Freitag, 18. September 2026

BayernInformationen zur Erdwärme

[11.02.2016] Für ganz Bayern kann von nun an über das neue webbasierte Informationssystem Oberflächennahe Geothermie (IOG) die Eignung für Erdwärme abgerufen werden.
Das IOG gibt Auskunft über die Nutzungsmöglichkeiten von Erdwärmesonden.

Das IOG gibt Auskunft über die Nutzungsmöglichkeiten von Erdwärmesonden.

(Bildquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt)

Das neue Online-Informationssystem Oberflächennahe Geothermie (IOG) zeigt erstmals für ganz Bayern, an welchen Standorten konkrete Möglichkeiten zur Erdwärmenutzung bestehen. Die bayerische Staatsministerin für Umwelt- und Verbraucherschutz Ulrike Scharf (CSU) sagt dazu: „Die in der Erde gespeicherte Wärme ist unerschöpflich. Dieser Schatz schützt auch das Klima. Erdwärme ist unabhängig von der Witterung und der Tageszeit verfügbar.“ Das neue Online-Tool bezeichnete Scharf als digitale Schatzkarte: „Mit den flächendeckenden Geodaten gibt es erstmals für ganz Bayern Informationen, die eine standortgenaue Aussage über das Wärmepotenzial im Boden und im Grundwasser ermöglichen. Und das sogar direkt in der Baugrube per Smartphone-App.“ Denn mit der Web-Anwendung IOG Mobil können auf iOS- und Android-Geräten unterschiedliche Standortauskünfte zur oberflächennahen Geothermie abgerufen werden und das per GPS sogar mit automatischer Standortermittlung. Wie das bayerische Umweltministerium mitteilt, leistet die Geothermie bereits heute einen wichtigen Beitrag, um die Klimaziele des Freistaats zu erreichen. So belaufe sich die Zahl der Erdwärmeanlagen dort auf rund 60.000. Pro Einfamilienhaus könnten durch den Einsatz von Erdwärme Jahr für Jahr circa zwei Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Das von 2008 bis 2015 laufende Projekt Informationsoffensive oberflächennahe Geothermie wurde jeweils zur Hälfte aus Mitteln des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz und der EU finanziert. 43 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker hatten an der bayernweiten Erhebung der erforderlichen geowissenschaftlichen Daten gearbeitet. Das Projekt hat rund 28 Millionen Euro gekostet.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Geothermie

Stadtwerke Weimar: Aufsuchungserlaubnis für Tiefengeothermie erhalten

[14.09.2026] Die Stadtwerke Weimar dürfen das Potenzial für Tiefengeothermie im Raum Weimar untersuchen. Eine bis Juni 2031 befristete Erlaubnis umfasst ein rund 495 Quadratkilometer großes Gebiet und ist Voraussetzung für weitere Erkundungen. mehr...

Stadtwerke Bernau: Tiefengeothermieprojekt pausiert

[11.09.2026] Die Stadtwerke Bernau haben die Planungen für eine Tiefengeothermiebohrung am Schönfelder Weg vorerst gestoppt. Nach einer erneuten Prüfung sei der Bau und Betrieb der geplanten Anlage derzeit wirtschaftlich nicht darstellbar. Der kommunale Versorger will nun alternative Lösungen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung untersuchen. mehr...

Geologischer Dienst NRW: Erkundungen im nördlichen Münsterland

[03.09.2026] Im nördlichen Münsterland untersucht der Geologische Dienst NRW das Potenzial für tiefe Erdwärme. Drei Seismik-Trassen sollen Kommunen und Stadtwerken zeigen, wo sich weitere Erkundungen für die Wärmeversorgung lohnen. mehr...

Münster: Hochschulstandort baut Geothermie-Anlage weiter aus

[02.09.2026] Die FH Münster baut ihre Geothermie-Anlage am Technologie-Campus Steinfurt für 18,8 Millionen Euro aus. Künftig soll Erdwärme rund 64 Prozent des Wärmebedarfs decken und zugleich als Reallabor für effizientere Wärmepumpen dienen. mehr...

Stadtwerke Munster-Bispingen: Heißes Wasser mit bis zu 154 Grad Celsius entdeckt

[28.08.2026] Die Stadtwerke Munster-Bispingen sehen nach ersten Arbeiten am Tiefengeothermie-Projekt in Munster gute Chancen für eine wirtschaftliche Wärmenutzung. In einem ertüchtigten Bohrloch stieß die Unternehmenstochter HeideGeo auf Wasser mit Temperaturen von bis zu 154 Grad Celsius. mehr...

München: Seismik-Messungen gestartet

[26.08.2026] Im Großraum München wird der tiefe Untergrund in den kommenden Monaten großflächig untersucht. Die Daten sollen ein dreidimensionales geologisches Modell ermöglichen und die Planung weiterer Geothermieprojekte unterstützen. Die Messungen sind Teil des Forschungsprojekts GIGA-M. mehr...

Fraunhofer IEG: Forschungsprojekt zu Kalkgestein in der Rhein-Ruhr-Region

[17.08.2026] Ein Forschungsprojekt entwickelt neue Werkzeuge für die Tiefengeothermie in der Rhein-Ruhr-Region. R3Chain soll das Potenzial von Kalkgestein genauer bestimmen und Stadtwerken sowie Energieversorgern frühere Planungssicherheit geben. mehr...

Fraunhofer IEG: EU-Projekt entwickelt neue Bohrtechnik

[13.08.2026] Das EU-Projekt UPLIFT entwickelt mit der MTD-Technologie eine Bohrtechnik, die bestehende Geothermiebohrungen durch seitliche Mikro-Bohrungen erweitern soll. Das Verfahren wird in einer drei Kilometer tiefen Bohrung in Tschechien getestet und soll höhere Wärmeleistungen bei geringerem Erschließungsrisiko ermöglichen. mehr...

Hamburg: Tiefengeothermie-Projekt steht kurz vor Inbetriebnahme

[10.08.2026] Hamburgs erstes Tiefengeothermie-Projekt steht vor der Inbetriebnahme. Noch 2026 soll Erdwärme aus mehr als 1.300 Metern Tiefe in das Fernwärmenetz von Wilhelmsburg eingespeist werden. mehr...

Badenova: Vorbereitung von Tiefbohrungen

[10.08.2026] Das Geothermieprojekt Erdwärme Breisgau hat die bergrechtliche Genehmigung für die nächste Projektphase erhalten. Badenova und Herrenknecht bereiten nun die Bohrungen vor und investieren gemeinsam in die Erschließung eines Tiefengeothermie-Reservoirs. mehr...

Rheinisches Revier: Vorbereitung zu seismischen Messungen

[27.07.2026] Fraunhofer IEG bereitet seismische Messungen zur Erkundung des geothermischen Potenzials im Rheinischen Revier vor. Die Untersuchungen sollen die Datengrundlage für kommunale Wärmeplanung und künftige Geothermieprojekte verbessern. mehr...

EWP Potsdam: Bohrstart für Tiefengeothermie

[17.07.2026] Die Energie und Wasser Potsdam hat am Heizkraftwerk Süd die Bohrungen zur Erschließung von Tiefengeothermie begonnen. Mit dem Projekt soll eine weitere erneuerbare Wärmequelle für die Fernwärmeversorgung der Landeshauptstadt erschlossen werden. mehr...

München: Große Seismik-Kampagne

[14.07.2026] Im Großraum München beginnt Ende August eine groß angelegte seismische Messkampagne zur Erkundung von Geothermiepotenzialen. Nach Angaben des Forschungsprojekts GIGA-M soll dabei erstmals ein durchgängiges dreidimensionales Modell des tiefen Untergrunds entstehen. mehr...

Ruhrgebiet: Größtes Geothermie-Erlaubnisfeld

[25.06.2026] Im Ruhrgebiet entsteht das bislang größte Geothermie-Untersuchungsfeld in Deutschland. Für das Projekt „Erdwärme Metropole Ruhr“ wurde nun die entsprechende Erlaubnis erteilt. mehr...

Potsdam: Verlängerung von Projekt zur Tiefengeothermie

[24.06.2026] EWP und das GFZ erschließen in Potsdam gemeinsam weitere Standorte für die Tiefengeothermie. Die vierjährige Kooperation soll den Umbau der Wärmeversorgung beschleunigen und den Weg für den Ersatz des bestehenden Heizkraftwerks ebnen. mehr...