Montag, 23. Februar 2026

Iqony/RAGWärmewende mit Grubenwasser

[09.01.2025] Mit der Abwärme aus Grubenwasser der RAG-Wasserhaltung in Camphausen werden künftig die Städte Quierschied und Sulzbach beheizt.

Das Grubenwasser der Wasserhaltung Camphausen wird zur Wärmequelle.

(Bildquelle: RAG)

Nach gut einem Jahr Bauzeit hat die Saarbrücker Iqony Energies Ende Dezember 2024 auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Camphausen eine innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Betrieb genommen. Diese nutzt die Abwärme des Grubenwassers für die Fernwärmeversorgung und spart so jährlich rund 6.300 Tonnen CO₂-Emissionen ein.

Klimaneutralität bis 2040

„Mit der jetzt offiziell in Betrieb genommenen Anlage machen wir einen weiteren großen Schritt in Richtung unseres Ziels, bis 2040 eine vollständig klimaneutrale Fernwärmeversorgung zu erreichen“, sagte Anke Langner, Sprecherin der Geschäftsführung von Iqony Energies, bei der feierlichen Einweihung. Anwesend waren unter anderem der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke, Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam und Quierschieds Bürgermeister Lutz Maurer.

Auch Joachim Löchte, Bereichsleiter Nachhaltigkeit und Kommunikation der RAG, zeigte sich zufrieden: „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Grubenwasser die Wärmewende in Sulzbach unterstützen können. Perspektivisch prüft die RAG die geothermische Nutzung von Grubenwasser auch an anderen Standorten.“

Symbol für Strukturwandel

Wirtschaftsminister Barke betonte die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft in der Region: „Die Nutzung der Abwärme aus Grubenwasser spart Energieressourcen und ist ein wichtiger Schritt für den Umbau des Energiesystems im Saarland. Energiewende und Strukturwandel sind zwei Seiten einer Medaille.“

Auch Sulzbachs Bürgermeister Adam betonte die Bedeutung für seine Stadt: „Die Beheizung öffentlicher Gebäude und privater Haushalte mit innovativer Fernwärme ist für Sulzbach ein zukunftsweisender Baustein der Versorgungssicherheit.“

Technik für die Zukunft

Die Anlage kombiniert drei Komponenten: ein konventionelles Blockheizkraftwerk, das Grubenwasser als erneuerbare Wärmequelle und eine Wärmepumpe. Das Grubenwasser hat eine Temperatur von etwa 36 Grad und wird von der Wärmepumpe für die Fernwärmeversorgung nutzbar gemacht. Die konventionelle KWK-Anlage wird mit methanhaltigem Grubengas betrieben, das als klimaneutraler Energieträger eingestuft ist. Laut Projektleiter Dietmar Bies wird durch diese Nutzung die klimaschädliche Wirkung des Gases deutlich reduziert.





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