Schleswig-HolsteinErneuerbare senken CO-Emissionen deutlich
Schleswig-Holstein konnte durch den Ausbau der erneuerbaren Energien seine Treibhausgasemissionen im Jahr 2011 um fast sieben Millionen Tonnen reduzieren, knapp einem Fünftel des gesamten schleswig-holsteinischen CO2-Ausstosses. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die das Statistikamt Nord im Auftrag des Energiewendeministeriums Schleswig-Holstein durchgeführt hat. Bilanziert wurden nach Angaben des Ministeriums der Versorgungsbeitrag der erneuerbaren Energien für die Bereiche Strom, Wärme und Kraftstoffe, sowie die Minderung von Treibhausgasemissionen für die Jahre 2006 bis 2011. Laut der Untersuchung liegt das nördlichste Bundesland mit einem Anteil von 19 Prozent der Erneuerbaren am Endenergieverbrauch – also bei Strom, Wärme und Kraftstoffen zusammen – deutlich über dem Bundesdurchschnitt von zwölf Prozent. Das Ergebnis gehe vor allem auf die Entwicklung auf dem Strommarkt zurück. Zwei Drittel des Stromverbrauchs in Schleswig-Holstein stammten 2011 aus regenerativen Energien (Bundesdurchschnitt: 20 Prozent). Auf dem Wärmemark lag der Anteil der Erneuerbaren in Schleswig-Holstein und bundesweit gleichermaßen bei rund zehn Prozent. „Strom, Wärme und Mobilität gehören bei einer erfolgreichen Energiewende zusammen“, sagt Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck. „Bei Wärme und Mobilität sind wir aber noch weit von dem entfernt, was wir erreichen müssen.“ Hier sei vor allem der Bund in der Pflicht, etwa bei der Energieeinsparverordnung oder den KfW-Förderprogrammen. „Für mehr Energieeffizienz und den großvolumigen Einsatz erneuerbarer Energien im Wärmesektor ist ein schrittweiser Infrastrukturwechsel erforderlich: der Ausbau von Wärmenetzen und der Rückbau von Gasnetzen“, so Habeck. Wie das schleswig-holsteinische Energiewendeministerium weiter mitteilt, ist bis zum Jahr 2020 ein rechnerischer Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch von 300 bis 400 Prozent zu erwarten; die Erneuerbaren dürften dann rund 80 Prozent zum Endenergieverbrauch des Bundeslandes beitragen. Energiewendeminister Habeck: „Schleswig-Holstein hat damit die Chance, im Jahr 2020 rechnerisch CO2-frei zu sein.“
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