IBC SolarNeuausrichtung führt zu Stellenabbau

IBC-Solarpark-Metelsdorf: Künftig will sich IBC-Solar stärker auf Investitionen im Ausland konzentrieren.
(Bildquelle: IBC Solar)
Für die Solarbranche sieht es nicht rosig aus. Kritische Stimmen befürchten schon seit Längerem ein mögliches Aus der Solarwirtschaft in Deutschland (17702+wir berichteten). Die jüngsten Meldungen von IBC Solar, einem Anbieter für Photovoltaikanlagen, geben keinen Grund zur Entwarnung: Am Montag (3. Februar 2014) hat das Unternehmen seine strategische Neuausrichtung bekannt gegeben, bei der nach eigenen Angaben ein zweites Standbein außerhalb Europas aufgebaut werden soll. Dabei soll es vornehmlich um die Entwicklung und Vermarktung von Photovoltaik-Projekten – beispielsweise in Japan und Chile – gehen. Zudem will das Unternehmen die Kernkompetenz in Eigenverbrauchs- und Speichersystemen in internationale Märkte übertragen. „Der Solarmarkt in Deutschland ist nach wie vor der stabilste der Welt und wegweisend für die globale Entwicklung der Photovoltaik“, sagt Udo Möhrstedt, Vorstandsvorsitzender von IBC Solar. „Doch für ein solides und langfristiges Wachstum müssen wir einen größeren Anteil am internationalen Weltmarkt erzielen.“ Im Jahr 2013 konnte das Unternehmen seinen Marktanteil in Deutschland von sieben auf elf Prozent steigern. Dennoch wurde ein operativen Verlust verzeichnet.
Bei der Neuausrichtung wird laut IBC Solar ein Arbeitsplatzabbau unvermeidbar sein. Um die Entlassungen so sozialverträglich wie möglich zu gestalten, wurde eine Transfergesellschaft gegründet, welche die insgesamt 83 Mitarbeiter mit umfassenden Qualifizierungen auf ihre weitere berufliche Laufbahn vorbereiten soll. Ab 2014, so die Unternehmensstrategie, soll IBC Solar wieder schwarze Zahlen schreiben.
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