Freitag, 29. Mai 2026

UmfrageWärmewende in Kommunen

[15.03.2024] Mehr als 800 Kommunen haben sich zur Wärmewende geäußert: Finanzierung und Bürgerbeteiligung stellen große Herausforderungen dar. Das Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende sieht dennoch Fortschritte und bietet Unterstützung an.

Die Wärmewende ist ein entscheidender Schritt in eine klimaneutrale Zukunft. Jede Kommune in Deutschland ist aufgerufen, einen Wärmeplan zu erstellen, um den Umstieg auf eine nachhaltige Wärmeversorgung zu meistern. Besonders aktiv sind dabei die Kommunen in Baden-Württemberg, unterstützt durch bereits bestehende Landesgesetze. Das zeigt die zweite Umfrage des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) der Deutschen Energie-Agentur (dena), an der sich über 800 Kommunen beteiligt haben.
Robert Brückmann, Leiter des KWW, betont die Bedeutung der kommenden Jahre: „Die Umsetzung der Wärmewende vor Ort wird für Kommunen und Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Jahren immer wichtiger. Unsere Umfrage gibt einen guten Einblick, worauf es dabei ankommt und wo Verbesserungsbedarf besteht.“
Die Befragung zeigt, dass die Beteiligung und Kommunikation mit den Bürgern sowie die Finanzierung und der Mangel an Fachkräften und Daten die größten Hindernisse darstellen. Überraschenderweise wurden die Beteiligung der Akteure und die Bürgerbeteiligung je nach Planungsfortschritt häufig als größte oder zweitgrößte Herausforderung genannt. Insbesondere kleinere Gemeinden stehen vor der Herausforderung, dass die Pro-Kopf-Kosten für die Wärmeplanung mit Kosten zwischen 0,84 Euro und 6,32 Euro pro Einwohner hoch sind. Eine gemeinsame Wärmeplanung mit Nachbargemeinden kann hier eine effiziente Lösung darstellen.
Trotz der Herausforderungen gibt es positive Signale: Ein Vergleich der Umfrageergebnisse mit dem Vorjahr zeigt einen deutlichen Wissenszuwachs der Kommunen im Bereich der Wärmeplanung. Dies deutet darauf hin, dass die Planungsprozesse voranschreiten und sich weiterentwickeln. Das KWW stellt fest, dass die Mehrheit der Kommunen ihre Wärmeplanung über das Klimaschutz-Management koordiniert und betont die Bedeutung einheitlicher Vorlagen und Hilfestellungen. „Das KWW wird diese Ergebnisse in seine Arbeit einfließen lassen und kann so die Kommunen noch besser beraten“, so Brückmann.





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