UmfrageWärmewende in Kommunen
Die Wärmewende ist ein entscheidender Schritt in eine klimaneutrale Zukunft. Jede Kommune in Deutschland ist aufgerufen, einen Wärmeplan zu erstellen, um den Umstieg auf eine nachhaltige Wärmeversorgung zu meistern. Besonders aktiv sind dabei die Kommunen in Baden-Württemberg, unterstützt durch bereits bestehende Landesgesetze. Das zeigt die zweite Umfrage des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) der Deutschen Energie-Agentur (dena), an der sich über 800 Kommunen beteiligt haben.
Robert Brückmann, Leiter des KWW, betont die Bedeutung der kommenden Jahre: „Die Umsetzung der Wärmewende vor Ort wird für Kommunen und Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Jahren immer wichtiger. Unsere Umfrage gibt einen guten Einblick, worauf es dabei ankommt und wo Verbesserungsbedarf besteht.“
Die Befragung zeigt, dass die Beteiligung und Kommunikation mit den Bürgern sowie die Finanzierung und der Mangel an Fachkräften und Daten die größten Hindernisse darstellen. Überraschenderweise wurden die Beteiligung der Akteure und die Bürgerbeteiligung je nach Planungsfortschritt häufig als größte oder zweitgrößte Herausforderung genannt. Insbesondere kleinere Gemeinden stehen vor der Herausforderung, dass die Pro-Kopf-Kosten für die Wärmeplanung mit Kosten zwischen 0,84 Euro und 6,32 Euro pro Einwohner hoch sind. Eine gemeinsame Wärmeplanung mit Nachbargemeinden kann hier eine effiziente Lösung darstellen.
Trotz der Herausforderungen gibt es positive Signale: Ein Vergleich der Umfrageergebnisse mit dem Vorjahr zeigt einen deutlichen Wissenszuwachs der Kommunen im Bereich der Wärmeplanung. Dies deutet darauf hin, dass die Planungsprozesse voranschreiten und sich weiterentwickeln. Das KWW stellt fest, dass die Mehrheit der Kommunen ihre Wärmeplanung über das Klimaschutz-Management koordiniert und betont die Bedeutung einheitlicher Vorlagen und Hilfestellungen. „Das KWW wird diese Ergebnisse in seine Arbeit einfließen lassen und kann so die Kommunen noch besser beraten“, so Brückmann.
Mannheim: Wärmewende Akademie ist jetzt ein Verein
[04.05.2026] Die Mannheimer Wärmewende Akademie hat sich als eingetragener Verein neu aufgestellt. Damit erhält das bisherige Netzwerk aus Stadt, Energieversorgern und Handwerk eine dauerhafte Organisationsform, die Qualifizierung und Umsetzung der kommunalen Wärmewende verstetigen soll. mehr...
Augsburg: Wärmeplanung liegt öffentlich aus
[04.05.2026] Augsburg hat den Entwurf seiner kommunalen Wärmeplanung veröffentlicht und legt damit erstmals ein konkretes Szenario für die künftige Wärmeversorgung der Stadtteile vor. Bürger, Unternehmen und Verbände können den Plan nun prüfen und bis 20. Mai Hinweise einreichen, bevor die Stadt den Kurs bis 2040 festsetzt. mehr...
Nexiga: Dashboard zum Wärmebedarf
[29.04.2026] Eine frei zugängliche Internet-Plattform zeigt Daten zum Heizwärme- und Warmwasserbedarf auf Postleitzahl- und Gemeindeebene. Nach Angaben des Anbieters Nexiga soll das Angebot Kommunen, Energieversorgern und weiteren Akteurinnen bei der Wärmeplanung helfen. mehr...
Oldenburg: Dialogprozess fließt in Wärmeplanung ein
[28.04.2026] Oldenburg passt seinen kommunalen Wärmeplan nach einem breit angelegten Bürgerdialog an drei zentralen Stellen an. Der jetzt vorliegende Dialogbericht zeigt, welche Beratungs- und Umsetzungsangebote die Stadt für Wärmepumpe, Heizungstausch und energetische Sanierung nachschärfen will. mehr...
SAENA: Broschüre zur Abwärmenutzung aktualisiert
[28.04.2026] Die Sächsische Energieagentur hat ihre Broschüre zu Technologien der industriellen Abwärmenutzung grundlegend aktualisiert und in dritter Auflage veröffentlicht. Der Leitfaden zeigt Unternehmen, wie sich ungenutzte Prozesswärme technisch erschließen lässt, um Energiekosten zu senken und den Umbau hin zu klimaneutralen Prozessen abzufedern. mehr...
Konstanz: 30 Millionen Euro für Wärmenetze
[27.04.2026] Der Gemeinderat in Konstanz hat den Ausbau klimafreundlicher Wärmenetze beschlossen. Die Stadt will die Stadtwerke über 15 Jahre mit insgesamt 30 Millionen Euro stärken. Damit sollen neue Projekte in geeigneten Stadtgebieten ermöglicht werden. mehr...
enercity: Großwärmepumpe ersetzt Kohleblock
[23.04.2026] In Hannover hat der Bau einer 30-Megawatt-Großwärmepumpe am Klärwerk Herrenhausen eine neue Phase erreicht. Nach Angaben von enercity hat die Montage zentraler Bauteile begonnen. Die Anlage soll bis Ende 2026 in Betrieb gehen und Wärme für bis zu 13.000 Haushalte liefern. mehr...
Münster: Finaler Entwurf der Wärmeplanung liegt vor
[21.04.2026] Münster plant den Umbau seiner Wärmeversorgung mit mehr Fernwärme und Wärmepumpen. Der jetzt vorliegende Wärmeplan zeigt, wie die Stadt bis 2045 klimaneutral werden will, und steht im Mai zur politischen Entscheidung. mehr...
Freie Hansestadt Bremen: Kommunaler Wärmeplan beschlossen
[16.04.2026] Der Bremer Senat hat den kommunalen Wärmeplan beschlossen. Er soll den Umbau der Wärmeversorgung hin zu klimafreundlichen Lösungen steuern und Bürgerinnen und Bürgern Orientierung geben. mehr...
Uniper / Evonik: Wärmepumpen-Projekt in Herne
[15.04.2026] In Herne geht eine Hochtemperatur-Wärmepumpe in Betrieb, die industrielle Abwärme für die Fernwärmeversorgung nutzt. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen können damit rund 1.000 Haushalte im Ruhrgebiet versorgt werden. Zudem sollen jährlich bis zu 1.750 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. mehr...
Schwerin: Zwischenstand zur Wärmeplanung
[13.04.2026] Schwerin setzt in seiner Wärmeplanung auf einen massiven Ausbau der Fernwärme und eine klare Gebietseinteilung bis 2045. Die jetzt vorgestellten Szenarien zeigen, wo zentrale Netze dominieren – und wo Gebäudeeigentümer selbst Lösungen finden müssen. mehr...
Kronshagen: Altlastenfläche wird zum Bürgerpark
[10.04.2026] Kronshagen erschließt Erdwärme unter einem ehemaligen Altlastenstandort und koppelt das Projekt mit einer Parkentwicklung. Die frühzeitige Wärmeplanung ermöglicht klimaneutrales Heizen und zeigt, wie Kommunen mehrere Ziele gleichzeitig erreichen können. mehr...
Dresden: Kommunale Wärmeplanung überarbeitet
[09.04.2026] Dresden bringt eine überarbeitete Fassung seines kommunalen Wärmeplans in den Stadtrat ein, mit klarem Fokus auf den Ausbau von Wärmenetzen und lokale Lösungen. Die Maßnahmen bis 2028 sollen den hohen Erdgasanteil senken und die künftige Rolle des Gasnetzes klären. mehr...
Leverkusen: Plan für klimaneutrale Wärme liegt vor
[08.04.2026] Nach der Auswertung von Bürgerhinweisen liegt nun der finale Bericht zur Wärmeplanung der Stadt Leverkusen vor. Dieser benennt Einsparpotenziale sowie mögliche Ausbaugebiete für Wärmenetze. Bei Zustimmung des Rates kann die schrittweise Umsetzung beginnen. mehr...
BBSR: Wärmeplanung kommt voran
[07.04.2026] In Deutschland leben immer mehr Menschen in Kommunen mit einem fertigen Wärmeplan. Laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung waren es Ende 2025 knapp ein Drittel der Bevölkerung. Besonders weit sind einzelne Bundesländer im Süden und Norden. mehr...














