Freitag, 23. Oktober 2026

BioenergiedörferWärmenetze verdichten

[03.02.2021] Eine neue Bundesförderung gibt hohe Zuschüsse für die Verdichtung und damit neue Anschlüsse an Biowärmenetze. Einzelmaßnahmen sind mit bis zu 50 Prozent förderfähig.
Ein Anschluss für weitere Gebäude an das Nahwärmenetz wird im Bundesprogramm für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG-EM) gefördert.

Ein Anschluss für weitere Gebäude an das Nahwärmenetz wird im Bundesprogramm für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG-EM) gefördert.

(Bildquelle: FNR / Stelter)

Neue Hausanschlüsse an bestehende Wärmenetze, in die mindestens 25 Prozent erneuerbare Wärme eingespeist wird, erhalten aus dem Programm Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahme (BEG-EM) seit Januar 2021 eine attraktive Förderung. Das teilt jetzt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mit. Vor allem in Bioenergiedörfern, aber auch in Städten oder Stadtteilen mit Nah- und Fernwärmenetzen, die Anlieger ganz oder überwiegend mit Wärme aus erneuerbaren Energien versorgen, biete sich nun die Gelegenheit, bislang noch nicht angeschlossene Häuser ans Netz zu nehmen.
Bisher mussten Anlieger in Bioenergiedörfern, denen zum Zeitpunkt des Aufbaus eines Wärmenetzes im Ort ein Nahwärmeanschluss noch nicht gelegen kam, bei späterem Interesse oft lange warten, bis ihnen der Anschluss ermöglicht wurde. Erst wenn der Wärmenetzbetreiber, etwa eine Bürgerenergie- oder Biowärmegenossenschaft, eine förderfähige Netzerweiterung plante, konnten auch ergänzte Hausanschlüsse am bestehenden Wärmenetz eine Förderung erhalten. Mit der BBEG-EM werde jetzt auch der Anschluss an ein Wärmenetz als Einzelmaßnahme gefördert. Die Förderquote für die Errichtung eines Hausanschlusses beträgt 30 Prozent, wenn das Wärmenetz mindestens zu 25 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt wird, 35 Prozent, wenn das Wärmenetz mindestens zu 55 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt wird, zusätzlich 10 Prozent Bonus, wenn gleichzeitig eine Ölheizung ersetzt wird, sowie zuzüglich 5 Prozent Bonus, sofern eine energetische Sanierungsmaßnahme als Bestandteil eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ geförderten individuellen Sanierungsfahrplans erfolgt.





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