BayernInformationen zur Erdwärme

Das IOG gibt Auskunft über die Nutzungsmöglichkeiten von Erdwärmesonden.
(Bildquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt)
Das neue Online-Informationssystem Oberflächennahe Geothermie (IOG) zeigt erstmals für ganz Bayern, an welchen Standorten konkrete Möglichkeiten zur Erdwärmenutzung bestehen. Die bayerische Staatsministerin für Umwelt- und Verbraucherschutz Ulrike Scharf (CSU) sagt dazu: „Die in der Erde gespeicherte Wärme ist unerschöpflich. Dieser Schatz schützt auch das Klima. Erdwärme ist unabhängig von der Witterung und der Tageszeit verfügbar.“ Das neue Online-Tool bezeichnete Scharf als digitale Schatzkarte: „Mit den flächendeckenden Geodaten gibt es erstmals für ganz Bayern Informationen, die eine standortgenaue Aussage über das Wärmepotenzial im Boden und im Grundwasser ermöglichen. Und das sogar direkt in der Baugrube per Smartphone-App.“ Denn mit der Web-Anwendung IOG Mobil können auf iOS- und Android-Geräten unterschiedliche Standortauskünfte zur oberflächennahen Geothermie abgerufen werden und das per GPS sogar mit automatischer Standortermittlung. Wie das bayerische Umweltministerium mitteilt, leistet die Geothermie bereits heute einen wichtigen Beitrag, um die Klimaziele des Freistaats zu erreichen. So belaufe sich die Zahl der Erdwärmeanlagen dort auf rund 60.000. Pro Einfamilienhaus könnten durch den Einsatz von Erdwärme Jahr für Jahr circa zwei Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Das von 2008 bis 2015 laufende Projekt Informationsoffensive oberflächennahe Geothermie wurde jeweils zur Hälfte aus Mitteln des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz und der EU finanziert. 43 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker hatten an der bayernweiten Erhebung der erforderlichen geowissenschaftlichen Daten gearbeitet. Das Projekt hat rund 28 Millionen Euro gekostet.
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