BoschWachstum mit Energie- und Gebäudetechnik

Dr. Stefan Hartung, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH: „Energie-Management ist Chefsache geworden.“
(Bildquelle: Robert Bosch GmbH)
Im Markt für Energie- und Gebäudetechnik sieht der Technologiekonzern Bosch weltweit große Wachstumschancen. Auf einer Presseveranstaltung am Dienstag dieser Woche (3. Juni 2014) in Stuttgart stellte der Konzern Lösungen von Bosch für energieeffiziente, komfortable und sichere Gebäude vor. Das Unternehmen habe ein umfassendes wärme- und sicherheitstechnisches System-Know-how sowie Kompetenzen in Software-, Sensorik- und Speicher-Technologien. Damit sieht sich Bosch gut aufgestellt, um ein weltweit führender Anbieter für intelligente Energie- und Gebäudetechnik zu werden. Das Unternehmen will den Umsatz im Unternehmensbereich Energie- und Gebäudetechnik von heute 4,6 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 auf acht Milliarden Euro steigern.
Energie-Management ist Chefsache
Stefan Hartung, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und zuständig für den Unternehmensbereich Energie- und Gebäudetechnik, sagte vor den Journalisten: „Steigende Energiekosten und höhere rechtliche Anforderungen sind wesentliche Gründe für das weltweit starke Marktwachstum für Energie- und Gebäudetechnik. Energie-Management ist Chefsache geworden.“ Gleichzeitig steige der Anspruch an den Komfort und die Sicherheit von Gebäuden. Das führe zu einer steigenden Nachfrage nach Energieeffizienz- und Sicherheitstechnik sowie Dienstleistungen. Sensorik und Vernetzung böten hier ganz neue technische Möglichkeiten.
Laut Hartung entfallen 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs auf den Gebäudebestand. Damit böten Gebäude das größte Energieeinsparpotenzial und seien der wichtigste Ansatzpunkt, um die Klima- und Energieeffizienzziele zu erreichen. Dabei habe der Wärmemarkt den größten Anteil am Energiemarkt: 75 Prozent aller installierten Heizanlagen seien nicht energieeffizient. Die energetische Optimierung eines Gebäudes durch neue, effiziente Brennwerttechnik unter Einbindung von erneuerbaren Energien, ist heute einfach möglich, so Hartung. Es gebe noch enorme, ungenutzte Möglichkeiten, die Energieeffizienz in bestehenden Gebäuden durch verfügbare Technik deutlich zu verbessern. Gerade die energetische Optimierung eines Gebäudes sei heute einfach und zügig möglich, etwa bei der Erneuerung alter Heiztechnik.
Kernkompetenz Energieumwandlung
Eine Kernkompetenz von Bosch seit Gründung des Unternehmens sei die Energieumwandlung. Besitzern von Wohn- und gewerblichen Gebäuden biete Bosch die Kombination aus Technik und Service. Hartung: „Bosch-Lösungen verknüpfen und steuern Erzeugung und Verbrauch von Strom und Wärme intelligent. Die Energieversorgung wird damit noch effizienter, intelligenter und zugleich dezentraler.“ Gute Wachstumschancen sieht Bosch auch aus den technischen Möglichkeiten durch den Einsatz von Sensorik, IP-Anbindung und Vernetzung von Geräten in der Energie- und Gebäudetechnik. Bosch erwartet, dass schon bis 2015 rund 75 Prozent der Menschen Zugang zum Internet haben und mehr als sechs Milliarden Dinge mit dem Internet verbunden sind. Diese Entwicklung werde auch den Markt für Energie- und Gebäudetechnik in den kommenden Jahren stark verändern und neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle ermöglichen. Bosch habe in diesem Bereich bereits einige Erfahrung, zum Beispiel mit mehr als 25.000 vernetzten Heizungsprodukten im Markt, 2014 werde Bosch voraussichtlich 50.000 internetfähige Heizthermen verkaufen.
Intelligente Vernetzung von Energiesystemen
Zusätzliche Möglichkeiten, um Heizungssysteme in Gebäuden zu optimieren, biete Smart Heating. Damit sei die intelligente Vernetzung von Heizungsanlagen gemeint, die beispielsweise über ein Smartphone oder einen Tablet-Computer gesteuert werden können. Bosch habe in diesem Bereich bereits zahlreiche Produkte im Angebot, welche die spezifischen Anforderungen der einzelnen Ländermärkte erfüllen: Heizkessel der Bosch Thermotechnik-Marke Buderus seien in Gebäudesteuerungssysteme wie RWE Smart Home oder MyGekko integrierbar. In Schweden biete Bosch Thermotechnik eine App an, die für den Betrieb von Elektro-Wärmepumpen den jeweils günstigsten Stromtarif ermittelt.
#bild2 In gewerblichen Gebäuden sei die intelligente Vernetzung von Energiesystemen schon heute bedeutend. Bosch biete Lösungen für intelligent vernetzte Warmwasser- und Heizsysteme, hocheffiziente Anlagen für Kraft-Wärme-Kopplung und zur Verstromung von Abwärme (ORC-Systeme), Blockheizkraftwerke (BHKW) sowie Stromspeicherlösungen und professionelle Energieeffizienzberatung. Die Bosch-Ingenieure würden auch verborgene Effizienzpotenziale heben: Die Lüftung nach dem tatsächlichen Bedarf steuern, die Abwärme aus der Produktion für die Heizung der Verwaltung nutzen – mit solchen Maßnahmen erreichten die Bosch-Experten in gewerblichen Gebäuden im Schnitt eine Energieersparnis von 20 Prozent.
kraftwerk: Neue App für den Kundenkontakt veröffentlicht
[29.04.2026] Die kraftwerk Software Gruppe ergänzt ihre Portallösungen für Versorger um die mobile App-Plattform kraftwerk.One. Die neue Kooperation mit endios soll Energie- und Wasserunternehmen eine durchgängige digitale Kundenschnittstelle vom Abrechnungssystem bis zum Smartphone liefern. mehr...
Quadra energy: Migration in KISTERScloud
[28.04.2026] Quadra energy hat sein Energie- und Portfoliomanagement in wenigen Stunden aus einer On-Premise-Umgebung in die KISTERScloud verlagert. Der Umstieg soll bei laufendem Betrieb mehr Performance, höhere Stabilität und Spielraum für den weiteren Ausbau der Handels- und Marktkommunikationsprozesse schaffen. mehr...
Stadtwerke Energie Jena-Pößneck: Gründung vor 35 Jahren
[23.04.2026] Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck bestehen seit 35 Jahren. Nach Angaben des Unternehmens entwickelte sich der kommunale Versorger seit der Gründung 1991 von einem kleinen Betrieb zu einem regionalen Anbieter für Strom, Gas und Fernwärme. Heute setzt das Unternehmen verstärkt auf Projekte zur Energiewende. mehr...
Stadtwerke München: Insgesamt ein gutes Jahr
[20.04.2026] Im Geschäftsjahr 2025 haben die Stadtwerke München über eine Milliarde Euro investiert. Das operative Ergebnis lag unter dem Vorjahr, blieb aber im langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig überwies der Konzern erneut 100 Millionen Euro an die Stadt München. mehr...
Region Rhein-Eifel: Genossenschaft für Wärmewende
[17.04.2026] Zwölf Kommunen aus drei Kreisen haben gemeinsam mit dem Energieunternehmen e-regio die Genossenschaft Energiewende RheinEifel gegründet. Nach Angaben der Beteiligten soll sie Projekte zur Energie- und Wärmewende regional koordinieren. mehr...
Interview: Pioniergeist trifft Exzellenz
[17.04.2026] Seit Mitte 2025 trägt MAN Energy Solutions den Namen Everllence. Was es mit der Umbenennung auf sich hat und welche Strategie das Unternehmen beispielsweise im Bereich der Energiewirtschaft fährt, erläutert CEO Uwe Lauber im Interview mit stadt+werk. mehr...
enercity: Umsatz geht zurück
[13.04.2026] Im Jahr 2025 hat enercity einen geringeren Umsatz und Gewinn erzielt als in den Vorjahren. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Investitionen erhöht und den Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben. mehr...
Trianel: Beeindruckende Bilanz
[09.04.2026] Die Stadtwerke-Kooperation Trianel unterstützt mit ihren drei Gesellschaften Energieversorger und Kommunen in Deutschland bei der Umsetzung der Energiewende. Die Kooperation kann bereits auf beachtliche Erfolge zurückblicken. mehr...
enercity: Neuer CEO bei enercity Erneuerbare
[08.04.2026] Der Energiekonzern enercity besetzt die Spitze seiner Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien neu. Mit Jörg Kubitza übernimmt ein Branchenmanager die Leitung. Der bisherige CEO Ralf Nietiet scheidet auf eigenen Wunsch aus. mehr...
Jena: Baustart von Reallabor JenErgieReal
[02.04.2026] Das Reallabor JenErgieReal geht in Jena in die bauliche Umsetzung und vernetzt erstmals Speicher, Lade-Infrastruktur und Netze intelligent. Das Projekt zeigt, wie ein digitales Energiesystem im urbanen Raum praktisch funktioniert und welche Lösungen bis 2027 entstehen. mehr...
VNEW: Unter neuer Flagge unterwegs
[27.03.2026] Der Stadtwerkeverband VSHEW firmiert künftig als Verband der Norddeutschen Energie- und Wasserwirtschaft (VNEW). Hintergrund ist die Ausweitung auf weitere Bundesländer sowie der Anspruch, die Energiewende regional stärker zu bündeln. mehr...
JUWI: Strategische Neuausrichtung
[17.03.2026] Der Projektentwickler JUWI richtet seine Organisation neu aus und fokussiert sich stärker auf seine europäischen Kernmärkte im Wind- und Solarsektor. Hintergrund sind verschärfter Wettbewerb um Investoren, Netzanschlüsse und Ausschreibungen – mit der Neuausrichtung will das Unternehmen seine Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sichern. mehr...
Stadtwerke Essen: Ausweitung der Partnerschaft mit Iqony Fernwärme
[17.03.2026] Die Stadtwerke Essen und Iqony Fernwärme wollen ihre Wärmeinfrastrukturen künftig enger verzahnen. Eine neue Partnerschaftsvereinbarung soll Synergien beim Ausbau klimafreundlicher Netze heben und Optionen wie Netzkopplungen oder gemeinsame Erzeugungsanlagen prüfen. mehr...
evm: Nachhaltige Energiegewinnung
[13.03.2026] Die Wind- und Solarparks der Energieversorgung Mittelrhein (evm) haben im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Nun plant das Unternehmen die Errichtung weiterer Anlagen in der Region. mehr...
Stadtwerke Jena Netze: Relaunch der Webseite
[13.03.2026] Die Stadtwerke Jena Netze haben ihre Webseite vollständig überarbeitet und neu strukturiert. Der Relaunch soll Kundinnen und Kunden den Zugang zu Informationen rund um Netzanschlüsse, Photovoltaik, Wärmepumpen und aktuelle Baustellen deutlich erleichtern. mehr...
















