dafür erweitert. mehr...

interview

Interview: Tief integrierte Systeme

[16.06.2026] Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für Automatisierung und effizientere Prozesse. Andreas Weber von Kraftwerk Software erklärt im Interview, warum KI erst dann ihr volles Potenzial entfaltet, wenn sie in die Systemarchitektur integriert ist. mehr...

FairEnergie: Umstieg auf Intense-Lösung

[09.06.2026] FairEnergie ersetzt seine bisherige SAP-IS-U-Landschaft durch die cloudbasierte Plattform TENTAC auf Basis von SAP S/4HANA Utilities. Der Reutlinger Versorger setzt dabei auf Standardprozesse und integrierte Abläufe, um Kosten zu senken und kundenbezogene Prozesse zu vereinfachen. mehr...

SAP will digitale Souveränität stärken und investiert in sichere Cloudlösungen für den öffentlichen Sektor.

GISA: GASAG senkt Cloud-Kosten

[08.06.2026] Die GASAG hat ihre SAP-Systemlandschaft in der Microsoft-Azure-Cloud überarbeitet. Nach Angaben des IT-Dienstleisters GISA sanken dadurch die monatlichen Speicherkosten deutlich, während sich die Leistungsfähigkeit der Systeme erhöhte. mehr...

bericht

Energiemanagement: Cyber-Sicherheit beginnt im Haus

[04.06.2026] PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox kommunizieren über digitale Schnittstellen miteinander und mit der Außenwelt. Heim-Energiemanagementsysteme fungieren dabei als zentrale Schaltstelle. Doch mit der Vernetzung steigt auch die Angriffsfläche. mehr...

Berlin: Neues Konzept soll KRITIS schützen

[27.05.2026] Berlin verschärft den Schutz Kritischer Energieinfrastrukturen mit einem neuen TOP-Konzept aus technischen, organisatorischen und physischen Maßnahmen. Anlass sind Brandanschläge auf die Stromversorgung, die zuletzt ganze Stadtteile beeinträchtigten und nun umfangreiche Investitionen sowie neue Sicherheitsstandards auslösen. mehr...

SAP will digitale Souveränität stärken und investiert in sichere Cloudlösungen für den öffentlichen Sektor.

IBM/Natuvion: Cloud-Umstieg beschleunigen

[26.05.2026] Das zentrale SAP-ERP-System (SAP ECC) wird ab 2027 nicht mehr gewartet. Um Energieversorgern den Umstieg auf die Cloud-Plattform SAP S/4HANA Utilities zu erleichtern, haben IBM und Natuvion deshalb eine Zusammenarbeit vereinbart. mehr...