BadenovaGesellschafterkreis wächst
Der Kreis der Gesellschafter und Anteilseigner an dem regionalen Energie- und Umweltdienstleister Badenova konnte im Rahmen des Beteiligungsmodells kompas (Kommunale Anteilspartnerschaft) um 81 Städte und Gemeinden erweitert werden. Wie Badenova mitteilt, haben damit 59 Prozent aller Konzessionsgemeinden die Gelegenheit genutzt, Gesellschafter zu werden und dabei insgesamt mehr als 56 Millionen Euro aufgewendet. Spitzenreiter ist die Stadt Bad Krozingen, die fast 6,7 Millionen Euro investiert hat, gefolgt von Ihringen (6 Millionen Euro), Neuenburg (5,2 Millionen Euro), Stegen (3,2 Millionen Euro) und Baden-Baden (2,3 Millionen Euro). Rund ein Viertel der neuen Gesellschafterkommunen habe sich mit der Mindestbeteiligung von 100.000 Euro begnügt. Am erfolgreichsten sei das kompas-Modell im Markgräflerland gewesen – hier sei nahezu jede Konzessionsgemeinde auch Gesellschafter geworden. „Wir sind positiv überrascht von dieser Bilanz“, so der Vorstandsvorsitzende der Badenova, Thorsten Radensleben. Mathias Nikolay, ebenfalls Mitglied des Vorstands und verantwortlich für die kommunalen Beziehungen, betont: „Die neuen Gesellschafterkommunen kommen aus dem gesamten Marktgebiet, vom Landkreis Tuttlingen über den Nordschwarzwald, die Ortenau, den Breisgau, den Hochschwarzwald bis zum Hochrhein. Damit haben wir das größte regionale Netzwerk der Energiewende geknüpft, ein Verbund, der uns in die Lage versetzt, Energiewendethemen im Südwesten kraftvoll und koordiniert umzusetzen.“
Um das Beteiligungsmodell kompas zu ermöglichen, hat das Stadtwerke-Netzwerk Thüga sieben Prozent seiner Anteile an Badenova zur Verfügung gestellt, ein weiteres Prozent hat die Stadt Freiburg als größter kommunaler Anteilseigner angeboten. „Wir wollen dazu beitragen, die regionale Verwurzelung zu stärken und kommunales Engagement in Energiethemen zu ermöglichen,“ erklärte dazu Thüga-Vorstand und stellvertretender Badenova-Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Holtmeier. Freiburgs Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Salomon ergänzte: „Energiewende ist eine Gemeinschaftsleistung, für die wir möglichst viele Partner und Verbündete gewinnen wollen.“ Die 81 neuen kommunalen Gesellschafter halten nun zusammen mit den 15 Altgesellschaftern mehr als 55 Prozent der Badenova-Anteile; 44,6 Prozent verbleiben bei der Thüga. Neben der Gewinnbeteiligung haben die Kommunen nach Angaben von Badenova ein relevantes Mitsprache- und Gestaltungsrecht.
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