Donnerstag, 26. März 2026

EnBWKommunaler Energietag

[08.03.2013] Energiegenossenschaften und kommunale Beteiligungsmodelle sind integrale Bestandteile der künftigen Energieversorgung. Diese Auffassung vertrat EnBW-Chef Frank Mastiaux auf dem 4. Kommunalen Energietag Baden-Württemberg.
Kommunaler Energietag Baden-Württemberg: Rund 1.200 Kommunal- und Landespolitiker sowie Geschäftsführer von Stadtwerken diskutierten über die Energieversorgung der Zukunft.

Kommunaler Energietag Baden-Württemberg: Rund 1.200 Kommunal- und Landespolitiker sowie Geschäftsführer von Stadtwerken diskutierten über die Energieversorgung der Zukunft.

(Bildquelle: EnBW)

Rund 1.200 baden-württembergische Bürgermeister, Kommunal- und Landespolitiker sowie Geschäftsführer von Stadtwerken diskutierten in dieser Woche in Stuttgart mit Experten aus der Energiewirtschaft sowie Vertretern von Verbänden und Wissenschaft über die Energieversorgung der Zukunft. Sie waren der Einladung des Energiekonzerns EnBW zum 4. Kommunalen Energietag Baden-Württemberg gefolgt. Wie der Energiekonzern mitteilt, tauschten sich die Teilnehmer in acht Foren über ein breites Themenspektrum aus: von den Zielen der Landesregierung in der Umweltpolitik, über die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und der EnBW beim Ausbau der Windenergie, Partnerschaftsmodelle, den Zusammenhang von Energiewende und Netzen, die Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz, Produktangebote an Verbraucher für die zukünftige smarte Energiewelt bis hin zu ganzheitlichen Projekten der Energiewende wie der nachhaltigen Stadt seien zahlreiche Aspekte der Energiezukunft lebhaft diskutiert worden.

Land bringt Energiewende voran

Als Gastredner bekräftigte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) die Pläne der Landesregierung zur Umsetzung der Energiewende: „Wir nutzen unsere gesetzgeberischen Möglichkeiten, um die Energiewende voranzubringen.“ Unter anderem sei das Landesplanungsgesetz für einen beschleunigten Windkraftausbau geändert und ein Förderprogramm zur Verbesserung der Energieeffizienz an Gebäuden aufgelegt worden. Zudem habe das Land den Entwurf eines Energie- und Klimaschutzkonzeptes erarbeitet, eine Smart-Grid-Plattform ins Leben gerufen und die Haushaltsmittel für Energiewende und Energieforschung deutlich aufgestockt. Untersteller: „Entscheidend ist für uns, dass die Energiewende nicht zerredet wird, sondern vorankommt.“ Dazu gehöre auch, dass Ausbau und Modernisierung der Übertragungs- und Verteilnetze an den Ausbau der erneuerbaren Energien angepasst werden müssten.

Weichenstellungen für EnBW

#bild2Frank Mastiaux, Vorstandsvorsitzender der EnBW, vertrat die Auffassung, dass die Energiewirtschaft und auch sein Unternehmen vor wichtigen Weichenstellungen stehen. „Die EnBW wird sich neu am Markt und an den Kunden ausrichten. Und dazu gehört vor allem auch die Frage, wie wir uns künftig gemeinsam mit anderen Partnern als Treiber der Energiewende aufstellen können“, sagte Mastiaux. Die Energiewende sei grundsätzlich partizipativ angelegt. „Sie ist eine Mitmachen- und Miteinander-Machen-Bewegung. Energiegenossenschaften und kommunale Beteiligungsmodelle sind deshalb integrale Bestandteile der künftigen Energieversorgung. Der EnBW-Chef kündigte an, dass sich das Unternehmen mit Nachdruck im Bereich der erneuerbaren Energien wie zum Beispiel der Windkraft engagieren werde. Die EnBW prüfe derzeit rund 160 Windenergiestandorte mit einem Potenzial für rund 500 Anlagen.





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